In der Borsigstraße in Mitte läuft der Rohbau für 19 neue Wohnungen. Heimstaden verdichtet einen bestehenden Innenhof und plant die Fertigstellung 2027.

Von der Borsigstraße aus weist vor allem der Baukran auf das Wohnungsbauprojekt im rückwärtigen Innenhof hin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Mitten in einer dicht bebauten Häuserzeile in Berlin-Mitte entsteht derzeit ein Wohnhaus, das von der Straße aus nur teilweise zu erkennen ist. Erst der Baukran und die abgesperrte Zufahrt verraten, dass sich hinter den Bestandsgebäuden an der Borsigstraße eine größere Baustelle befindet. Im Innenhof hat der Neubau inzwischen deutlich Gestalt angenommen.
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Borsigstraße, 10115 Berlin
- Projektstatus: Im Bau
- Wohnungen: 19 Mietwohnungen
- Geplante Fertigstellung: Ende 2027
Im Hof stehen bereits Teile der Tragstruktur des Neubaus. Schalungen, Bewehrungsstahl und frisch hergestellte Betonbauteile prägen die Baustelle. Gleichzeitig lagern Baumaterialien auf der begrenzten Hoffläche. Zur Borsigstraße hin organisiert das Bauunternehmen die Arbeiten über eine schmale Zufahrt; dort steht auch der Turmdrehkran, der den weitgehend abgeschlossenen Blockrand überragt.
Damit folgt die Baustelle grundsätzlich dem Zeitplan, den Heimstaden Anfang Februar vorgestellt hatte. Dieser sah Erdarbeiten im ersten Halbjahr und Rohbauarbeiten vom ersten bis in das dritte Quartal 2026 vor. Anschließend sollen Innenausbau und weitere Gewerke folgen. Für das Bauende nennt die damalige Planung das vierte Quartal 2027.

So soll der Neubau in der Borsigstraße in Mitte nach der Fertigstellung aussehen. Im begrünten Innenhof entstehen 19 neue Wohnungen in einem L-förmigen Gebäude mit Laubengängen. / © Visualisierung: Heimstaden
Borsigstraße in Mitte: 19 Wohnungen auf nur 1.184 Quadratmetern
Das Projekt ist kompakter als viele andere Wohnungsbauvorhaben in Berlin-Mitte, nutzt den vorhandenen Hof aber intensiv. Heimstaden plant 19 Mietwohnungen mit zusammen rund 1.184 Quadratmetern Wohnfläche. Zehn Wohnungen sollen barrierefrei ausgeführt werden. Die Wohnungsgrößen reichen von rund 44 bis knapp 117 Quadratmetern. Zwei größere Einheiten im obersten Geschoss kommen auf rund 99 beziehungsweise 102 Quadratmeter.
Der Neubau erhält eine L-förmige Grundstruktur und mehrere Laubengänge. Visualisierungen zeigen ein mehrgeschossiges Gebäude, dessen Erschließung hofseitig über umlaufende Gänge und offene Treppen erfolgt. Trotz der engen Baustelle stehen große Bäume weiterhin unmittelbar neben dem Neubau. Heimstaden hatte bereits bei Erteilung der Baugenehmigung angekündigt, möglichst viel vorhandenen Baumbestand zu erhalten und zusätzliche Bäume zu pflanzen. Auch neue Kinderspielflächen sollen später allen Bewohnerinnen und Bewohnern des Hofes offenstehen.

Im Innenhof an der Borsigstraße in Mitte wächst der Rohbau für 19 neue Wohnungen. Teile der Betonkonstruktion und der künftigen Geschosse sind bereits sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Wohnungsbau in Mitte mit modernster Technik
Heimstaden verbindet die Nachverdichtung mit mehreren modernen Techniken. Vorgesehen sind eine Photovoltaikanlage und ein begrüntes Flachdach, das zugleich Regenwasser zurückhalten soll. Die Wärmeversorgung soll über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe erfolgen; eine thermische Solaranlage soll die Warmwasserbereitung unterstützen.
Das Unternehmen verfolgt damit einen ähnlichen Ansatz wie bei weiteren Neubauten auf eigenen Grundstücken. Zuletzt hatte Heimstaden am Spandauer Damm 85 neue Mietwohnungen fertiggestellt.
Borsigstraße: 19 neue Wohnungen
Quellen: Heimstaden Deutschland
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