Die Stadt Frankfurt am Main sucht einen neuen Betreiber für die Gastronomie im Bolongaropalast in Höchst. Das denkmalgeschützte Ensemble soll nach der laufenden Sanierung zu einem kulturellen und kulinarischen Treffpunkt im Frankfurter Westen werden.
© Titelbild: Wikimedia Commons, Eva K.-FAL
Die Stadt Frankfurt am Main treibt die Neuausrichtung des historischen Bolongaropalast in Höchst weiter voran. Während die umfassende Sanierung des zwischen 1772 und 1774 errichteten Gebäudes bereits läuft, hat die Stadt nun das Vergabeverfahren für die künftige Gastronomie gestartet.
Gesucht wird ein Betreiber, der das kulinarische Angebot nicht nur wirtschaftlich trägt, sondern auch in das geplante Nutzungskonzept eines offenen Kultur- und Bürgerzentrums einbindet.
Bolongaropalast: Sanierung und neue Nutzungsperspektiven
Im Zuge der denkmalgerechten Instandsetzung werden derzeit die technische Infrastruktur erneuert, bauliche Schäden behoben und das Gebäude barrierefrei erschlossen. Parallel dazu entwickelt die Stadt ein neues Gesamtkonzept, das den Palast langfristig als kulturellen Mittelpunkt im Frankfurter Westen etablieren soll. Neben Museumsflächen, Veranstaltungsräumen und einem Musiksaal ist auch eine öffentlich zugängliche Gastronomie mit Außenbereich im historischen Garten vorgesehen.
Oberbürgermeister Mike Josef betont die Bedeutung des Projekts für den Stadtteil Höchst. „Mit seiner Sanierung schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass der Palast wieder zu einem lebendigen Mittelpunkt des öffentlichen Lebens wird“, teilt er mit. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um einen klassischen Restaurantbetrieb, sondern um ein gastronomisches Konzept, das Kultur und Begegnung mitdenke.

Der Bolongaropalast in Frankfurt-Höchst ist ein im 18. Jahrhundert errichtetes, denkmalgeschütztes Barockgebäude und zählt zu den bedeutenden historischen Bauwerken der Stadt. / © Foto: Wikimedia Commons, Dguendel, CC BY 3.0
Betreiber gesucht: Gastronomie als verbindendes Element
Die ausgeschriebene Konzession umfasst Betrieb, Management und Weiterentwicklung der künftigen Gastronomie. Erwartet werden Konzepte, die sich in die kulturellen Nutzungen des Hauses integrieren und zugleich nachhaltige sowie wirtschaftlich tragfähige Ansätze verfolgen. Neben Qualität und Preisgestaltung spielen auch Investitionen, Marketingstrategien und Nachhaltigkeitsaspekte eine Rolle im Auswahlverfahren.
Adressiert werden erfahrene Gastronomiebetriebe, die bereits vergleichbare Projekte im Bereich Gastronomie und Veranstaltungscatering umgesetzt haben. Die Vertragslaufzeit ist auf zehn Jahre angelegt und soll voraussichtlich im Februar 2027 beginnen.
Ein Ort im Wandel: Bolongarogarten wird ebenfalls erneuert
Parallel zur Palastsanierung wird auch der angrenzende Bolongarogarten abschnittsweise erneuert. Die Arbeiten an Wegen, Brunnenanlagen und historischen Strukturen sollen den gesamten Komplex wieder stärker als zusammenhängenden öffentlichen Raum erlebbar machen.
Ziel ist es, das Ensemble bis zum Sommer 2027 fertigzustellen und als neuen Anziehungspunkt im Frankfurter Westen zu etablieren.
Quellen: Stadt Frankfurt am Main
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