In Köpenick ist die Promenadenwegbrücke über die Alte Erpe gesperrt. Der Schaden am Tragwerk ist schwer, der Umweg führt über Lindenstraße und Bahnhofstraße.

Die Absperrung beginnt inzwischen bereits am Parkeingang an der Friedrichshagener Straße. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Die Promenadenwegbrücke in Köpenick ist seit vergangener Woche gesperrt. Eine Sonderprüfung ergab schwere Schäden am Tragwerk. Trotzdem betreten einzelne Personen weiterhin die Brücke, obwohl der Zugang inzwischen deutlich stärker gesichert wurde.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Ort: südlich der Friedrichshagener Straße
- Bauwerk: Promenadenwegbrücke über die Alte Erpe
- Nutzung: Fuß- und Radwegbrücke
- Baujahr: 1993
- Bauart: Vollholzbrücke
Nach der überraschenden Sperrung und dem Abriss der Wuhlheide-Brücke im vergangenen Jahr ist nun das nächste Brückenbauwerk in Köpenick betroffen. Die Dimensionen sind deutlich kleiner. Aber die Promenadenwegbrücke in Köpenick bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Die Brücke führt südlich der Friedrichshagener Straße über die Alte Erpe und verbindet Wege im Grünzug mit dem Uferweg sowie der Parkanlage am Platz des 23. April.
Nach Angaben der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat sich der Zustand des Bauwerks deutlich verschlechtert. Die Vollholzbrücke stammt aus dem Jahr 1993. Sie ist damit rund 33 Jahre alt.
Köpenick: Sperrung nach Sonderprüfung an der Brücke
Auslöser der Sperrung war eine Bauwerksprüfung. Auf dem Aushang vor Ort heißt es, der Zustand habe sich gegenüber der letzten Prüfung im Sommer 2025 unerwartet und stark verschlechtert. Bei einer Sonderprüfung am 15. Juni 2026 stellten Fachleute fest, dass die Tragkonstruktion aus drei massiven Längsträgern im Auflagerbereich weitgehend zerstört ist. Die Tragfähigkeit lasse sich nicht mehr nachweisen.
Zunächst stand an der Promenadenwegbrücke nur ein einfacher rot-weißer Bauzaun. Dieser reichte offenbar nicht aus. Immer wieder schoben Passanten die Absperrung zur Seite und gingen trotzdem über die gesperrte Brücke.
Seit Freitag zeigt sich die Lage deutlich verändert: Die Absperrung beginnt nun großflächiger bereits am Parkeingang an der Friedrichshagener Straße. Zusätzlich wurden Querbalken an der Brücke entfernt, um das Betreten weiter zu erschweren.

Trotz Sperrung bleibt die Brücke in Köpenick aus dem Park heraus sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Gesperrte Brücke in Köpenick: Umweg über Linden- und Bahnhofstraße
Der direkte Weg durch den Park ist damit unterbrochen. Wer zum Uferweg oder zur südwestlich gelegenen Parkanlage am Platz des 23. April will, muss derzeit den Umweg über Lindenstraße und Bahnhofstraße nehmen. Die Senatsverwaltung kündigte eine Hinweisbeschilderung an.
Vor Ort zeigt sich dennoch, dass die Sperrung nicht alle abhält. Einzelne Personen klettern über Absperrungen oder balancieren über Teile der Brückenkonstruktion, um wenige Minuten Umweg zu vermeiden. Die Schäden liegen jedoch nicht offen sichtbar auf der Gehfläche. Gerade der zerstörte Auflagerbereich der Längsträger macht die Brücke nach Angaben der Verwaltung gefährlich.
Wann die Verbindung wieder genutzt werden kann, ist derzeit offen. Nach Angaben der Senatsverwaltung deutet der festgestellte Bauwerkszustand darauf hin, dass ein Ersatzneubau wahrscheinlicher ist als eine einfache Reparatur. Für Fußgänger und Radfahrende in Köpenick bleibt der kurze Weg durch das ehemalige Mecki-Dorf damit nicht passierbar.
Promenadenwegbrücke in Köpenick
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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