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In Moabit verändern zwei Bauprojekte in unmittelbarer Nachbarschaft den Stadtraum nachhaltig. Während an der Kruppstraße eine bestehende Grundschule erweitert wird, entstehen an der Rathenower Straße 108 neue Wohnungen. Zusammen zeigen beide Vorhaben, wie Bildungs- und Wohninfrastruktur parallel weiterentwickelt werden.

Rückbau des Bestandsgebäudes an der Rathenower Str

Die Rückbauarbeiten des Bestandsgebäudes an der Rathenower Straße sind abgeschlossen. Durch den Abriss entsteht künftig ein direkter Zugang zum Fritz-Schloß-Park. In direkter Nähe wird die Kurt-Tucholsky Grundschule erweitert, gemeinsam stehen die beiden Projekte für den Ausbau sozialer Infrastruktur in Moabit. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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© Visualisierung Titelbild: CKRS Architektengesellschaft mbH

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In der Kruppstraße, unweit des Fritz-Schloß-Parks, entsteht in den kommenden Jahren eine Erweiterung der Kurt-Tucholsky-Grundschule. Auf einer bislang unbebauten Freifläche neben der Hausnummer 14a wird die bestehende Filiale saniert und durch einen Anbau ergänzt. Ziel ist es, zusätzliche Kapazitäten für den Schulbetrieb zu schaffen.

Für das Vorhaben wurden Teile des angrenzenden Fritz-Schloß-Parks bereits 2021 dem Fachvermögen Schule zugeordnet. Damit sollen die Vorgaben des Musterfreiflächenprogramms eingehalten werden, das ausreichende Außenflächen für Schulneubauten und -erweiterungen vorsieht.

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Erweiterung der Kurt-Tuchholsky-Grundschule am Fritz-Schloß-Park bis 2028 geplant

Der Bau der Schulerweiterung ist langfristig angelegt. Nach aktuellem Projektstand wird mit einer Fertigstellung zum Ende der Sommerferien 2028 gerechnet. Bis dahin bleibt die Baustelle ein prägender Faktor für das Umfeld rund um die Kruppstraße.

Die Nachbarschaft wurde nicht erst mit dem Baustart einbezogen. Für das Projekt fand im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive ein Beteiligungsverfahren statt, das sich an den Leitlinien „Mitgestaltung, Mitwirkung und Mitbestimmung“ orientiert. Diese Beteiligung floss bereits in die Bedarfsplanung ein.

Neues Wohnquartier mit 108 Mietwohnungen wird von der WBM bis 2027 fertiggestellt

Nur wenige Gehminuten entfernt entsteht an der Rathenower Straße ein neues Wohnquartier der landeseigenen WBM. Auf dem Gelände eines ehemaligen Kinder- und Jugendwohnheims werden derzeit 108 Mietwohnungen gebaut. Der Rohbau ist bereits sichtbar, mehrere Gebäudeteile stehen.

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Ein Großteil der Wohnungen wird öffentlich gefördert. Ergänzt wird das Quartier durch Flächen für soziale Einrichtungen sowie einen neuen Stadtplatz, der das Wohngebiet mit dem Fritz-Schloß-Park verbindet. Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Ausbau sozialer Infrastruktur in Moabit zu einem Wohn- und Bildungumfeld

Die räumliche Nähe beider Projekte ist kein Zufall. Mit dem Wohnungsneubau steigt langfristig auch der Bedarf an sozialer Infrastruktur. Die Erweiterung der Grundschule und der Neubau von Wohnungen greifen damit ineinander und stärken Moabit als Wohn- und Bildungsstandort.

Beide Vorhaben zeigen unterschiedliche Zeithorizonte. Während die neuen Wohnungen bereits 2027 bezogen werden sollen, folgt die Schulerweiterung ein Jahr später. Für den Kiez bedeutet das eine gestaffelte, aber nachhaltige Entwicklung.

Schriftliche Anfrage bestätigt Kurs: Schulbau und Stadtumbau in Moabit verzahnen sich

Thematisiert wurde die Schulbaumaßnahme auch im Abgeordnetenhaus. Mit einer schriftlichen Anfrage erkundigte sich der Abgeordnete Taylan Kurt (Bündnis 90/ Die Grünen) nach den geplanten Maßnahmen und dem zeitlichen Ablauf. Die Antworten des Senats bestätigten den eingeschlagenen Kurs des Bezirks.

Zusammengenommen stehen beide Projekte exemplarisch für den aktuellen Stadtumbau in Moabit. Wohnungsbau und Bildungsinfrastruktur werden parallel vorangetrieben, mit langfristigen Auswirkungen auf den Stadtteil und seine Nachbarschaften.

108 Mietwohnungen WBM
Ausbau Grundschule

Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, CKRS Architekten, WBM, Bezirksamt Mitte, Senatsverwaltung für Finanzen, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Berliner Woche

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