Die Brücke am Breitenbachplatz in Berlin-Dahlem war lange ein Symbol des Stillstands der Berliner Verkehrsplanung. Nach juristischen Komplikationen musste der Abriss neu ausgeschrieben werden, mehrfach verzögerte sich der Beginn der Abrissarbeiten. Nun aber haben erste Bautätigkeiten begonnen.

Der Straßenbelag der maroden Autobahnbrücke am Breitenbachplatz wird abgefräst, im Frühjahr soll der Rückbau beginnen und bis 2027 abgeschlossen werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Der geplante Brückenabriss am Breitenbachplatzes in Berlin-Dahlem war im vergangenen Jahr immer wieder ins Stocken geraten. Obwohl der Rückbau der maroden Autobahnbrücke bereits 2024 vergeben wurde, verzögerte sich der Baubeginn wegen eines Rechtsstreits zwischen Senatsverwaltung und dem beauftragten Unternehmen.
Der Vertrag wurde gekündigt, die Leistungen mussten vollständig neu ausgeschrieben werden. Vorbereitende Arbeiten waren zuletzt für Ende 2025 geplant, der eigentliche Abriss soll Anfang 2026 beginnen und rund 13 Monate dauern – frühestens 2027 könnte die Brücke verschwunden sein.
Breitenbachplatz: Die ersten Bauarbeiten an der maroden Autobahnbrücke haben begonnen
Lange mussten Anwohnerinnen und Anwohner darauf warten, dass die Autobahnbrücke, die seit Jahren nicht mehr genutzt wird, endlich abgetragen werden kann. Aber, man höre und staune, in dieser Woche haben nun tatsächlich die ersten Bauarbeiten am maroden Brückenbauwerk begonnen, welches den Breitenbachplatz in zwei Teile schneidet.
Nach Angaben der Senatsverkehrsverwaltung finden derzeit erste technische Vorarbeiten am Bauwerk statt. Dazu zählen sogenannte „Leichterungs- und Fräsarbeiten“, bei denen die oberen Asphaltschichten sowie bestehende Abdichtungen abgetragen werden.
Dahlem: An der Autobahnbrücke werden die Vorbereitungen für den Abriss getroffen
Diese Maßnahmen dienen dazu, die Brücke für den eigentlichen Abriss vorzubereiten. Parallel dazu bereitet die Verwaltung eine neue Ausschreibung für die umfangreichen Rückbauarbeiten vor, die noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll, wie eine Sprecherin von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) mitteilt.
Die aktuell laufenden Vorarbeiten wurden laut Tagesspiegel bereits gesondert vergeben und befinden sich in Umsetzung. Unklar bleibt indes weiterhin die Zukunft der Brückenpfeiler, die zunächst stehen bleiben sollen.
Die Autobahnpfeiler bleiben am Breitenbachplatz vorerst stehen, ein Gesamtkonzept fehlt bislang
Ein ausstehendes Verkehrsgutachten soll über ihren weiteren Umgang entscheiden, doch widersprüchliche Aussagen aus der Politik nähren Zweifel, ob ein späterer Neubau wirklich ausgeschlossen ist.
Während ein städtebauliches Gesamtkonzept fehlt, hat sich die Bürgerinitiative Breitenbachplatz nach 13 Jahren aufgelöst. Visualisierungen des Büros Patzschke zeigen, welches Potenzial der Platz hätte – sofern der politische Wille vorhanden ist.
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Berliner Morgenpost, Patzschke Planungsgesellschaft mbH
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Man könnte aus diesem post-apokalpytischen Schandfleck der autogerechten Stadtplanung wirklich etwas großartiges schaffen. Viel ungenutzter Raum und viel Beton, der zu Wohn – und Grünfläche werden könnte. Aber stattdessen hält man sich krampfhaft an der Autoinfrastruktur fest und will mittlerweile über 50 Millionen Euro für die Renovierung des Schlangenbader Tunnels verschwenden. Für ein Verkehrsmittel, dass berlinweit grade mal für 20% der Wege genutzt wird.
Wozu? Damit man noch mehr Verkehr über den Breitenbachplatz und in und durch die dicht besidelten Wohngebiete im eh schon belasteten, grünflächenarmen und lauten Steglitz spült und damit, wenn auf der A100 Stau ist, man den Überlauf am Breitenbachplatz genießen darf?
Man sollte stattdessen lieber ein anständiges Verkehrskonzept für den Gebiete um den Breitenbachplatz und rund um die ehemalige A104 entwickeln (und für ganz Berlin, natürlich)
Der Verkehr, der durch die Schlange fließt ist in erster Linie Durchgangsverkehr und kein Quell- oder Zielverkehr – super Grundlage für einen Kiezblock.