Im neuen Quartier „Buckower Felder“ in Berlin-Neukölln ist ein Nachbarschaftstreff eröffnet worden. Die Einrichtung bietet Raum für Begegnung, Beratung und gemeinschaftliche Aktivitäten und richtet sich an die Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels sowie an die angrenzende Nachbarschaft.

Der Nachbarschaftstreff im Gensweg 3 in Berlin-Buckow ist Anlaufstelle für Sprachcafés, Kreativangebote, Sozialberatung und Austausch im Alltag. Das offene Angebot richtet sich an alle Menschen im Quartier Buckower Felder und der Umgebung. / © Foto: SOPHIA Berlin GmbH
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Seit Juni 2025 bietet der Nachbarschaftstreff im Gensweg 3 im südlichen Neukölln ein regelmäßiges Programm für Menschen im Quartier „Buckower Felder“ und darüber hinaus. Betrieben wird die Einrichtung von der SOPHIA Berlin GmbH, einem Tochterunternehmen der landeseigenen STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft. Ziel ist es, das soziale Leben im neuen Stadtteil von Beginn an aktiv mitzugestalten.
Schon im Mai hatte SOPHIA mit ersten Veranstaltungen begonnen, die auf eine positive Resonanz stießen. Seitdem finden wöchentlich Aktivitäten statt, die bewusst niedrigschwellig gestaltet sind. Das Angebot richtet sich an verschiedene Zielgruppen und soll die Teilhabe am nachbarschaftlichen Leben erleichtern.
Buckower Felder: Sprachcafés, Kreativkurse und gemeinsame Feste fördern Austausch und Beteiligung im Alltag
Der Treff versteht sich als offener Ort, an dem unterschiedliche Interessen Platz finden. Neben einem Sprachcafé werden Sportangebote, Bastel- und Malkurse sowie gemeinschaftliche Veranstaltungen wie Feste oder Filmabende organisiert. Viele dieser Angebote sind kostenfrei. Auch eine Tauschbibliothek steht allen Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.
Besonderer Wert wird auf Zugänglichkeit gelegt. Alter, Herkunft oder individuelle Lebenssituation sollen keine Hürden darstellen. Das Programm soll sich an den Bedürfnissen der Nachbarschaft orientieren und wird laufend angepasst. Ziel ist es, Begegnungen zu ermöglichen, Vertrauen zu schaffen und das Miteinander im Quartier zu fördern.
Sozialberatung im Nachbarschaftstreff bietet Unterstützung zu Fragen des täglichen Lebens
Ein zentrales Element der Einrichtung ist die Sozialberatung. Menschen können sich hier zu Themen wie Arbeitslosengeld, Rentenanträgen, Integration, Kindertagesbetreuung oder Fragen rund um Schule und Pubertät informieren. Auch bei der Beantragung von Pflegeleistungen oder in schwierigen Lebenslagen erhalten sie Unterstützung.
Die Gespräche finden in geschütztem Rahmen statt und sind kostenlos. SOPHIA legt dabei Wert auf Beratung auf Augenhöhe. Ziel sei es, nicht nur Informationen bereitzustellen, sondern konkrete Hilfestellungen zu geben und Wege aufzuzeigen, wie einzelne Anliegen bearbeitet werden können.
Zusätzliche Angebote wie Foodsharing und private Nutzungen erweitern die Funktion des Treffs
Neben den festen Programmpunkten stellt SOPHIA auch Räume für private Veranstaltungen zur Verfügung. Bewohnerinnen und Bewohner können diese zu günstigen Konditionen nutzen. Zudem dient der Treff als Abgabestelle für gerettete Lebensmittel im Rahmen einer Foodsharing-Initiative. Diese zusätzlichen Funktionen machen die Einrichtung zu einem vielseitigen Ort im Quartier.
Die Nutzungsmöglichkeiten sollen weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, das Gebäude nicht nur als Veranstaltungsort, sondern als zentralen Bestandteil des Alltags zu etablieren. Der Treff versteht sich nicht als fertiges Konzept, sondern als dynamische Struktur, die gemeinsam mit der Nachbarschaft wächst.
Der Nachbarschaftstreff ergänzt das städtebauliche Konzept eines vielfältigen Quartiers
Die „Buckower Felder“ gelten als Modellprojekt für eine sozial und ökologisch ausgerichtete Stadtentwicklung in Berlin. Das Quartier entsteht am südlichen Rand von Neukölln und soll bis 2026 rund 900 Wohnungen umfassen. Neben Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen entstehen Einrichtungen für Gesundheit, Bildung und Mobilität.
Der Nachbarschaftstreff fügt sich in dieses Konzept ein, indem er soziale Infrastruktur bereitstellt und den Austausch im Viertel fördert. Er will dazu beitragen, dass das neue Quartier nicht nur architektonisch, sondern auch gesellschaftlich zusammenwächst.
Quellen: STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, SOPHIA Berlin GmbH, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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