Der Berliner Senat passt die Gebietskulisse für das „Stadtquartier Blankenburger Süden“ an. Flächen entfallen, kleinere Bereiche in Heinersdorf kommen hinzu. Die Quartiersplanung mit rund 8.600 Wohnungen läuft weiter.

Die Visualisierung zeigt einen öffentlichen Freiraum im geplanten „Stadtquartier Blankenburger Süden“ mit Wohngebäuden, Bäumen, Spielplatz, Sitz- und Grünflächen sowie Menschen im Straßenraum.

Die Visualisierung zeigt einen begrünten Wohnbereich im geplanten „Stadtquartier Blankenburger Süden“ mit Spielplatz, Aufenthaltsflächen und Wohngebäuden. / © Visualisierung: Ildar Biganiakov / Studio RW/ Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

© Titelbild: STUDIO RW / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

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Im Berliner Nordosten laufen mehrere Planungen für das neue „Stadtquartier Blankenburger Süden“ parallel. Neben dem Rahmenplan für den bestehenden Ortsteil Blankenburg arbeitet das Land am neuen Stadtquartier zwischen Blankenburg und Heinersdorf. Nun hat der Senat die räumliche Zuständigkeit für dieses Großprojekt neu geordnet. Die Anpassung verändert jedoch weder die geplante Zahl der Wohnungen noch die grundlegende Struktur des Quartiers.

  • Bezirk: Pankow
  • Lage: zwischen den Ortskernen Blankenburg und Heinersdorf
  • Projektstatus: vorbereitende Untersuchungen und weitere städtebauliche Qualifizierung
  • Geplante Wohnungen: rund 8.600
  • Fertigstellung: voraussichtlich bis 2045

Der Senat beschloss die Anpassung des „Stadtquartier Blankenburger Süden“ am 7. Juli 2026. Sie betrifft das sogenannte Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung nach Paragraf 9 des Berliner Ausführungsgesetzes zum Baugesetzbuch. Dieses Gebiet hatte Berlin am 9. Januar 2018 rund um den Blankenburger Pflasterweg, die Heinersdorfer Straße und angrenzende Flächen festgelegt. Seitdem stellen die zuständigen Senatsverwaltungen dort die Bebauungs- und Landschaftspläne auf.

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Anpassung im „Stadtquartier Blankenburger Süden“: Was sich tatsächlich ändert

Wichtig ist die Abgrenzung zwischen zwei unterschiedlichen räumlichen Ebenen: Das nun veränderte §-9-Gebiet ist nicht mit der eigentlichen Fläche des neuen Stadtquartiers gleichzusetzen. Es legt vor allem fest, wo Planungsverfahren wegen ihrer gesamtstädtischen Bedeutung auf Landesebene bearbeitet werden. Das geplante Stadtquartier selbst umfasst nach der aktuellen Angabe des Senats rund 156 Hektar.

Mit dem neuen Beschluss verkleinert Berlin die Gebietskulisse insgesamt. Flächen, auf denen nach aktuellem Planungsstand keine städtebauliche Entwicklung im Zusammenhang mit dem „Stadtquartier Blankenburger Süden“ mehr vorgesehen ist, scheiden aus dem Gebiet aus. Damit folgt die Abgrenzung dem inzwischen konkreteren Stand der Quartiersplanung.

„Stadtquartier Blankenburger Süden“: Neue Abgrenzung folgt dem Planungsstand

Gleichzeitig nimmt der Senat kleinere Arrondierungsflächen in Heinersdorf auf. Diese Ergänzungen sollen zusammenhängende Planungen ermöglichen und die städtebaulichen Ziele im südlichen Projektbereich besser absichern. Welche einzelnen Grundstücke entfallen oder hinzukommen, führt der Senat nicht auf. Auch eine daraus abgeleitete Änderung der geplanten Wohnungszahl nennt der Senat nicht.

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Die Anpassung folgt auf den Beschluss zum Struktur- und Nutzungskonzept vom 8. April 2025. Dieses Konzept legt die langfristige räumliche Ordnung des Quartiers fest und bildet die Grundlage für Wettbewerbe, Bebauungspläne und weitere Fachplanungen. Es bündelt die Entwicklung auf drei Teilflächen, die aus einem ursprünglich rund 430 Hektar großen Untersuchungsraum hervorgegangen sind.

Drei Teilflächen bilden das „Stadtquartier Blankenburger Süden“

Die etwa 90 Hektar große Teilfläche Nord umfasst das ehemalige Rieselfeld und das frühere Gelände der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft am Blankenburger Pflasterweg.

Die rund 60 Hektar große Teilfläche Süd schließt das bestehende Gewerbegebiet Heinersdorf und Freiflächen zwischen Schmöckpfuhlgraben und Heinersdorfer Graben ein.

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Hinzu kommt die etwa neun Hektar große „Alte Gärtnerei“ nordwestlich des historischen Ortskerns von Heinersdorf. Für die „Alte Gärtnerei“ ist die Planung bereits weiter fortgeschritten. Dort sind rund 600 Wohnungen vorgesehen, davon 30 Prozent im sozialen Wohnungsbau. Außerdem plant Berlin gemischte Wohn- und Gewerbeflächen, eine Kita, Spiel- und Grünflächen sowie neue Wege für den Fuß- und Radverkehr. Der Bebauungsplan 3-72 soll nach aktueller Zielsetzung bis Ende 2027 erarbeitet werden.

