Die Togostraße im Wedding ist künftig als Fahrradstraße ausgewiesen. Mit der Umgestaltung stärkt der Bezirk Mitte eine wichtige Ost-West-Verbindung für den Radverkehr und setzt zugleich auf mehr Verkehrssicherheit sowie Maßnahmen zur Klimaanpassung.

Die Togostraße im Afrikanischen Viertel erhält eine neue Funktion im Berliner Straßenverkehr. Nach längerer Planung wird der Abschnitt zwischen Afrikanischer Straße und Transvaalstraße nun offiziell als Fahrradstraße eröffnet. Der Bezirk Mitte lädt aus diesem Anlass am 24. Juni zu einem gemeinsamen Anradeln mit Anwohnenden und Interessierten ein.

Die Verbindung gilt als wichtige Ost-West-Achse im Wedding und bietet Radfahrenden eine Alternative zur stark belasteten Müllerstraße. Mit der neuen Verkehrsregelung soll der Alltagsradverkehr attraktiver und sicherer werden. Gleichzeitig bleibt die Straße weiterhin für Anwohnende sowie den Lieferverkehr zugänglich.

Togostraße wird Fahrradstraße: Teil des bezirklichen Radvorrangnetzes

Die Umgestaltung ist Bestandteil des bezirklichen Radvorrangnetzes, das den Radverkehr auf ausgewählten Strecken bündeln und stärken soll. Bereits im Jahr 2023 hatte der Bezirk die Togostraße in seine Maßnahmenplanung aufgenommen. Im Sommer 2025 wurden die konkreten Planungen öffentlich vorgestellt und mit Anwohnenden diskutiert.

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Im Zuge der Arbeiten wurde der Straßenraum neu geordnet. Kreuzungsbereiche wurden angepasst, um die Anforderungen einer Fahrradstraße besser zu erfüllen. Darüber hinaus entstanden neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Lastenräder und andere Mikromobilitätsangebote. Lieferzonen sollen Nutzungskonflikte mit dem Wirtschaftsverkehr reduzieren.

Mehr Sicherheit und neue Grünflächen im Afrikanischen Viertel

Neben den verkehrlichen Veränderungen setzt der Bezirk auch auf Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas. Teile bislang versiegelter Flächen wurden zurückgebaut und begrünt. Acht sogenannte „Grüne Gullys“ nehmen künftig Regenwasser auf und lassen es vor Ort versickern. Dadurch soll die Kanalisation bei Starkregen entlastet und zugleich die Grundwasserneubildung unterstützt werden.

Die Togostraße bietet mit ihrer baumbestandenen Mittelpromenade und dem überwiegend wohngeprägten Umfeld vergleichsweise günstige Voraussetzungen für eine Fahrradstraße. Bereits in den vergangenen Jahren wurden entlang des Straßenzugs Grünflächen und Spielangebote aufgewertet.

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Neue Fahrradstraße im Wedding: Welche Regeln gelten künftig?

Fahrradstraßen sind in erster Linie dem Radverkehr vorbehalten. Fahrzeuge dürfen die Strecke nur nutzen, wenn dies durch Zusatzschilder erlaubt wird – in der Togostraße etwa für Anlieger- und Lieferverkehr. Radfahrende dürfen die gesamte Fahrbahnbreite nutzen und nebeneinander fahren. Die Geschwindigkeit orientiert sich am Radverkehr, für alle Verkehrsteilnehmenden gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.

Mit der Eröffnung der Togostraße wächst das Netz der Fahrradstraßen in Mitte weiter. Zuletzt wurden unter anderem die Lynarstraße, die Uferstraße, die Jülicher Straße und das Nordufer in entsprechende Planungen beziehungsweise Umsetzungen einbezogen.

Quellen: Bezirksamt Mitte, infraVelo GrünBerlin, Brunnenmagazin, Weddingweiser

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