In Berlin rücken versiegelte Plätze stärker in den Fokus der Klimaanpassung. Diese fünf Orte zeigen, wo Begrünung, Schatten und Entsiegelung besonders relevant werden.
Breitscheidplatz
Bundesplatz
Hardenbergplatz
Potsdamer Platz
Washingtonplatz
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Berlin diskutiert wieder über Hitze, Entsiegelung und Stadtgrün. Der Senat verweist auf Schwammstadt-Prinzip, Regenwasserspeicherung, Entsiegelung sowie Dach- und Fassadenbegrünung als Bausteine der Klimaanpassung. Zugleich zeigen zentrale Plätze, wie groß der Abstand zwischen Strategie und Stadtraum noch ist.
ENTWICKLUNGSSTADT zeigt fünf Berliner Orte, die für Aufgaben stehen. Einige sind bereits Teil konkreter Planungen, andere zeigen vor allem planerischen Druck. Gemeinsam ist ihnen: In Berlin müssen Plätze künftig stärker begrünt werden, wenn sie auch an heißen Tagen nutzbar bleiben sollen.
Breitscheidplatz in Berlin: Sicherheit und Begrünung zusammen denken

Der Breitscheidplatz in Berlin zählt zu den bekanntesten Stadtplätzen der Hauptstadt. Zwischen Verkehr, Tourismus und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wird immer wieder über mehr Begrünung und eine klimaangepasste Umgestaltung diskutiert. / © Foto: Wikimedia Commons, Armin Kleiner, CC BY-SA 4.0
- Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
- Adresse: Breitscheidplatz, 10789 Berlin
- Projektstatus: Weiterentwicklung wird diskutiert
Der Breitscheidplatz gehört zu den bekanntesten Stadträumen Berlins. Gleichzeitig steht kaum ein anderer Platz vor so vielen unterschiedlichen Anforderungen. Als Verkehrsknoten, Erinnerungsort und touristischer Anziehungspunkt muss er zahlreiche Funktionen erfüllen. Deshalb verfolgen Senat und Bezirksamt keinen grundlegenden Umbau, sondern eine schrittweise Weiterentwicklung.
Geplant sind unter anderem neue Oberflächen, eine bessere Wegeführung, punktuelle Begrünung sowie eine Neuordnung einzelner Aufenthaltsbereiche. Ziel ist es, den Platz übersichtlicher und angenehmer nutzbar zu machen, ohne seine zentrale Verkehrsfunktion aufzugeben.
Die Planungen zeigen, dass Klimaanpassung auch am Breitscheidplatz eine Rolle spielt. Begrünung ist Bestandteil der vorgesehenen Maßnahmen, gleichzeitig müssen jedoch Sicherheitsanforderungen und die laufenden Bauvorhaben rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche berücksichtigt werden. Parallel entsteht ein dauerhaftes Zufahrtsschutzkonzept, das die bisherigen provisorischen Sperren ersetzen soll. Einen vollständigen Zeitplan für die gesamte Umgestaltung gibt es derzeit nicht.
Bundesplatz in Berlin: Ein Platz, der vom Verkehr überformt wurde

Unter der Überbauung am Bundesplatz prägen Stellplätze und Verkehrsflächen das Bild. In der Diskussion über die Begrünung von Berlins Plätzen gilt der Bereich als Beispiel dafür, wie Mobilität, Aufenthaltsqualität und Stadtgrün künftig besser miteinander verbunden werden könnten. / © Visualisierung: Wikimedia Commons, Sebastian Rittau, CC BY 4.0 (mit KI bearbeitet)
- Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
- Adresse: Bundesplatz, 10715 Berlin
- Projektstatus: Ideen und Diskussionen
Am Bundesplatz ist der Begriff Platz fast irreführend. Die Stadtautobahn, der Tunnel der Bundesallee, S- und U-Bahn sowie mehrere Verkehrsströme prägen den Raum. Aufenthaltsqualität gibt es hier so gut wie gar nicht. Diskutiert wurden deshalb unter anderem ein Mobilitäts-Hub, kleinteilige Nutzungen, Urban Gardening und eine modulare Markthalle unter der Autobahntrasse.
Für die Debatte um begrünte Plätze in Berlin ist der Bundesplatz wichtig, weil es hier nicht nur um Bäume geht. Es geht um Stadtreparatur. Eine klimaangepasste Lösung müsste Verkehr ordnen, dunkle Restflächen aktivieren, Entsiegelung prüfen und den angrenzenden Kiez besser anbinden.
Hardenbergplatz: Vom Verkehrsknoten zum klimaangepassten Stadtplatz?

