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An der Binger Straße in Berlin-Wilmersdorf, unweit des Heidelberger Platzes, wird ein Wohnblock aus den 1960er-Jahren grundlegend saniert und modernisiert. Mit Dachgeschossausbau und Neubau entsteht neuer Wohnraum, in direkter Nachbarschaft zum Großprojekt „GoWest“.

Nach Jahrzehnten ohne Modernisierung wird ein Wohnhaus aus den 1960er-Jahren in der Binger Straße umfassend instand gesetzt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

 

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Eines der größten Bauvorhaben im Berliner Südwesten ist das Gewerbeprojekt „GoWest“ an der Forckenbeckstraße in Schmargendorf, Teil des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Areal befindet sich wenige hundert Meter südwestlich des Heidelberger Platzes und soll das Quartier in den kommenden Jahren neu definieren.

Das rund 185.000 Quadratmeter große Gelände ist vollständig für eine gewerbliche Nutzung vorgesehen. Wohnnutzung ist nicht Teil des Konzepts – stattdessen entstehen Flächen für Büros, Gastronomie, Veranstaltungsorte und einen modernen Handwerkerhof. Seit dem Aushub der Baugruben im Jahr 2022 schreiten die Arbeiten zügig voran.

Zahlreiche Bestandsgebäude aus den 1950er- und 1960er-Jahren wurden inzwischen zurückgebaut und durch Neubauten ersetzt. Bis zur Schließung der Fabrik vor rund zehn Jahren verließen jährlich rund 16 Milliarden Zigaretten das Gelände im Südwesten Berlins.

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Heidelberger Platz in Wilmersdorf: Zahlreiche Beispiele für Architektur der 1960er Jahre

Das einstige Reemtsma-Areal ist nicht das einzige Beispiel für noch bestehende Architektur aus den Nachkriegsjahrzehnten im Bereich rund um den Heidelberger Platz. Viele Straßenzüge wurden im Zuge der Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs zerstört, das dicht besiedelte Areal bot eine ideale Angriffsfläche für die alliierten Streitkräfte.

Nach Ende des Krieges wurden einige der historischen, zerstörten Wohnhäuser saniert und wieder aufgebaut, an anderer Stelle wurden Neubauten errichtet, die zum Teil bis heute Bestand haben. Ein solcher Wohnblock steht auch am Kreuzungsbereich Mecklenburgische Straße / Binger Straße, quasi direkt gegenüber vom laufenden Bauprojekt „GoWest“ und nur wenige Fußminuten vom Heidelberger Platz entfernt.

Binger Straße am Heidelberger Platz: Sanierung eines Wohnhauses aus den 1960er Jahren

Das dortige Wohnhaus, errichtet in den 1960er Jahren, ist längst in die Jahre gekommen und mittlerweile schwer sanierungsbedürftig. Die Wohnanlage grenzt direkt an ein noch bestehendes Wohnhaus aus den 1920er Jahren an, das Ende der 1990er Jahre saniert worden war. Die Wohnanlage aus den 60er Jahren hingegen wartet schon deutlich länger auf eine Modernisierung.

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Diese erfolgt nun allerdings, inklusive Neubau und Dachgeschossaufstockung. Die Wohnanlage hatte zuletzt im Juli 2024 Schlagzeilen gemacht, als aufgrund eines Wasserschadens alle Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnblocks evakuiert werden mussten. So berichtete es damals die Berliner Morgenpost.

Wilmersdorf: Wohnblock wird aufgestockt und durch Neubau ergänzt

Im Zuge des Vorfalls wurde der Modernisierungsbedarf im Wohnblock noch einmal mehr als deutlich, auch ein Statiker musste die Standfestigkeit des Gebäudes prüfen, bevor die Mietparteien in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Nun läuft die Sanierung in und an den Gebäuden auf Hochtouren, auch ein Neubau soll das Ensemble ergänzen.

Dieser Neubau entsteht direkt an der Mecklenburgischen Straße und schließt dort eine Baulücke, die bislang die Wohnblöcke getrennt hatte. Somit wird der Blockrand geschlossen, neue Wohnungen werden realisiert. Zudem wird auf einem Teil der bestehenden Wohnhäuser eine zusätzliche Dachgeschoss-Etage aufgesetzt, um auch dort noch zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Die Sanierung des Wohnblocks samt Ergänzung durch Neubau und Aufstockung soll nach aktuellem Plan im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

 

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Quellen: Bruns Architekt, Architektur Urbanistik Berlin, Berliner Morgenpost

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4 Kommentare

  1. Bürschel, Bärbel 4. September 2025 at 10:47 - Reply

    Ja, riesen Baustelle, allerdings haben die Mieter keine Parkplätze mehr, es sind jetzt schon zu wenige Parkplätze in der Umgebung. Und Bewohner die nicht mehr gut zu Fuß sind, die Verlierer dabei.

    • Schmargendorfer 4. September 2025 at 12:10 - Reply

      Wenn die Leute, die gut zu Fuß wären, Öffis oder Fahrrad nutzen würden, dann hätte man das Problem nicht. Ist sowieso fragwürdig, warum man direkt am S-Bahn Ring, wo auch noch die U-Bahn kreuzt in mehrere Busse fahren ein Auto braucht.

  2. Bettina 4. September 2025 at 12:57 - Reply

    Busstation vor der Haustür, S und U-Bahn in unmittelbarer Nähe zugl. Taxistand am Heidelberger Platz. Selbst Schichtarbeiter kommen dort hervorragend weg.
    Wer muss dort einen PKW vorhalten?

  3. Elfriede 4. September 2025 at 19:52 - Reply

    Also nee, was ist das denn für eine Debatte? Es ist ja wohl jedem selbst überlassen mit welchem Verkehrsmittel man sich bewegen möchte. Wer ein Problem mit Autos hat, kann auch gern ländlich ziehen. Ist auch insgesamt viel gesünder und unter Umständen lebensverlängernd. Immer diese Anmaßung, einfach unverschämt.

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