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An der Stralauer Allee in Berlin-Friedrichshain ist mit den „Dockyard Waterfront Offices“ ein neuer Bürokomplex entstanden. Das Projekt setzt auf Holz-Hybrid-Konstruktionen und ein innovatives Energiekonzept, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
Der Bürokomplex steht direkt am Wasser mit einer Uferpromenade und Sonnenschirmen im Außenbereich.

Der siebengeschossige Bürokomplex an der Stralauer Allee bietet direkte Lage an der Spree. Die Südfassade ist durch vorspringende Erker und Balkone zur Uferpromenade hin gegliedert. / © Foto: HG ESCH

© Fotos: HG ESCH

 

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Zwischen der Stralauer Allee und dem Spreeufer ist mit den „Dockyard Waterfront Offices“ ein siebengeschossiger Bürokomplex mit Tiefgarage entstanden. Die Planung stammt vom Architekturbüro Tchoban Voss. Ziel des Projekts war es, eine zeitgemäße Arbeitsumgebung zu schaffen, die ressourcenschonend gebaut ist und gleichzeitig die Lage am Wasser nutzt. Der ursprüngliche Zeitplan sah eine Fertigstellung Ende 2024 vor. Jedoch kam es beim Bau zu leichten Verzögerungen. Dadurch konnte das Projekt erst im Sommer 2025 abgeschlossen werden.

Städtebauliche Einbindung: Moderne Architektur im historischen Umfeld des Berliner Osthafens

Das Gelände am Osthafen war zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein bedeutender Industriestandort mit Speicher- und Lagerhäusern. Heute prägen moderne Büro- und Wohngebäude das Bild, wobei historische Bauten wie der denkmalgeschützte Spreespeicher erhalten geblieben sind. Der neue Gebäudekomplex bildet den östlichen Abschluss des Areals und fügt sich durch seine Gestaltung in den vorhandenen städtebaulichen Kontext ein.

Architektur und Bauweise der „Dockyards“: Zwei Gebäudeteile mit gläserner Verbindungsbrücke

Das Ensemble besteht aus einem quadratischen und einem rechteckigen Baukörper. Zwischen ihnen befindet sich ein gläserner Mittelbau. Durch die Glasflächen ist die Holzfachwerk-Konstruktion erkennbar. Dieser Bereich ist in den unteren Geschossen als offener Durchgang gestaltet, der Ausblicke in Richtung Kreuzberg und zur Stralauer Allee eröffnet. Großflächige Glasfassaden sorgen für Tageslicht in den Büros, während Aluminiumverkleidungen und versetzte Erker die Fassaden gliedern.

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Die oberen Etagen sind für Büronutzung vorgesehen, wobei ein flexibles Grundrissraster unterschiedliche Raumaufteilungen erlaubt. Im Erdgeschoss sind Gastronomieflächen und ein Konferenzbereich mit variablen Seminarräumen untergebracht. Begrünte Außenflächen an der Spreepromenade und Dachterrassen mit Blick auf den Wrangelkiez ergänzen das Angebot. Die Erschließung erfolgt über separate Eingänge mit großzügigen Lobbys sowie über barrierefreie Aufzüge.

Nachhaltigkeitsstrategie: Kombination aus Holz-Hybrid-Konstruktion und umweltfreundlicher Energieversorgung

Das Bauvorhaben setzt auf Holz-Hybrid-Bauweise, um den Einsatz von Beton zu reduzieren und den CO2-Ausstoß zu verringern. BauBuche und Brettsperrholz stammen aus nachhaltiger Forstwirtschaft und werden durch recycelten Stahl ergänzt. Ein zentrales Element des Energiekonzepts ist ein Eisspeicher mit einem Volumen von 1,6 Millionen Litern, der im Winter Heizenergie liefert und im Sommer zur Kühlung genutzt wird. Solar-Hybridkollektoren und Photovoltaik-Module auf den Dächern erzeugen zusätzlich Strom und Wärme. Ziel ist ein klimaneutraler Betrieb nach LEED Zero Carbon.

