Am Hahneberg in Spandau beginnen die Arbeiten am fünften Teilstück des Berliner Mauerwegs, der auf insgesamt 160 Kilometern an die deutsch-deutsche Teilung erinnert. Der rund ein Kilometer lange Abschnitt wird grundlegend saniert, um ihn dauerhaft begeh- und berollbar zu machen. Die Fertigstellung ist für Sommer 2026 vorgesehen.

Die Erneuerung am Hahneberg ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms, das seit 2019 Schritt für Schritt umgesetzt wird. Bereits fertiggestellt sind Abschnitte in Treptow-Köpenick, Marienfelde und Lichterfelde sowie in Steglitz-Zehlendorf. / © Foto: Konstantin Boerner
© Titelbild: Grün Berlin GmbH
In Spandau haben am heutigen Montag die bauvorbereitenden Maßnahmen für die Erneuerung des Berliner Mauerwegs im Bereich Hahneberg begonnen. Der Abschnitt verläuft entlang des ehemaligen Grenzstreifens zwischen Berlin und der brandenburgischen Gemeinde Dallgow-Döberitz. Er ist rund einen Kilometer lang und soll bis Sommer 2026 vollständig instand gesetzt werden.
Der Mauerweg folgt hier dem früheren Zollweg am südwestlichen Fuß des Hahnebergs. Laut den Verantwortlichen weist die Strecke durchgehend starke Schäden auf, verursacht durch schwierige Bodenverhältnisse und einen historisch bedingt schwachen Unterbau. Ziel der Arbeiten ist es, den Weg durchgängig verkehrssicher zu gestalten, sodass er von Fußgängerinnen, Radfahrenden und mobilitätseingeschränkten Personen gleichermaßen genutzt werden kann.
Neuer Belag und ökologische Begleitung: Fünftes Teilstück des Berliner Mauerwegs wird saniert
Bevor die Sanierung beginnt, werden Reptilienschutzzäune entlang sensibler Abschnitte errichtet. Eine Bodenprüfung soll klären, ob das vorhandene Material wiederverwendet werden kann und ob Schadstoffe vorhanden sind. Der abgetragene Asphalt wird, sofern möglich, dem Recyclingkreislauf zugeführt.
Der neue Belag soll dauerhaft wetterfest und trittsicher sein. Zusätzlich entstehen drei neue Aufenthaltsbereiche mit Bänken und Tischen aus regionalem Eichenholz und verzinktem Stahl. Die Flächen um die Sitzmöglichkeiten werden mit wasserdurchlässigem Belag befestigt, um Regenwasser vor Ort versickern zu lassen.
Sanierung des Berliner Mauerwegs seit 2019: Fortschritt in mehreren Bezirken
Die Erneuerung am Hahneberg ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms, das seit 2019 Schritt für Schritt umgesetzt wird. Bereits fertiggestellt sind Abschnitte im Bereich der Lohmühlenbrücke in Treptow-Köpenick, am Jenbacher Weg zwischen Marienfelde und Lichterfelde sowie am Buschgraben in Steglitz-Zehlendorf.
Derzeit laufen außerdem Arbeiten am Mauerweg zwischen Japaneck und Lichterfelder Allee, der die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und die Stadt Teltow verbindet. Mit dem Projekt soll der gesamte Mauerweg barrierefrei, sicher und ökologisch verträglich gestaltet werden.
Historische Route mit neuer Infrastruktur: Ertüchtigung des Mauerwegs bis Ende 2026
Der Berliner Mauerweg ist insgesamt rund 160 Kilometer lang und verläuft sowohl auf Berliner als auch auf Brandenburger Gebiet. Er markiert den Verlauf der ehemaligen Grenzanlagen um West-Berlin und soll historische Spuren erhalten. Grundlage für die Sanierungen ist ein Senatsbeschluss aus dem Jahr 2019.
Bis Ende 2026 stehen für die Ertüchtigung des Weges 12,39 Millionen Euro zur Verfügung. 90 Prozent der Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“, die übrigen zehn Prozent werden durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt finanziert.
Quellen: Grün Berlin GmbH, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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