Der Berliner Funkturm wird umfassend saniert: Stahlkonstruktion, Technik und Besuchereinrichtungen werden modernisiert, Restaurant und Aussichtsplattform bleiben bis November 2025 geschlossen. Pünktlich zum 100. Jubiläum 2026 soll das Wahrzeichen wieder in altem Glanz erstrahlen.
Funkturm am ICC in Berlin

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Der Berliner Funkturm im Ortsteil Westend wird aktuell umfassend instandgesetzt. Die Messe Berlin plant, die Sanierungsarbeiten rechtzeitig vor dem 100. Jubiläum im Jahr 2026 abzuschließen. Seit Mai dieses Jahres sind das in 55 Metern Höhe gelegene Restaurant und die Aussichtsplattform auf 126 Metern geschlossen, während die Messegesellschaft den Funkturm saniert.

Parallel dazu wird am Autobahndreieck Funkturm ein neues Kongresszentrum geplant und der Neubau der Ringbahnbrücke an der A100 schreitet langsam voran. Damit bündeln sich gleich mehrere Bauprojekte an einem der verkehrsreichsten Knotenpunkte Berlins. Ziel ist es, sowohl das denkmalgeschützte Wahrzeichen als auch die Infrastruktur rund um das Messegelände zukunftsfähig zu machen.

Sanierung Berliner Funkturm: Bauarbeiten bis Mitte November 2025 angesetzt

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Berliner Funkturm betreffen sowohl die tragende Stahlgitterkonstruktion als auch technische Anlagen und Besuchereinrichtungen, so der Tagesspiegel. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Mitte November 2025 abgeschlossen sein.

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Das Jahr 2026 markiert den 100. Jahrestag der Eröffnung des Funkturms. Ziel der Messegesellschaft ist es, das Baudenkmal bis dahin vollständig zu sanieren und wieder zugänglich zu machen. Die Sanierung dient demnach nicht allein dem Erhalt, sondern auch der Modernisierung und Sicherung der Funktionalität.

Funkturm Berlin: Architekt Heinrich Straumer baute ein Wahrzeichen aus 600 Tonnen Stahl

Der denkmalgeschützte Funkturm im Berliner Westen erreicht mit seinem Sendemast rund 147 Meter Höhe und gilt damit als eines der wichtigsten Wahrzeichen der Hauptstadt. Der Turm wurde 1926 im Rahmen der dritten Funkausstellung eröffnet und erinnert mit seiner Stahlkonstruktion an den Pariser Eiffelturm. Entworfen von Architekt Heinrich Straumer, wurde die 600 Tonnen schwere Stahlfachwerkkonstruktion in den Zwanziger Jahren als Sendemast entworfen und diente damals als Antennenträger für den Deutschen Hörfunk.

Erst später entstand das zweigeschossige Restaurant auf etwa 52 Metern Höhe für etwa 200 Gäste sowie eine Aussichtsplattform auf 125 Metern Höhe. Architektonische Besonderheiten markieren die überschaubare Grundfläche von 20 mal 20 Metern sowie die Errichtung des Turms auf Porzellanisolatoren.

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Kongressneubau am Funkturm: Abriss der Halle 9 und Neubaupläne der Messe Berlin

Wie bereits oben erwähnt möchte die Messe Berlin nur wenige Meter vom Funkturm entfernt ein neues Kongresszentrum errichten, um Engpässe im Veranstaltungsbereich zu beheben. Geplant ist derzeit, die Halle 9 abzureißen und auf derselben Fläche eine Halle mit etwa 12.000 Quadratmetern Fläche und einer Höhe von etwa zehn Metern zu errichten.

Der Baubeginn ist nach Wunsch der Messe für Herbst 2026 geplant, die Fertigstellung zwei Jahre später. Die Betreiber begründen das Vorhaben mit der Notwendigkeit, Berlins Position im internationalen Kongresswettbewerb zu stärken und neue Veranstaltungsräume zu erschließen.

Neubau Ringbahnbrücke an der A100: Geplante Fertigstellung bis 2027

Zum anderen ist der Neubau der Ringbahnbrücke über der A100 zwischen Messedamm und Spandauer Damm bereits in Arbeit. Nachdem bei der maroden Ringbahnbrücke ein Schaden im Tragwerk entdeckt wurde, wurde sie im März gesperrt. Kurz darauf wurde die Ringbahnbrücke abgerissen und der Ersatzbau vorbereitet.

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Zugleich läuft parallel der Neubau der Westendbrücke, um die Nordfahrbahn der A100 zwischen Messedamm und Spandauer Damm wieder durchgängig nutzbar zu machen. Während der Bauzeit sind erhebliche Umleitungen und Verkehrsbelastungen für Anwohner und Autofahrende prognostiziert, insbesondere in den umliegenden Wohngebieten.

Modernisierung des Autobahndreiecks Funkturm steht an, doch ein genauer Zeitplan fehlt weiterhin

Die Fertigstellung ist bis Sommer 2027 vorgesehen. Erst anschließend soll dann das größte aller Bauvorhaben beginnen, der umfassende Umbau des Autobahndreiecks Funkturm. Tagtäglich passieren etwa 230.000 Fahrzeuge das inzwischen stark sanierungsbedürftige Bauwerk, dessen Brückenstrukturen aus den 1960er-Jahren stammen und den heutigen Anforderungen längst nicht mehr gerecht werden.

Nach aktuellem Stand wäre eine Fertigstellung frühestens im Jahr 2033 denkbar, doch die Terminplanung für das Großprojekt ist ins Stocken geraten. Der Funkturm allerdings sollte bis dahin fertig saniert sein.

Quellen: Der Tagesspiegel, visitBerlin, Messe Berlin, rbb24, In-Berlin-Brandenburg.com

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