Der Rahmenplan für Blankenburg geht in die letzte Runde: Mitte Mai wird der finale Entwurf öffentlich vorgestellt. Damit nähert sich ein zweijähriger Beteiligungsprozess seinem Abschluss.

Mit dem „Blankenburger Süden“ soll in Berlin-Pankow eines der größten Neubauquartiere Berlins entstehen. Der Rahmenplan Blankenburg soll durch konkrete, ortsspezifische Maßnahmen die Entwicklung eines lebendigen Stadtteils mit hoher Aufenthalts-, Freiraum- und Umweltqualität fördern. / © Visualisierung: Ildar Biganiakov / Studio RW/ Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
© Titelbild: STUDIO RW / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Blankenburg steht vor einem wichtigen Moment seiner städtebaulichen Entwicklung. Am 19. Mai 2026 soll im Gemeindehaus der finale Entwurf des Rahmenplans vorgestellt werden. Damit erreicht ein Verfahren seinen vorläufigen Abschluss, das über zwei Jahre hinweg unter Einbindung von Verwaltung, Fachplanung und Öffentlichkeit erarbeitet wurde. Interessierte können sich vor Ort über die Ergebnisse informieren und mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen.
- Datum: Dienstag, dem 19. Mai 2026
- Uhrzeit: 18:00 Uhr
- Ort: Gemeindehaus Blankenburg, Alt Blankenburg 17, 13129 Berlin
- Anmeldung: blankenburg@umbaustadt.de
Der Rahmenplan ist als informelles Planungsinstrument angelegt, entfaltet jedoch mittelbar Wirkung für zukünftige Bauleitplanungen. Er bündelt Erkenntnisse zu bestehenden Strukturen, benennt Defizite und formuliert Entwicklungsziele für die kommenden fünf bis zehn Jahre. Vorausgegangen waren bereits ein Auftakt- und ein Zukunftsforum sowie eine begleitende Onlinebeteiligung.
Nachverdichtung und Freiraum als zentrale Entwicklungsaufgaben
Blankenburg gilt als vergleichsweise ruhiger Ortsteil, geprägt durch Einfamilienhäuser, Kleingartenanlagen und den historischen Dorfanger. Gleichzeitig wächst der Druck: Großprojekte im Umfeld, steigende Einwohnerzahlen und infrastrukturelle Anforderungen verändern die Rahmenbedingungen spürbar.
Ziel des Rahmenplans ist es, diese Dynamik zu ordnen. Vorgesehen ist unter anderem eine behutsame Nachverdichtung, die Weiterentwicklung des Ortskerns sowie die Stärkung von Freiräumen und Aufenthaltsqualitäten. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Verbindung von bestehender kleinteiliger Bebauung mit neuen Quartiersentwicklungen in der Umgebung.
Berliner Norden wächst: Verkehr und Freiraum als zentrale Themen
Ein Schwerpunkt liegt auf der Verkehrssituation. Mehrere Hauptachsen sind bereits heute stark belastet, insbesondere im Bereich zentraler Knotenpunkte. Maßnahmen wie Verkehrsberuhigung, etwa am Dorfanger Alt-Blankenburg, sollen die Aufenthaltsqualität verbessern und Nutzungskonflikte reduzieren. Auch die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 nach Blankenburg wird immer wieder diskutiert.
Langfristig könnten zudem Infrastrukturprojekte wie der geplante Turmbahnhof am Karower Kreuz die Anbindung verbessern. Sie sind Teil übergeordneter Verkehrsstrategien und werden in die Entwicklungsperspektiven einbezogen.

Angesichts der großen Neubauvorhaben in Blankenburg soll die M2 perspektivisch verlängert werden. / © Foto: Wikimedia Commons, Kurt Rasmussen
Blankenburg im Spannungsfeld von Wachstum, Spielflächenbedarf und Freiraumsicherung
Mit dem erwarteten Bevölkerungswachstum steigt auch der Bedarf an sozialer Infrastruktur. Bereits heute zeigt sich ein Defizit bei Spielflächen, das sich perspektivisch verschärfen dürfte. Der Rahmenplan identifiziert entsprechende Handlungsbedarfe und prüft Flächenpotenziale für neue Einrichtungen.
Parallel dazu spielen Grün- und Freiräume eine zentrale Rolle. Das Gebiet verfügt über vielfältige Landschaftsstrukturen, von Gräben über landwirtschaftliche Flächen bis hin zu kleinteiligen Biotopen. Diese sollen gesichert und weiterentwickelt werden, auch im Hinblick auf Klimaanpassung und Naherholung.
Mit der Präsentation des finalen Entwurfs wird nun ein weiterer Schritt getan – hin zu einer abgestimmten Entwicklungsstrategie für Blankenburg, die Wachstum und Bestand gleichermaßen berücksichtigen will.
Blankenburg
Quellen: meinBerlin, Bezirksamt Pankow
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Ürsprünglich war das Vorhaben „Blankenburger Süden“ das Gelände am Blankenburger Pflasterweg. Jetzt Teilfläche Nord. Dort sollten anfangs 10.000 Wohnungen gebaut werden. Dann 6.000 und jetzt 4.000.
Die Teilfläche Alte Gärtnerei war ursprünglich ein Gelände zwischen Idunastraße, und Neukirchstraße in Pankow-Heinersdorf. Also wo die Gärtnerei wirklich war. Das gehört der Berliner WBG gesobau. Hier sollten 535 Wohnungen gebaut werden.
Dazu gibt es einen B-Plan 3-41 von 2012. Seitdem ist dort nichts passiert.
Ut aliquid fieri videatur, wie wir Lateiner sagen würden.