Auf dem Breslauer Platz in Friedenau sollen noch in diesem Jahr drei neue Rot-Eschen gepflanzt werden. Nach den früheren Baumfällungen war eine Nachpflanzung wegen unterirdischer Leitungen zunächst nicht möglich. Nun ist der Weg frei.

Breslauer Platz in Friedenau mit Rathaus und Bäumen im Bereich der Platzfläche.

Auf dem Breslauer Platz in Friedenau sollen drei neue Rot-Eschen gepflanzt werden. / © Foto: Wikimedia Commons, IgorCalzone1, CC BY-SA 4.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, IgorCalzone1, CC BY-SA 4.0

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Noch vor Jahresende soll der Breslauer Platz in Friedenau drei neue Straßenbäume bekommen. Geplant sind Rot-Eschen, die im Rahmen der Berliner Stadtbaumkampagne in die vorhandenen Baumscheiben gepflanzt werden. Die robuste Baumart eignet sich nach Angaben des Bezirks besonders für den Straßenraum und kann bis zu 15 Meter hoch werden.

Die Nachpflanzung war lange nicht möglich. Nach dem tragischen Sturz eines Baumes und der Fällung von zwei weiteren Bäumen hatten Untersuchungen ergeben, dass unter den Standorten Gasleitungen verlaufen. Inzwischen wurde eine neue Leitung verlegt. Die NBB-Netzgesellschaft hat deshalb einer erneuten Bepflanzung zugestimmt.

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Breslauer Platz: Hochbeete werden im September abgebaut

Damit die neuen Bäume genügend Platz für ihre Entwicklung haben, sollen die bestehenden Hochbeete im September entfernt werden. So sollen unter anderem die Stämme besser kontrolliert werden können. Bereits 2023 hatte der Bezirk vier weitere Bäume auf dem Breslauer Platz gepflanzt.

Die neuen Bäume sind Teil der Berliner Stadtbaumkampagne. Das Programm soll zusätzliche Straßenbäume in der Stadt ermöglichen und wird vom Land Berlin gemeinsam mit den Bezirken umgesetzt. Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden kommt Stadtbäumen eine wichtige Rolle bei der Klimaanpassung zu.

Ansicht des Breslauer Platzes in Friedenau mit Marktständen.

Nach den Baumfällungen auf dem Breslauer Platz sind neue Pflanzungen möglich. / © Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0

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Berliner Stadtbaumkampagne nicht ohne Kritik

Allerdings steht bei der Stadtbaumkampagne nicht nur die Zahl der gepflanzten Bäume im Mittelpunkt. Entscheidend ist auch, ob die Bäume ausreichend Wurzelraum, Wasser und Pflege bekommen. Zuletzt hatte etwa Charlottenburg-Wilmersdorf angekündigt, sich ab 2027 nicht mehr an der Kampagne beteiligen zu wollen. Der Bezirk kritisiert unter anderem die Bedingungen für den Wurzelraum neuer Straßenbäume und kündigte an, die geplanten 225 Bäume 2027 dennoch zu pflanzen – allerdings nach eigenen, strengeren Vorgaben für den Wurzelraum.

Auf dem Breslauer Platz sind die Voraussetzungen nun zumindest für drei weitere Pflanzungen geschaffen. Die Rot-Eschen sollen künftig für mehr Schatten sorgen und die Aufenthaltsqualität auf dem Platz verbessern. Ob sie sich dauerhaft etablieren, wird jedoch auch von den Bedingungen am Standort und der späteren Pflege abhängen.

Breslauer Platz

Quellen: Senatsverwaltung fürMobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

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