In der Wohnsiedlung Düppel-Süd lässt die BImA elf neue Mehrfamilienhäuser errichten. Insgesamt sollen durch Neubauten und spätere Aufstockungen bis zu 210 Wohnungen für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf hinzukommen. Anwohner kritisieren die Nähe zu bestehenden Häusern und den Verlust begrünter Freiflächen.

Eine eingezäunte Baustelle zwischen Bäumen und Bestandsgebäuden zeigt, wie die neuen Wohnhäuser in die bestehende Siedlung eingefügt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
In der Wohnsiedlung Düppel-Süd in Berlin-Nikolassee will die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zusätzlichen Wohnraum schaffen. Rund um die Lissabonallee sollen zunächst elf Mehrfamilienhäuser entstehen. Zusammen mit einer möglichen späteren Aufstockung bestehender Gebäude sind bis zu 210 zusätzliche Wohnungen vorgesehen.
- In Düppel-Süd plant die BImA bis zu 210 zusätzliche Wohnungen.
- Zunächst entstehen elf neue Mehrfamilienhäuser in der bestehenden Siedlung.
- Anwohner kritisieren geringe Gebäudeabstände und die Bebauung begrünter Innenhöfe.
- Später könnten dreigeschossige Bestandsgebäude aufgestockt werden.
Nachverdichtung an der Lissabonallee: Elf Neubauten in der bestehenden Wohnsiedlung geplant
Die Neubauten verteilen sich auf mehrere Flächen zwischen der Lissabonallee, der Edwin-C.-Diltz-Straße und der Lindenthaler Allee. Sie sollen überwiegend vier Geschosse erhalten und in serieller, modularer Bauweise errichtet werden.
Die Wohnungen sind vor allem für Bundesbedienstete vorgesehen. Bei der Vergabe sollen Beschäftigte unterer und mittlerer Gehaltsgruppen bevorzugt werden, wie die BImA mitteilt.
Von der US-Siedlung zum Wohnquartier für Bundesbedienstete in Berlin-Düppel
Die Siedlung entstand ab Ende der 1960er Jahre für Angehörige der US-Streitkräfte. Nach deren Abzug gingen die Gebäude an den Bund zurück.
Um das Jahr 2000 wurde das Quartier im Berliner Südwesten umfassend saniert, um auch Wohnraum für Bundesbedienstete zu schaffen, die im Zuge des Regierungsumzugs von Bonn nach Berlin kamen.

Alt und Neu stehen in Düppel-Süd nah beieinander: Neben einem bestehenden Wohnhaus wächst ein eingerüsteter Neubau heran. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Anwohner kritisieren geringe Abstände zwischen Neubauten und bestehenden Wohnhäusern
Die geplante Nachverdichtung stößt bei Teilen der Bewohnerschaft auf Kritik. Einige Neubauten sollen vergleichsweise dicht an bestehende Häuser heranrücken. Anwohner befürchten dadurch eine stärkere Verschattung und Einblicke in ihre Wohnungen.
Auch die Bebauung bislang begrünter Innenhöfe wird kritisch gesehen. Die BImA betont dagegen, sie wolle den parkartigen Charakter der Siedlung und möglichst viele Baumgruppen erhalten.
Aufstockung der Bestandsgebäude als zweite Bauphase vorgesehen
Nach dem Neubau weiterer Wohnhäuser könnten mehrere dreigeschossige Bestandsbauten um ein Geschoss aufgestockt werden. Für diesen zweiten Bauabschnitt liegt bislang aber keine Baugenehmigung vor.
Ob mit oder ohne Aufstockung, allein durch die neuen Wohnhäuser verändert sich der Charakter der bislang von großen Freiflächen geprägten Wohnsiedlung. Es wird nicht nur dichter, sondern auch voller: mehrere hundert Menschen werden in den kommenden Jahren neu im Quartier an der Lissabonallee heimisch werden.
Quellen: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Architektur Urbanistik Berlin
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