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Mit einer neuen Kampagne will die Berliner Stadtreinigung (BSR) das Bewusstsein für Stadtsauberkeit stärken. Unter dem Motto „Sauber geht nur gemeinsam“ setzen BSR und Umweltsenatorin Bonde auf Eigenverantwortung, Aufklärung und verstärkte Angebote zur Müllentsorgung.
Sauberkeitskampagne der BSR mit Plakat und der Aufschrift: "Du hast die Asche, wir den Becher. sowie BSR Mitarbeitenden und Umweltsenatorin Bonde.

Im Rahmen der Kampagne #MitteMachtSauber organisieren Bezirk und Partner regelmäßige Clean-Up-Aktionen und Informationsangebote. Gleichzeitig werden die Entsorgungsmöglichkeiten für Sperrmüll erweitert und Kontrollen durch das Ordnungsamt verstärkt. / © Foto: BSR

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0
© Foto: BSR

 

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Am 4. August 2025 haben Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) und BSR-Vorstandsvorsitzende Stephanie Otto die diesjährige Sauberkeitskampagne der Berliner Stadtreinigung vorgestellt. Bei einem Pressetermin in Berlin-Mitte präsentierten sie das Motto „Sauber geht nur gemeinsam“ sowie mehrere Kampagnenmotive. Ziel sei es, das Bewusstsein zu stärken, dass Müllvermeidung und korrekte Entsorgung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind und nicht allein bei der BSR oder den Ordnungsbehörden liege.

Begleitet wird die Kampagne von bunten Illustrationen alltäglicher Müllobjekte, etwa einer sprechenden Pommestüte oder einer Altmatratze, die Berlinerinnen und Berliner humorvoll zur richtigen Müllentsorgung auffordern. Die Motive erscheinen unter anderem auf Papierkörben, BSR-Fahrzeugen und in sozialen Medien.

Gewerbliche Verursacher im Fokus: Stadt und BSR wollen Bußgelder gegen Müllsünder verschärfen

Die Sauberkeit der Stadt leidet laut BSR besonders unter illegalen Ablagerungen. 2024 entfernte das Unternehmen berlinweit rund 54.000 Kubikmeter solcher Abfälle, eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die daraus resultierenden Kosten beliefen sich auf etwa 10,3 Millionen Euro. Zwar existieren zahlreiche Entsorgungsmöglichkeiten wie 14 Recyclinghöfe, Abholservices und Kieztage, dennoch werde ein Großteil des Sperrmülls illegal abgeladen, häufig nicht durch Privatpersonen, sondern durch unseriöse Gewerbebetriebe.

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Senatorin Bonde betonte, dass kurzfristig ein verschärfter Bußgeldkatalog auf den Weg gebracht werde, um gegen wiederholte Verstöße konsequenter vorzugehen. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass jeder Mensch einen Beitrag zu mehr Sauberkeit leisten könne.

To-Go-Verpackungen und Zigaretten: BSR warnt vor zunehmender Vermüllung durch Kleinabfälle

Neben Sperrmüll und Altgeräten stellt auch das sogenannte Littering – das achtlose Wegwerfen kleiner Abfälle – eine dauerhafte Herausforderung dar. Besonders betroffen sind laut BSR öffentliche Räume, in denen To-Go-Verpackungen, Zigarettenkippen und Getränkebecher zurückgelassen werden. Die Zunahme mobiler Essensangebote habe das Problem in den letzten Jahren verstärkt.

Mit rund 27.000 öffentlichen Papierkörben, darunter etwa 300 großvolumige Behälter an stark frequentierten Orten, sei die Infrastruktur zur Entsorgung grundsätzlich gegeben. Dennoch würden viele Menschen diese Angebote nicht nutzen. Stephanie Otto betonte, dass nachhaltige Sauberkeit nur dann gelinge, wenn alle mitziehen.

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#MitteMachtSauber: Bezirksamt Mitte setzt mit Kieztagen auf Aufklärung und Beteiligung

Auch das Bezirksamt Mitte beteiligt sich aktiv an der Sauberkeitskampagne. Unter dem Label #MitteMachtSauber fanden im ersten Halbjahr 2025 insgesamt 16 BSR-Kieztage statt, sechs mehr als im Vorjahr. Organisiert wurden die Termine gemeinsam mit Stadtteilkoordinationen und dem Müll Museum Berlin e.V. Laut Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger hätten über 8.200 Menschen teilgenommen und insgesamt 124 Tonnen Sperrmüll abgegeben.

Besonders stark frequentiert war der Standort Triftstraße Ecke Tegelerstraße mit mehr als 1.000 Teilnehmenden. Die Aktionstage seien nicht nur zur Müllentsorgung gedacht, sondern sollen auch sensibilisieren und zur Eigenverantwortung beitragen.

Die BSR verfolgt mit der aktuellen Kampagne einen Dreiklang: Aufklärung, Angebote und Ahndung. Die Kombination aus Informationsarbeit, kostenloser oder kostengünstiger Müllentsorgung sowie konsequenter Durchsetzung von Regeln soll langfristig zu einem sauberen Stadtbild beitragen. Ziel sei ein Berlin, in dem sich alle wohlfühlen können und das durch das Engagement vieler auch lebenswert bleibt.

Quellen: BSR, Bezirksamt Mitte

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One Comment

  1. A.Tirpitz 6. August 2025 at 11:22 - Reply

    Kann man so versuchen. Ist jedoch alles für die Katz!……Papierkörbe wie in Japan abmontieren und der Müll ist in der eigenen Tasche mit nach Hause zu nehmen, Rauchen nur noch auf ausgewiesenen Raucherinseln im öffentlichen Raum, Kaugummis gibt es nur noch bei medizinischen Problemen auf Rezept wie in Singapore. Rumspucken, Urinieren verboten und Graffitis gibt es nur an dafür ausgewiesenen Flächen. Essverbot auf Bahnsteigen, in Transportmitteln und Bahnhöfen der Öffis (gibt es zwar, aber interessiert keinen)….. und wer gegen all das verstößt, zahlt je nach Vergehen 300 – 1000€, ebenfalls wie in Singapore…..Zahlbar sofort….Die Stadtcops, die das alles sicherstellen, finanzieren sich faktisch anfangs allein und können später je nach Bedarf wieder ausgedünnt werden. Wie auch immer, das Ganze sollte man mit intensiven Unterweisungen und Belehrungen in der Schule von der ersten Klasse an flankieren. Alles andere ist nur ein Herumdoktern an den Symptomen, verursacht immense Kosten und ist vor allen alles andere als sich selbst tragend. Denn eine Gesellschaft, die mittlerweile bis in die Mittelschicht herein verkommen zu sein scheint (beobachtbar jeden Tag), ist mit „Du-Du“ und „Wir räumen alles weg für dich“nicht mehr beizukommen. Es ist schon kein kleines Stück von Unfassbarkeit, wie sich das innerhalb von 15-20 Jahren gedreht hat. Bist du früher von einem sauberen Deutschland abgeflogen und in einem in Teilen vermüllten Spanien angekommen, ist heute das exakte Gegenteil eingetreten.

    Ach ja, und Graffitisprayer. Keiner Erscheinung könnte man taktisch einfacher beikommen wie dieser. Aber der Versuch wird gar nicht erst unternommen.

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