Am Breitscheidplatz beginnt ein ungewöhnlicher Sommer: Zwischen Bauzäunen und Sanierungsplänen entsteht ein temporärer Begegnungsort. Die „Schaustelle“ soll die City West während der Umbauphase neu beleben und über die anstehenden Arbeiten informieren.

Europas größte mobile Rollschuhbahn kommt an den Breitscheidplatz. SIe umfasst 600 Quadratmeter und lädt Menschen aller Altersgruppen zum Rollschuhfahren ein.

Europas größte mobile Rollschuhbahn kommt an den Breitscheidplatz. Sie umfasst 600 Quadratmeter und will Menschen aller Altersgruppen zum Rollschuhfahren einladen. / © Foto: Eckel Presse & PR GmbH

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / KI (exemplarische Darstellung)

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Der Breitscheidplatz steht vor einem längeren Umbauprozess. Rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche laufen Vorbereitungen für die anstehende Sanierung, zugleich werden erste Maßnahmen zur Neuordnung des Platzes und zur künftigen Verkehrs- und Sicherheitsgestaltung umgesetzt. Bauarbeiten, Gerüste und technische Eingriffe prägen damit zunehmend das Umfeld in der City West.

Mit der „Schaustelle“ lädt das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf vom 1. Mai bis Ende Oktober 2026 täglich zu einem offenen Aufenthalt auf dem Breitscheidplatz und entlang der Budapester Straße ein. Die Idee: Während der Bauarbeiten soll der Platz nicht an Aufenthaltsqualität verlieren.

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  • Zeitraum: 1. Mai bis 30. Oktober 2026
  • Ort: Budapester Straße und Breitscheidplatz, 10789 Berlin
  • Flächen: 600 m² Rollschuhbahn, rund 180 m² Gastronomie, rund 100 m² Info-Zelt
  • Gastronomische Angebote: Eis-Stand, Crêpes, Süßigkeiten, Grill, Cocktails, Bierbar

Neue „Schaustelle“ an der Budapester Straße startet im Mai

Unter dem Motto „Sehen und gesehen werden“ erstreckt sich die Anlage über etwa 150 Meter und gliedert sich in mehrere Bereiche. Zentraler Anziehungspunkt ist eine mobile Rollschuhbahn mit 600 Quadratmetern Fläche. Sie gilt als eine der größten ihrer Art in Europa und kann kostenfrei genutzt werden; lediglich Leihgebühren für Rollschuhe fallen an. Ergänzt wird das Angebot durch eine Food-Meile sowie ein Informationszelt, in dem die Stiftung der Gedächtniskirche ihre Planungen präsentiert.

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger sieht darin eine Reaktion auf die aktuellen Einschränkungen: Der Standort solle trotz Bauarbeiten als Ort der Begegnung erhalten bleiben. „Für uns ist der Breitscheidplatz so etwas wie die gute Stube, in der wir gerne Gäste empfangen. Wir freuen uns, erstmals auch in den Sommermonaten Gastgeber für alle Berliner und Touristen in der City West sein zu dürfen“, erklärt Veranstalter Michael Roden in einer Pressemitteilung.

Sanierung des Glockenturms startet 2026: Gedächtniskirche wird instand gesetzt

Parallel zur „Schaustelle“ laufen umfangreiche Vorbereitungen für die Sanierung des Glockenturms der Gedächtniskirche. Der von Egon Eiermann entworfene Bau ist seit Jahren eingerüstet. Ab 2026 sollen die Betonelemente einzeln untersucht und instand gesetzt werden. Die Kosten liegen bei rund sieben Millionen Euro.

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Die Maßnahmen sind Teil eines größeren Programms: Insgesamt acht Bauabschnitte betreffen das gesamte Ensemble, von der Kapelle bis zur barrierefreien Erschließung. Auch die historische Turmruine soll künftig stärker zugänglich gemacht werden.

Der Glockenturm der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche soll umfassend saniert werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Terrorschutz: Breitscheidplatz erhält umfassendes Sicherheitskonzept

Gleichzeitig startet ein langfristiger Umbau des Breitscheidplatzes selbst. Erste Leitungsarbeiten in der Tauentzienstraße und der Rankestraße markieren seit April 2026 den Auftakt. Hintergrund ist ein Sicherheitskonzept, das nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz 2016 entwickelt wurde.

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Die bislang provisorischen Absperrungen sollen schrittweise durch dauerhafte, gestalterisch integrierte Lösungen ersetzt werden. Geplant sind unter anderem neue Poller, Hochbeete und angepasste Zufahrten. Der erste Bauabschnitt konzentriert sich auf die Südseite des Platzes und ist mit mehr als elf Millionen Euro veranschlagt.

Poller am Breitscheidplatz sollen für mehr Sicherheit sorgen.

Seit dem Anschlag 2016 prägen provisorische Sicherheitsmaßnahmen das Bild des Platzes, die nun schrittweise durch dauerhafte, städtebaulich integrierte Lösungen ersetzt werden sollen. / © Foto: depositphotos.com

Quellen: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf 

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