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Mitten im Frankfurter Gutleut-West nimmt der dort geplante Wandel nun konkrete Formen an. Eine seit Jahren leerstehende Liegenschaft in der Gutleutstraße soll künftig als Interim für die Städtischen Bühnen dienen und schon zuvor kulturell bespielt werden.

Eine Visualisierung der geplanten Interimslösung für die städtischen Bühnen Frankfurts

So könnte sich ein ehemaliges Bankareal in Gutleut-West künftig präsentieren: Der leerstehende Gebäudekomplex soll als Zwischenunterkunft für die städtischen Bühnen dienen. Ein neuer Kulturplatz im Zentrum soll öffentliche Nutzungen bündeln und das Quartier beleben. / © Visualisierung: HHVISION

© Visualisierung Titelbild: HHVISION

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Im westlichen Gutleutviertel stehen in den kommenden Jahren tiefgreifende Veränderungen an. Die Stadt Frankfurt verfolgt aktuell in zügigem Tempo ambitionierte Pläne für das gesamte Quartier Gutleut-West.

Nun ist ein weiterer Meilenstein erreicht. Eine seit Jahren leerstehende Liegenschaft in der Gutleutstraße 324 bis 326 soll künftig als Interimslösung für die Städtischen Bühnen dienen. Bekannt gegeben wurde dies bei einem Presserundgang mit Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig sowie dem Dezernenten für Planen und Wohnen, Marcus Quechenberger.

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Nach über 10 Jahren Leerstand: Büro- & Logistikgebäude in der Gutleutstraße wird zum Kultur-Hotspot

Bei der Liegenschaft handelt es sich um ein rund 15.400 Quadratmeter großes Areal, das mehr als ein Jahrzehnt ungenutzt blieb. Ursprünglich diente das Gebäudeensemble als Archiv- und Logistikzentrum einer Bank und wurde Mitte der 1980er Jahre von dem Architekten Walter Henn entworfen. Es besteht aus zwei großvolumigen Lagerhallen mit Raumhöhen von bis zu 16 Metern sowie einem vorgelagerten Kopfbau. Künftig soll der Standort eine neue kulturelle Bedeutung erhalten und eine zentrale Rolle im Frankfurter Kulturleben übernehmen.

Geplant ist die Nutzung als Übergangsstandort für Schauspielhaus und Oper. Während die bestehende Theater Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz zurückgebaut und neu errichtet wird, benötigt die Stadt geeignete Ersatzspielstätten. Solche Interimslösungen sind notwendig, um den Theaterbetrieb ohne längere Unterbrechungen fortzuführen und weiterhin ein anspruchsvolles künstlerisches Programm zu ermöglichen.

Öffentlich zugänglich, bunt bespielt: Zwischennutzung durch World Design Capital 2026 geplant

Bei der Vorstellung der Pläne betonte Kulturdezernentin Ina Hartwig ausdrücklich: „Uns ist es dabei besonders wichtig, diese besondere Liegenschaft schon bevor das Interim hier einzieht, für die Kultur und die Freie Szene zu öffnen und zu nutzen.“ Aus diesem Grund ist vor dem Einzug der Städtischen Bühnen eine zeitlich begrenzte kulturelle Zwischennutzung vorgesehen.

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Bereits ab März soll der Ort im Rahmen der World Design Capital 2026 für die Öffentlichkeit zugänglich werden. Geplant ist unter anderem eine immersive Video-Installation mit großformatiger Rundum-Projektion, die die Entwicklung Frankfurts als Handels und Wirtschaftsstandort über mehrere Jahrhunderte hinweg vermittelt.

Produktives Quartier Gutleut-West: Westlich des Hauptbahnhofs entsteht ein neues, gemischtes Viertel

Die Liegenschaft in der Gutleutstraße liegt im Entwicklungsgebiet Gutleut-West, einem der wichtigsten Transformationsräume westlich des Hauptbahnhofs. Ziel der Stadt ist es, das heute sehr heterogen genutzte Gebiet schrittweise zu einem produktiven Stadtquartier weiterzuentwickeln. Der Ansatz setzt auf eine integrierte, bestandsorientierte Stadtentwicklung.

Bestehende Nutzungen, ansässige Betriebe und die Nachbarschaft sind bereits in den Prozess eingebunden. Im Fokus steht eine tragfähige Mischung aus Wohnen, stadtverträglichem Gewerbe, Kultur sowie sozialen und bildungsbezogenen Angeboten. Ergänzend sollen neue Freiräume entstehen, Klimaanpassung berücksichtigt und die Mobilität im Quartier weiterentwickelt werden.

Kulturhotspot, Quartierspavillon & Straßenbahnausbau: Stadt investiert in die Entwicklung des Gutleut-West

Temporäre Nutzungen und kulturelle Impulse spielen für die Entwicklung des Gutleut-West eine zentrale Rolle. Sie sollen es ermöglichen, Orte frühzeitig zu aktivieren, neue Nutzungen zu erproben und Erfahrungen für die langfristige Quartiersentwicklung zu sammeln.

Die Liegenschaft in der Gutleutstraße nimmt dabei eine besondere Stellung ein und kann sich perspektivisch zu einem kulturell und produktiv geprägten Ankerpunkt entwickeln. Parallel treibt die Stadt weitere Bausteine des neuen Quartiers voran, darunter das Projekt am Adolph-Meyer-Pavillon im Sommerhoffpark sowie die geplante Verlängerung der Straßenbahn.

Quellen: Stadt Frankfurt, Tagesschau, Frankfurter Rundschau, Frankfurter Neue Presse, Journal

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