Für das Brücke-Museum in Dahlem steht die nächste große Veränderung an: Der Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Hauses ist entschieden. Den ersten Preis erhält das Büro Barkow Leibinger aus Berlin.

Das Bild zeigt den Eingang zum Brücke-Museum in Dahlem.

Im Südwesten Berlins, eingebettet in die Landschaft des Grunewalds, ist das Brücke-Museum ein wichtiger Ort für die Kunst des Expressionismus und die Gruppe „Brücke“. Künftig soll es erweitert werden. / © Foto: Wikimedia Commons, GodeNehler, CC BY-SA 4.0

© Titelbild: Barkow Leibinger / SenStadt

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Für das Brücke-Museum in Dahlem ist eine wichtige Etappe auf dem Weg zur geplanten Erneuerung abgeschlossen. Aus rund 240 eingereichten Arbeiten wurde im Realisierungswettbewerb ein Sieger gekürt: Das Berliner Büro Barkow Leibinger erhielt gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro fabulism den ersten Preis für seinen Entwurf zur Sanierung und Erweiterung des Museums.

Das Preisgericht unter Vorsitz der Architektin Jórunn Ragnarsdóttir vergab insgesamt drei Preise und drei Anerkennungen. 18 Büros waren nach der offenen ersten Phase in die zweite Wettbewerbsstufe eingeladen worden. Mit dem Abschluss des Verfahrens liegt nun eine architektonische Grundlage für die weitere Planung des Museumsstandorts am Rand des Grunewalds vor.

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Geplante Erweiterung des Brücke-Museums nach dem Entwurf von Barkow Leibinger

Der prämierte Entwurf ergänzt den Düttmann-Bau um zusätzliche Flächen für den Museumsbetrieb. / © Visualisierung: Barkow Leibinger / SenStadt

Denkmalgeschützter Museumsbau in Dahlem soll erweitert werden

Die Aufgabe war anspruchsvoll: Das Brücke-Museum soll denkmalgerecht saniert und zugleich um zusätzliche Flächen ergänzt werden. Benötigt werden unter anderem mehr Raum für Ausstellungen, Depot, Verwaltung, Vermittlung und Forschung. Gleichzeitig soll der Charakter des bestehenden Gebäudes erhalten bleiben.

Das Museum wurde 1967 nach einem Entwurf des damaligen Berliner Senatsbaudirektors Werner Düttmann errichtet. Der Bau ist eng mit seiner grünen Umgebung verbunden und gilt als bedeutendes Beispiel der Berliner Nachkriegsmoderne. Die geplante Erweiterung muss deshalb zwischen neuen funktionalen Anforderungen, Denkmalschutz und dem Landschaftsraum vermitteln.

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Werner-Düttmann-Bau vor Umbau: Drei Entwürfe ausgezeichnet

Den ersten Preis erhielt Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten aus Berlin gemeinsam mit fabulism aus Berlin. Das Preisgeld beträgt 43.000 Euro. Auf den zweiten Platz kam heneghan peng architects aus Dublin mit Partnerbüros aus Berlin. Der dritte Preis ging an bächlemeid architekten stadtplaner aus Berlin gemeinsam mit Planorama Landschaftsarchitektur.

Siegerentwurf für den Umbau und die Erweiterung des Brücke-Museums in Dahlem

Der Siegerentwurf: So könnte das Brücke-Museum nach der geplanten Sanierung und Erweiterung künftig aussehen. / © Visualisierung: Barkow Leibinger / SenStadt

Weitere Anerkennungen erhielten die Arbeitsgemeinschaft NOTO und Büro Wortmann Gork, rw+ Gesellschaft von Architekten sowie FRÖLICHSCHREIBER Architekten mit ihren jeweiligen Landschafts- und Fachplanungsteams.

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Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt hob insbesondere den sensiblen Umgang der ausgezeichneten Arbeiten mit dem denkmalgeschützten Ensemble hervor. Auch Brücke-Museumsdirektorin Lisa Marei Schmidt sieht in dem Wettbewerb einen wichtigen Schritt, um künftig bessere räumliche Voraussetzungen für Sammlung und Museumsarbeit zu schaffen.

Nächster Schritt ist die Vergabe der Planung

Mit der Entscheidung des Preisgerichts ist das Projekt allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Hochbauabteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen soll nun mit den drei prämierten Teams ein weiteres Vergabeverfahren durchführen. Die Platzierung im Wettbewerb wird dabei ein wesentliches Bewertungskriterium sein.

Erst im Anschluss steht fest, welches Planungsteam die weitere Umsetzung übernimmt. Das Brücke-Museum gehört zur Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ziel der geplanten Sanierung und Erweiterung ist es, den Museumsbau aus den 1960er Jahren langfristig an die Anforderungen eines zeitgemäßen Ausstellungs-, Forschungs- und Vermittlungsbetriebs anzupassen.

Visualisierung des mit dem zweiten Preis ausgezeichneten Entwurfs für die Erweiterung des Brücke-Museums in Berlin-Dahlem.

Mit dem zweiten Preis ausgezeichnet: der Entwurf von heneghan peng architects./ © Visualisierung: heneghan peng architects / SenStadt

Visualisierung des mit dem dritten Preis ausgezeichneten Entwurfs für die Erweiterung des Brücke-Museums in Berlin-Dahlem.

Der Entwurf von bächlemeid architekten stadtplaner und Planorama erhielt den dritten Preis im Wettbewerb für die Erweiterung des Brücke-Museums. / © Visualisierung: bächlemeid architekten stadtplaner / SenStadt

Brücke-Museum

Quellen: Brücke-Museum, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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