An den U-Bahnhöfen Blissestraße und Güntzelstraße wird jahrelang gebaut. Die BVG nennt neue Termine und Gründe für die langen Bauzeiten.

Fahrgäste auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Blissestraße in Berlin-Wilmersdorf. Die Station der U7 wird seit Jahren bei laufendem Betrieb saniert und schrittweise barrierefrei ausgebaut.

Der U-Bahnhof Blissestraße (hier im Jahr 2011) gehört zu den größten Dauerbaustellen im Berliner U-Bahnnetz. Die Bauarbeiten erfolgen abschnittsweise, damit der Betrieb der U7 weiterlaufen kann. / © Foto: Wikimedia Commons, IngolfBLN, CC BY-SA 2.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, IngolfBLN, CC BY-SA 2.0

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An zwei U-Bahnhöfen in Wilmersdorf müssen Fahrgäste weiter mit gesperrten Zugängen, Bauzäunen und Umwegen leben. Während die Arbeiten an der Blissestraße bereits seit fast einem Jahrzehnt laufen, reicht der aktuelle Zeitplan für die Güntzelstraße bis zum Ende des Jahres 2029.

U-Bahnhof Blissestraße: Mehrere Treppen und Schalterhallen werden saniert

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Adresse: Berliner Straße / Blissestraße
  • U-Bahn-Linie: U7
  • Baubeginn: Mai 2017
  • Fertigstellung: Noch kein abschließender Termin

Am U-Bahnhof Blissestraße begann die BVG im Mai 2017 zunächst mit dem barrierefreien Ausbau und der Sanierung der Innentreppen. Sie ließ ein Blindenleitsystem verlegen und einen Aufzug errichten, der am 1. November 2018 in Betrieb ging. Ende Dezember 2018 schloss die BVG diesen ersten Teil der Arbeiten ab. Für den barrierefreien Umbau nannte das Unternehmen damals Kosten von rund drei Millionen Euro.

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Parallel dazu begann im März 2018 die Instandsetzung der Außentreppen. Die Ausgänge I/1 und I/2 waren im Februar 2019 fertig, Ausgang II/2 folgte im Dezember 2020. Die Arbeiten am Ausgang II/1 endeten erst im Juli 2023. Anschließend konzentrierte sich die BVG auf die beiden Schalterhallen. Den Fahrgastbereich der Schalterhalle II öffnete sie im Januar 2025 wieder.

U Blissestraße: Fertigstellung von BVG nicht terminiert

In der Schalterhalle I laufen die Arbeiten dagegen weiter. Dort setzt die BVG Betonbauteile instand, ersetzt Abwasserleitungen und baut eine neue Lüftungsanlage ein. Außerdem reißt sie den Ausgang I/3 ab und errichtet ihn neu.

Unvorhergesehene Zusatzarbeiten an der Leitungsinfrastruktur haben den Zeitplan inzwischen erneut verschoben. Der Ausgang I/1 öffnet daher nicht wie vorgesehen, auch Ausgang I/3 gesperrt bleibt. Einen neuen Termin nennt die BVG bislang nicht.

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Damit reiht sich die Blissestraße in eine wachsende Zahl langwieriger Berliner Bahnhofsprojekte ein. Auch am U-Bahnhof Schloßstraße dauern die Arbeiten deutlich länger als ursprünglich erwartet. Am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz führten zusätzliche Schäden ebenfalls zu Verzögerungen.

Der Eingang zum U-Bahnhof Güntzelstraße an der Bundesallee in Berlin-Wilmersdorf mit dem blauen BVG-Bahnhofsschild. Die Station wird im Zuge einer mehrjährigen Modernisierung barrierefrei umgebaut.

Am U-Bahnhof Güntzelstraße (hier im Jahr 2013) modernisiert die BVG den Bahnhof umfassend. Bis Ende 2029 sollen unter anderem zwei Aufzüge und eine barrierefreie Erschließung entstehen. / © Foto: Wikimedia Commons, Colin Smith, CC BY-SA 2.0

Güntzelstraße: Zwei Aufzüge und neue Bahnsteigausstattung

  • Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Adresse: Bundesallee / Güntzelstraße
  • U-Bahn-Linie: U9
  • Aktuelle Bauphase: seit 13. Januar 2025
  • Fertigstellung: Voraussichtlich Ende 2029

Am U-Bahnhof Güntzelstraße fällt der Umbau noch umfangreicher aus. Die BVG baut zwei Aufzüge ein und stattet die Station mit einem taktilen Blindenleitsystem aus. Zudem reguliert sie die Bahnsteighöhe, erneuert den Bodenbelag und baut eine neue Decke ein. Auch die Stützen erhalten neue Fliesen, während die Verteilerebenen neue Fußböden bekommen.

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Seit dem 13. Januar 2025 sind die Schalterhalle II sowie die Ausgänge II/1 und II/2 gesperrt. Nach aktuellem Plan sollen diese Zugänge bis Dezember 2027 geschlossen bleiben. Die Gesamtmaßnahme soll voraussichtlich erst Ende 2029 fertig werden. Bislang laufen die Arbeiten laut BVG aber ohne Verzögerung.

BVG: Darum dauern U-Bahnhofs-Sanierungen so lange

Die langen Bauzeiten erklärt die BVG mit dem Betrieb der Stationen während der Arbeiten. Ausgänge und Schalterhallen können wegen der Fluchtwege und der Betriebssicherheit nicht gleichzeitig gesperrt werden. Senat und BVG bevorzugen dennoch abschnittsweise Bauarbeiten gegenüber einer kompletten Bahnhofsschließung. Ähnlich komplex ist die laufende Sanierung der U6 im Berliner Norden, bei der Gleise, Brücken und mehrere Stationen gleichzeitig modernisiert werden.

U-Bahnhof Blissestraße
U-Bahnhof Güntzelstraße

 

Quellen: Schriftliche Anfrage an das Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache 19/26578, Berliner Verkehrsbetriebe

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