In Blankenfelde-Mahlow bleibt die Unterführung an der Karl-Marx-Straße weiterhin gesperrt. Ein gravierender Bau-Fehler verzögert die Öffnung.
Karl-Marx-Straße (Blankenfelde-Mahlow)
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT / KI
In Blankenfelde-Mahlow wird die neue Unterführung an der Karl-Marx-Straße weiterhin nicht in Betrieb genommen. Obwohl die Bauarbeiten an der Strecke der Dresdner Bahn weitgehend abgeschlossen sind, fehlt ein entscheidendes Teilstück. Der Konflikt zwischen Gemeinde und Bahn verzögert die Freigabe erneut.
- Ort: Blankenfelde-Mahlow
- Bundesland: Brandenburg
- Straße: Karl-Marx-Straße
Die Unterführung unter der Bahntrasse ist baulich fertiggestellt. Frischer Asphalt, neue Leitplanken und eine ausgebaute Fahrbahn prägen das Bild im Trogbereich. Dennoch endet die Strecke abrupt. Auf der östlichen Seite fehlt der Anschluss an das bestehende Straßennetz. Ein Höhenunterschied von rund 50 Zentimetern verhindert die Durchfahrt.
Blankenfelde-Mahlow: Fehlender Anschluss blockiert Nutzung
Die Ursache liegt in der Planung. Die Straße aus der Unterführung trifft deutlich tiefer auf die bestehende Karl-Marx-Straße. Eine Anpassung ist technisch komplex. Weder lässt sich die Rampe einfach anheben noch die bestehende Kreuzung absenken, da unterirdische Leitungen verlaufen. Nach Angaben der Gemeinde betrifft das Problem lediglich ein rund zehn Meter langes Teilstück.
Die Verantwortung für den Anschluss sieht die Gemeinde bei der Bahn. Diese habe den vertraglich vereinbarten, verkehrssicheren Übergang bislang nicht umgesetzt. Die Bahn wiederum verweist darauf, dass sie mehrere Planungsvarianten vorgelegt habe. Diese seien jedoch von der Gemeinde nicht akzeptiert worden. Eine Einigung steht weiterhin aus.
7 Kilometer Umweg für Autofahrer wegen Bau-Fehler in Blankenfelde-Mahlow
Für Anwohner hat die Situation spürbare Folgen. Da die Unterführung gesperrt bleibt, müssen Autofahrer weite Umwege in Kauf nehmen. Je nach Strecke verlängert sich der Weg um bis zu sieben Kilometer. Fußgänger und Radfahrer können die Verbindung bereits nutzen, der motorisierte Verkehr bleibt jedoch ausgeschlossen.
Bürgermeister Michael Schwuchow erklärt, die Gemeinde habe wiederholt Lösungen angeboten und alle Möglichkeiten ausgeschöpft. „Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt. Ich bin entsetzt über die Art der DB InfraGo im Umgang miteinander, wenn’s ums Geld geht“, wird er in einer Pressemitteilung der Gemeinde zitiert.
Gemeinde Blankenfelde-Mahlow plant Vorleistung im Bau-Fehler-Streit
Die Gemeinde gibt deshalb nun nach. Sie plant, den fehlenden Anschluss selbst herzustellen. Dafür sollen rund drei Millionen Euro investiert werden. Ein entsprechender Beschluss wird vorbereitet. Ziel ist es, die Unterführung bis spätestens Ende 2026 für den Verkehr freizugeben.
Parallel bleibt der Streit mit der Bahn bestehen. Die Gemeinde beabsichtigt, die Kosten anteilig zurückzufordern. Die Bahn signalisierte zuletzt, dass sich beide Parteien in finanziellen Fragen annähern. Eine endgültige Einigung gibt es jedoch noch nicht.
Quellen: Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, rbb24
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