Der Bötzow-Campus an der Prenzlauer Allee ist weiter, als es viele Darstellungen vermuten lassen. Große Teile des Areals sind bereits fertiggestellt, genutzt und in den Stadtraum eingebunden. Aus dem ehemaligen Brauereigelände ist Schritt für Schritt ein funktionierendes Quartier entstanden.

Bötzow-Campus an der Prenzlauer Allee

Das Gelände zwischen Prenzlauer Allee, Metzer Straße und Saarbrücker Straße liegt nur wenige Gehminuten vom Alexanderplatz entfernt und wird nach jahrzehntelangem Leerstand schrittweise zu einem urbanen Quartier mit vielfältiger Nutzung entwickelt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Der Bötzow-Campus an der Prenzlauer Allee befindet sich seit Jahren im Wandel. Was häufig noch als langfristiges Entwicklungsprojekt beschrieben wird, ist in weiten Teilen bereits umgesetzt. Zahlreiche historische Gebäude wurden saniert, mehrere Neubauten fertiggestellt und erste Nutzungen haben den Betrieb aufgenommen.

Zu diesen zählen auch öffentlich zugängliche Angebote. Seit 2023 ist auf dem Areal ein Fitnessstudio der Marke John Reed in Betrieb. Zudem eröffnete im Juli 2024 auf dem Gelände der ehemaligen Bötzow-Brauerei ein Augustiner-Biergarten, der an die historische Nutzung des Standorts anknüpft. Damit sind zentrale Elemente des ursprünglich vorgesehenen Nutzungsmixes bereits realisiert.

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Neubauten auf dem Bötzow-Campus: Zwei fertiggestellt, ein Bauabschnitt neu konzipiert

Bötzow-Areal in Prenzlauer Berg

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Im Masterplan waren ursprünglich vier Neubauten vorgesehen. Nach heutigem Stand sind zwei dieser Gebäude errichtet. Ein weiterer Baukörper befindet sich weiterhin in der Planung, während ein ursprünglich geplanter Neubau offenbar durch ein verändertes Konzept ersetzt wurde.

So ist an der Stelle eines in frühen Visualisierungen vorgesehenen Baukörpers inzwischen ein Holzbau entstanden. Die bauliche Anpassung verändert die Erscheinung an dieser Stelle, folgt jedoch weiterhin dem übergeordneten städtebaulichen Ansatz des Campus.

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Freiräume und Masterplan: Öffentliche Plätze als Teil der Campus-Entwicklung in Prenzlauer Berg

Bötzow-Areal Prenzlauer Berg

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Neben den Gebäuden wurden auch Freiflächen in die Entwicklung einbezogen. Ein zentraler Platz mit Baumbepflanzung ist bereits angelegt und verbindet mehrere Gebäudeteile miteinander. Er entspricht den planerischen Vorgaben, öffentliche Räume als verbindendes Element innerhalb des Areals zu schaffen.

Die Grundlage dafür bildet ein langjähriger Planungsprozess. Nach der Wiedervereinigung wechselte das Gelände mehrfach den Eigentümer, unterschiedliche Nutzungsideen, darunter Einzelhandel, Dienstleistungszentren oder Wohnbebauung, wurden diskutiert, jedoch nicht umgesetzt. Erst mit dem Erwerb durch Unternehmer Hans Georg Näder im Jahr 2010 erhielt die Entwicklung eine konkrete Perspektive. Der 2014 gemeinsam mit dem Architekten David Chipperfield vorgestellte Masterplan sieht die schrittweise Sanierung der historischen Bauten sowie ergänzende Neubauten vor.

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Autofreier Bötzow-Campus: Mobilitätskonzept mit Auto- und Fahrradparkhaus an der Prenzlauer Allee

Bötzow-Areal Prenzlauer Berg

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Ein weiteres Ziel der Planung ist es, den Campus weitgehend autofrei zu organisieren. Dafür wurde ein kombiniertes Auto- und Fahrradparkhaus errichtet, in dem der ruhende Verkehr gebündelt wird. Die inneren Wege des Areals bleiben damit überwiegend dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten.

Diese Verkehrsorganisation soll dazu beitragen, die Nutzung des Campus zu ermöglichen, ohne zusätzliche Belastungen für die angrenzenden Wohnstraßen zu erzeugen.

Historische Bötzow-Brauerei: Denkmalgeschützter Bestand als Arbeitsstandort

Bötzow-Areal an der Prenzlauer Allee

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Der Campus entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Bötzow-Brauerei, die bis 1945 zu den größten Privatbrauereien Berlins zählte. Große Teile der denkmalgeschützten Substanz wurden erhalten und in neue Nutzungen integriert.

Bereits seit 2018 nutzen Unternehmen wie Ottobock und Sartorius sanierte Altbauten für Forschung, Entwicklung und Verwaltung. Damit ist der Bötzow-Campus trotz noch laufender Bauabschnitte schon heute ein funktionierender Arbeitsstandort.

Baufortschritt am Bötzow-Campus: Rund 80 Prozent des Quartiers bereits realisiert

Bötzow-Areal in Prenzlauer Berg

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Auch wenn einzelne Gebäude und Nutzungen noch ausstehen, gilt der Campus in seiner Grundstruktur als weitgehend abgeschlossen. Rund 80 Prozent des Gesamtprojekts sind nach aktuellem Stand realisiert. Der Charakter des Quartiers ist damit bereits klar erkennbar.

Die weitere Entwicklung beschränkt sich auf einzelne Bauabschnitte und Ergänzungen. Der Bötzow-Campus entsteht somit nicht erst in der Zukunft, sondern ist in großen Teilen bereits Teil des städtischen Alltags.

Bötzow-Areal in Prenzlauer Berg

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Ottobock SE & Co. KGaA, Bötzow Berlin GmbH & Co. KG, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost, Augustiner

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4 Kommentare

  1. M.Hillen 6. Januar 2026 at 21:08 - Reply

    Biergarten ist immer schön. Aber die Architektur der Neubauten drumherum ist potthäßlich und hat mit Berlin nichts zu tun.. Ist ein Fremdkörper im Kiez, der hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft wieder abgestoßen wird…
    Wie schafft man es nur, so häßliche Architektur in so einem schönen Kiez zu realisieren? Primitv und monoton, in der Formensprache einfach nur fremd, dumm und stupide. Architektur hat was mit Kunst zu tun. Mit Geschmack, mit Sinn für Proportionen, Rythmus, Form usw… Mit Sinn für Ästhetik. Und mit Einfühlung in den Ort/ Umgebung. Mein Gott, es macht mich einfach nur fassungslos, was da Dummes hingeklotzt und was in dieser Premiumlage an Chancen vermasselt wurde mit dieser stupiden, abstoßenden und hässlichen Architektur. Ein schöner Kiez ist architektonisch vergewaltigt worden. So habe ich es vor Ort empfunden, als ich im November den Biergarten besucht hatte…

    • Franz 9. Januar 2026 at 14:56 - Reply

      Ich finde das Dazugebaute besser als so manches andere in Berlin

  2. harry42 7. Januar 2026 at 11:36 - Reply

    „So ist an der Stelle eines in frühen Visualisierungen vorgesehenen Baukörpers inzwischen ein Holzbau entstanden.“
    Meine Eltern hatten früher im Garten auch einen Holzbau, wir nannten ihn Schuppen, war gut für Fahrräder und Gartengeräte.

  3. Andrea Hüber 16. April 2026 at 12:12 - Reply

    und mich nerven 11 jahre baustelle. halte es nicht mehr aus. wohne seit 86 da und jetzt ist es ein albtraum

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