Die straßenseitige Ansicht zeigt die verglaste Fassade und einen Vorplatz mit geparkten Fahrzeugen.

Die Nordseite des „Dockyard Waterfront Offices“ ist zur Stralauer Allee orientiert. Hier befinden sich die beiden Haupteingänge, die als dreigeschossige Portale gestaltet sind. / © Foto: HG ESCH

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Auf dem Dach befinden sich Terrassen mit Sitzbereichen, Sonnenschirmen und Solaranlagen.

Auf beiden Gebäudeteilen befinden sich begrünte Dachterrassen mit Blick auf den Wrangelkiez. Solar-Hybridkollektoren und Photovoltaik-Module sind Teil des nachhaltigen Energiekonzepts. / © Foto: HG ESCH

Das Foyer des Gebäudes ist mit Sitzecken ausgestattet.

Die großzügige Lobby des „Dockyard Waterfront Offices“ wurde von der Ippolito Fleitz Group gestaltet. Sichtbetonflächen, Lichtinstallationen und künstlerische Elemente schaffen eine repräsentative Empfangssituation. / © Foto: HG ESCH

Quellen: Tchoban Voss Architekten, Hagenauer Generalunternehmer, RFR Development GmbH, East-Port Area GmbH, Bollinger Grohmann

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4 Kommentare

  1. Dirk Thiele Galizia 13. August 2025 at 16:11 - Reply

    Wozu Büros an der Spree ?Wo sollen den die Familie n mit Kindern wohnen ?IS Senat ja mompe !

  2. Rainer Wahnsinn 17. August 2025 at 17:33 - Reply

    Ich bin mal gespannt, wie viele völlig sinnlose Bürokomplexe man noch in dieser angeblichen Weltstadt bauen lassen will. In Berlin bröckeln die Straßen auseinander, Schlaglöcher werden wenn überhaupt nur notdürftig geflickt, Brückrn sind einsturzgefährdet, bei der S-Bahn gibt es ständig Probleme… alles egal wenn man die Milliarden für die Förderung von Bürogebäuden verpulvern kanb die keine Sau braucht. Stattdessen sollte man den Platz sinnvoller nutzen. Bezahlbare Wohnungen z.B. wären da besser gewesen!

    • Böhme 27. August 2025 at 02:57 - Reply

      Wo werden die Bürogebäude staatlich gefördert? Wissen Sie eigentlich, was Sie schreiben? Was hat die Stadt mit der S-Bahn zu tun, der DB als Bundesunternehmen gehört – und bei der völlig zu Recht der Vorstandsvorsitzende gerade in die Wüste geschickt worden ist, wenn auch völlig zu Unrecht gegen eine heftige Abfindung.

      Das Gebäude ist alles andere als schön – aber das ist ja von der Berliner Bauverwaltung offensichtlich so gewollt. Ob Berlin weitere Büroflächen braucht, ist fraglich, andererseits eine Frage der Kalkulation der Bauherren! Und wer es immer noch nicht kapiert hat: Wohnungen im Neubau kosten in der Vermietung netto-kalt zwischen 17 und 25 Euro. Das liegt vor allem an den Grundstückspreisen, an denen Berlin fleißig verdient, aber auch an den – zum teil schwachsinnigen – bautechnischen Vorgaben, für die zum Teil der Bund und zum Teil das Land Berlin verantwortlich ist.

      Wohnbau für „Mütterchen Müh'“ (und das männliche Pendant) funktioniert nur dort, wo sozialer Wohnungsbau betrieben wird. Nur: Dafür fehlt leider das Geld, nachdem wir dieses Jahr voraussichtlich mehr als 55 Mrd. ins Bürgergeld stecken, mit mehr als 125 Mrd. die gesetzliche Rente stützen und mit x Mrd. die Kranken- und Pflegeversicherung!

  3. Richard 19. August 2025 at 20:38 - Reply

    Dieser PR Schwulst ist unerträglich. Ein sinnloses häßliches Gebäude, nachhaltig ist daran gar nichts. Es geht bei dem Projekt nur um Rendite, sonst nichts

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