Berlin zählt zu den Städten mit dem größten Gewerbeleerstand in Deutschland. Eine aktuelle Analyse zeigt, warum ungenutzte Büroflächen Kosten in Millionenhöhe verursachen und wie die Hauptstadt im Vergleich zu den anderen Metropolen abschneidet.

Leerstehende Büroflächen zählen zu den größten Herausforderungen auf dem Berliner Gewerbeimmobilienmarkt und verursachen hohe Kosten. / © Foto: depositphotos.com
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Berlin gehört zu den teuersten Büromärkten Deutschlands. Genau das verschärft jetzt ein Problem, das auf den ersten Blick kaum sichtbar ist: Millionen Quadratmeter Bürofläche stehen leer. Was für Unternehmen fehlende Mieter bedeutet, verursacht gleichzeitig rechnerische Kosten in Millionenhöhe. Eine aktuelle Analyse des Bürodienstleisters ebuero zeigt nun, wie stark die Hauptstadt betroffen ist.
- Ort: Berlin
- Leerstandsfläche Gewerbe: 1,94 Millionen Quadratmeter
- Leerstandsquote Gewerbe: 8,4 Prozent
- Rechnerischer Mietwert der leerstehenden Flächen: 55,2 Millionen Euro (Durchschnittsmiete)
Mit 1,94 Millionen Quadratmetern ungenutzter Gewerbefläche zählt Berlin zu den Städten mit dem größten Leerstand in Deutschland. Nur München liegt mit 1,99 Millionen Quadratmetern knapp darüber. Gleichzeitig erreicht Berlin laut der Untersuchung die höchste durchschnittliche Büromiete aller sieben untersuchten Metropolen. Genau diese Kombination sorgt dafür, dass der rechnerische Mietausfall besonders hoch ausfällt.
Leerstehende Gewerbeflächen: Hohe Mieten treiben die Kosten in Berlin
Die Analyse beziffert den rechnerischen Mietwert der leerstehenden Flächen auf eine Kostenineffizienz, also den theoretischen Mietwert der leerstehenden Flächen, von 55,2 Millionen Euro bei der Durchschnittsmiete von 28,45 Euro pro Quadratmete. Wird stattdessen die jeweilige Spitzenmiete von 47,50 Euro pro Quadratmeter zugrunde gelegt, steigen die rechnerischen Kosten sogar auf 92,2 Millionen Euro. Höher fällt dieser Wert lediglich in München aus, wo deutlich höhere Spitzenmieten auf eine etwas größere Leerstandsfläche treffen.
Beim Blick auf die absoluten Zahlen zählt Berlin zwar zu den am stärksten betroffenen Städten. Berücksichtigt man jedoch die Größe des gesamten Büromarktes, ergibt sich ein anderes Bild. Die Leerstandsquote liegt in der Hauptstadt bei 8,4 Prozent. Damit belegt Berlin im Vergleich der sieben größten deutschen Büromärkte den vierten Platz.
Leerstehende Büros: Auch in anderen Metropolen ein Problem
Eine höhere Quote weisen Düsseldorf mit 11,6 Prozent, Frankfurt mit 10,4 Prozent und München mit 8,9 Prozent auf. Deutlich niedriger fällt der Leerstand dagegen in Köln und Stuttgart aus. Dort stehen gemessen am Gesamtbestand lediglich 5,1 beziehungsweise 5,7 Prozent der Büroflächen leer.
Für die Analyse wertete ebuero die aktuellen Leerstandsdaten und Flächenbestände aus den JLL-Marktberichten für das erste Quartal 2026 aus. Ergänzt wurden diese durch die Spitzenmieten von JLL sowie die Durchschnittsmieten aus dem Colliers City Survey. Anschließend wurden die Leerstandsflächen mit den jeweiligen Mietpreisen verrechnet, um die rechnerische Kostenineffizienz der ungenutzten Gewerbeflächen in den sieben größten deutschen Büromärkten zu ermitteln.
Quellen: ebuero, JLL Büromarktbericht Q1 / 2026, Colliers City Survey
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