Zwischen der Cité Foch und dem Steinbergpark entsteht ein neuer Fußweg, der die Erschließung des Wohnquartiers verbessert und Teil eines größeren Mobilitätskonzepts ist. Mit dem Baubeginn nimmt ein weiteres Element der umfassenden Quartiersentwicklung im ehemaligen französischen Viertel Gestalt an.

Steinbergpark, Dolmen-Monument

Der Steinbergpark mit seinen Wäldern, Wiesen und kleinen Gewässern zählt zu den beliebtesten Naherholungsgebieten Reinickendorfs. Der neue Weg soll eine direkte Verbindung aus der Cité Foch schaffen und den Zugang zu den Grünflächen spürbar erleichtern. / © Foto: Wikimedia Commons, Auge24.eu, CC BY-SA 3.0

© Foto Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Mit dem Beginn der Bauarbeiten am 3. Dezember entsteht entlang des Packereigrabens eine neue fußläufige Verbindung zwischen der Cité Foch und dem Steinbergpark. Die Wegeverbindung soll den Zugang zu Grünflächen verbessern und die Erschließung des Quartiers sinnvoll ergänzen.

Für das sich wandelnde Wohngebiet mit seinen laufenden Nachverdichtungen gilt der Weg als wichtiger Beitrag zu Wohnqualität und Alltagstauglichkeit.

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Bessere Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität in der Cité Foch: Wegearbeiten laufen bis Sommer 2026

Die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Korinna Stephan (B‘90/Grüne), erklärte, das Quartier befinde sich im Umbruch und benötige starke räumliche Bezüge zwischen Wohnen und Grünflächen. Der neue Weg werde als Baustein gesehen, der Erreichbarkeit und Aufenthaltsqualität steigern könne.

Der Bau wurde an die Märkisch Grün GmbH vergeben, während die Bauleitung gemeinsam vom Ingenieurbüro sinnes.werk und dem Straßen- und Grünflächenamt übernommen wird. Bis Sommer 2026 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Parallel führt die Bundesimmobilienanstalt (BImA) den Weg auf ihren Grundstücken weiter bis zur Avenue Charles de Gaulle.

Neue Wege in Reinickendorfer Wohnquartier: Teil eines übergeordneten Mobilitätskonzepts

Der Fußweg ist Bestandteil des Mobilitätskonzepts, das die BImA im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens für die Cité Foch erarbeiten musste. Kern dieses Konzepts ist ein autoreduziertes Quartier mit alternativen Mobilitätsangeboten. Dazu gehören eine verbesserte ÖPNV-Anbindung, Carsharing, ein dichteres Fußwegenetz sowie die Weiterentwicklung der vorhandenen Quartiersgarage. Der neue Weg stellt einen der Bausteine dar, mit denen ein alltagstaugliches Wegenetz geschaffen werden soll.

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Die Bezirksstadträtin für Ordnung, Umwelt und Verkehr, Julia Schrod-Thiel (CDU), hob zudem hervor, dass der Eingriff in die Natur möglichst gering gehalten werde. Eine bisher versiegelte Fläche wurde hierfür entsiegelt und ökologisch aufgewertet. Das Vorhaben wird im Rahmen des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung 2 aus EU- und Landesmitteln gefördert.

Cité Foch: Historie und Wandel eines besonderen Quartiers

Die Cité Foch wurde ab 1952 von der französischen Militärregierung errichtet und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem eigenständigen französischen Wohnviertel im Norden Berlins. Schulen, Kino, Kirche und ein Einkaufszentrum sorgten damals für eine weitgehend autonome Infrastruktur. Mit dem Abzug der französischen Streitkräfte im Jahr 1994 gingen viele dieser Einrichtungen verloren, gleichzeitig entstand jedoch ein großer Spielraum für städtebauliche Erneuerung.

Heute wird das Gebiet durch die BImA umfassend weiterentwickelt. Auf mehreren Baufeldern entstehen neue Wohnhäuser in modularer Bauweise, ergänzt durch eine Kita, Spielplatzflächen und renaturierte Grünräume entlang des Packereigrabens. Die serielle Bauweise soll zu kürzeren Bauzeiten und geringerer Belastung für die Umgebung beitragen.

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Fortschreitender Neubau im Quartier: Goldbeck realisiert erstes Wohngebäudeprojekt mit der BImA

Ein Teil der Neubauten wurde bereits fertiggestellt. Insgesamt sind rund 450 Wohnungen in Planung, ein Teil davon wurde kürzlich von der Firma Goldbeck realisiert. Die Gebäude verfügen über begrünte Dächer sowie hybride Außenwände aus Betonfertigteilen und Holz, was die Energiebilanz verbessern soll. Die neuen Wohnangebote richten sich vor allem an Bundesbedienstete und sollen den angespannten Wohnungsmarkt entlasten.

Der nun begonnene Fußweg fügt sich in dieses Gesamtbild einer Quartiersentwicklung ein, die historische Strukturen, neue Mobilitätsansätze und moderne Wohnungsangebote miteinander verbindet.

Quellen: Bezirksamt Reinickendorf von Berlin, Wohnraumoffensive Bundesimmobilien, mein Berlin, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Goldbeck via Instagram, Museum Reinickendorf, Architektur Urbanistik Berlin, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, aim Architektur Management, Busse & Partner Partnergesellschaft mbH, Mobilitätskonzept für die Erweiterung des Wohnstandortes Cité Foch Nord im Bezirk Reinickendorf von Berlin

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