Nächste Schritte für das „Stadtquartier Blankenburger Süden“

Für das gesamte Stadtquartier nennt die Verwaltung neben rund 8.600 Wohnungen etwa 20 Hektar Gewerbeflächen einschließlich eines Straßenbahnbetriebshofs. Vorgesehen sind außerdem eine Grundschule, eine Integrierte Sekundarschule, ein Gymnasium, ein Förderzentrum, mehrere Kitas sowie ein soziales und kulturelles Quartierszentrum.

Nach Angaben auf dem Beteiligungsportal meinBerlin ist für Ende 2026 eine größere öffentliche Veranstaltung geplant. Dort sollen das Ergebnis der vorbereitenden Untersuchungen, der Rahmenplan für die Teilfläche Süd und das weitere Vorgehen vorgestellt werden. Der Termin ist bislang nicht näher benannt.

„Stadtquartier Blankenburger Süden“

 

Quellen: Senatskanzlei Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, meinBerlin

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4 Kommentare

  1. Gorki 13. Juli 2026 at 15:36 - Reply

    Ich war gerade nach vielen Jahren erstmals wieder in Berlin zu Besuch – keine einzige Gruenfläche in dieser Stadt sieht irgendwie gepflegt aus. Überall wachsen die Büsche in die Höhe, die Bäume sind vertrocknet, das Gras ist ungepflegt, und Unkraut breitet sich allerorden aus, In diesen Grafiken sieht alles super gepflegt aus. Dafür hat die Stadt gar kein Geld, selbst in der Innenstadt vor dem Reichstag auch nur den Rasen zu mähen. Ein verwahrloste Stadt, die hier Utopien vom Gruenen wohnen schaffen, die eher als Mischung aus Mueel und Unkraut daher kommen werden.

    • Max H. 14. Juli 2026 at 02:36 - Reply

      Was denkst du, wie München heute aussehen würde, wenn es im zweiten Weltkrieg großflächig zerstört worden wäre, dann 45 Jahre geteilt und nach 1945 und 1990 jeweils weite Teile seiner Industrie und damit Wirtschaftskraft verloren hätte?

      Berlin ist eine Stadt in der Konsolidierung und das wird auch noch viele Jahrzehnte anhalten. Keine andere deutsche Stadt hat das, was Berlin widerfahren ist, auch nur ansatzweise erlebt, waren teilweise sogar große Profiteure der Verwerfungen im Anschluss an den Fall des Dritten Reiches und die deutsche Teilung und die Wiedervereinigung. München zB. hat von alledem im großen Stil profitiert in Form von kostenlosen Industrieunternehmen, Know-How und Humankapital.

      Komm von deinem hohen Ross herunter. Berlin ist eine Stadt, die im 20. Jahrhundert mehrfach gebrochen wurde. Das wird man ihr auch noch viele Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte ansehen und anmerken

      • a.t 14. Juli 2026 at 14:30 - Reply

        Ja, stimme ich dir in einigem zu, außer in einem: Müll, Dreck, Urin und verwahrloste Grünflächen sind nicht mit der Vergangenheit zu argumentieren. Wir leben im Heute und das so vor sich herzutragen ist kein kleines Stück von Selbstmitleid und vertuschender Entschuldigung sich als Stadt komplett daneben zu benehmen. Da gibt es endlose Deutsche Beispiele, denen es nicht besser erging und denen Berlin nicht mal mehr im Ansatz das Wasser reichen kann. Ich will hier nicht wieder von Dresden anfanfangen, aber selbst das Ostberlin von vor der Wende, das baulich abseits der Trassen völlig runtergekommen war, kam nicht mal annähernd so zerkotzt daher wie diese Stadt es jetzt ist.

        Berlin ist nur noch mit Singapurer Modell zu retten und das finanziert sich solange, bis es nicht mehr gebracuht wird, von allein.

  2. Reinhardt Kirchner 16. Juli 2026 at 01:29 - Reply

    ….witzige Wahrnehmung : die Pflege von Stadtgrün ist im hier und jetzt und nicht 1949. Zu DDR-Zeiten haben Schüler in den Ferien sich Taschengeld verdient und bei der Stadtreinigung Grünanlagen gepflegt.Heute ist die „Woke Jugend“ irgendwie anders beschäftigt. Das mag jeder anders bewerten , Fakt ist die Stadt ist dreckig und ungepflegt. Es gibt einen Plan das zu ändern. Der aktuell regierende Bürgermeister hat nichts weiter zu tun als „Queer-Beauftragte“ einzusetzen. Mag ja alles wichtig sein für diese Extremst-Minderheit aber die Lebensrealität sieht anders aus und dafür gibt es es weder Ideen oder Visionen dafür jede Menge Tristesse und Starssenbahngleisbette welche die Strassen zu russischen Magistralen formen. Wer liebt das ? Also ich nicht ….

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