Der Hardenbergplatz soll in den kommenden Jahren neu gestaltet werden. / © Foto: IMAGO
- Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
- Adresse: Hardenbergplatz, nahe Bahnhof Zoologischer Garten
- Projektstatus: Bebauungsplan „4-69c“ beschlossen
Der Hardenbergplatz gehört zu den wichtigsten Mobilitätsdrehscheiben der City West. Gleichzeitig prägen breite Fahrbahnen, Bushaltestellen und große versiegelte Flächen das Bild. Mit dem beschlossenen Bebauungsplan „4-69c“ hat der Berliner Senat nun den planungsrechtlichen Rahmen geschaffen. Der Platz soll dauerhaft als „ÖPNV-Verkehrsplatz und Stadtplatz“ gesichert werden. Wie er künftig konkret aussieht, ist allerdings noch offen. Das soll erst ein qualifizierendes Gestaltungsverfahren klären.
Während der Bebauungsplan vor allem die verkehrliche Funktion sichert, nennt das Land Berlin bereits klare Ziele für die weitere Gestaltung. Im Mittelpunkt stehen eine höhere Aufenthaltsqualität, Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie blau-grüne Infrastruktur.
Dazu zählen unter anderem zusätzliche Bäume, Regenwassermanagement, Verschattung und Verdunstungskühlung. Parallel sammelt das Pilotprojekt „SMART SPACE Hardenbergplatz“ Ideen, wie sich der Bahnhofsvorplatz künftig besser nutzen lässt. Welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, entscheidet sich jedoch erst im nächsten Planungsschritt.
Potsdamer Platz und Leipziger Platz: Gebaut für eine andere Klimazeit

Der Potsdamer Platz in Berlin ist bis heute von großen versiegelten Flächen geprägt. Im Zuge der Debatte über Klimaanpassung rückt die Frage nach mehr Begrünung zunehmend in den Fokus. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Potsdamer Platz / Leipziger Platz, 10117 Berlin
- Projektstatus: keine Platzbegrünung geplant
Der Kreuzungsbereich Potsdamer Platz / Leipziger Platz steht für die Stadtplanung der Nachwendezeit: große Baukörper, viel Stein, Glas, harte Kanten. Im Integrierten Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept des Bezirks Mitte wird der Potsdamer Platz als prägender Stadtraum der Bezirksregion Tiergarten Süd beschrieben; dort führen zahlreiche stark befahrene Verkehrsachsen durch die Region.
Eine konkrete Umgestaltung ist, zumindest bislang, hier nicht geplant. Trotzdem gehört der Ort in die Debatte. Denn er zeigt, dass Berlin nicht nur alte Plätze prüfen muss. Auch jüngere Stadträume wirken teils klimatisch überholt. Mehr Schatten, mehr Verdunstung und weniger aufgeheizte Oberflächen wären hier kein gestalterischer Luxus, sondern Teil der Anpassung an heißere Sommer.
Washingtonplatz am Hauptbahnhof: Hitze vor Berlins größtem Bahnhof

Der Washingtonplatz am Hauptbahnhof dient derzeit auch als zusätzliche Verkehrsfläche. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Washingtonplatz, 10557 Berlin
- Projektstatus: Neuordnung des Hauptbahnhof-Umfelds läuft
Der Washingtonplatz ist einer der härtesten Fälle. Die Berliner Morgenpost berichtete im Juni 2026 von fast 63 Grad Oberflächentemperatur am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof. Der Ort ist zugleich Teil der Neuordnung rund um den Hauptbahnhof: Seit September 2023 gestaltet das Straßen- und Grünflächenamt Mitte die An- und Abreise neu, unter anderem mit Taxi-Organisation, Fahrradabstellflächen und Mikromobilität.
Während der Europaplatz Süd offiziell klimaresilient umgebaut wird, bleibt der Washingtonplatz aber vor allem Mobilitätsfläche. Die Taxivorfahrt wird dort gebündelt. Genau deshalb stellt sich hier die nächste Frage: Muss auch die Südseite des Hauptbahnhofs stärker begrünt werden, damit Berlin an zentralen Ankunftsorten nicht nur funktioniert, sondern auch hitzerobust wird?

Neue Grüninseln ergänzen die Umgestaltung am Europaplatz rund um den Hauptbahnhof.
/ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost
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16 Kommentare
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Nur ein paar Zeilen zum obigen Artikel (es ist ja zuletzt schon alles in zig Kommentaren zur Unfähigkeit Berlins gesagt worden, Strassen, Plätze und Parks wirklich grün und wirklich zufriedenstellend zu gestalten):
Die „Grüninseln“ auf dem nördlichen Teil des Europaplatzes (siehe Foto am Ende des Artikels) sind wieder so ein völlig verkopfter linker Scheißdreck OHNE irgendeinen Mehrwert für Mensch, Natur und Klima!
Es tut mir leid, dass ich wieder mit dem alten Kaiser Wilhelm um die Ecke kommen muß, aber zu seiner Zeit hätte man anstelle jeder dieser bescheuerten Grüninseln ordentliche Bäume gepflanzt: SCHATTEN spendende Linden oder Platanen !
Ich habe mich gestern morgen erst selbst – vor Ort – von dem Murks dieser dusseligen Grüninseln überzeugen können, und ich empfehle jedem Leser, dem es möglich ist, es mir gleich zu tun. Nur so erhält man wirklich einen Begriff davon, mit wie viel ideologischer Verblendung man sich weigert, schlicht und einfach ganz normale Bäume zu pflanzen, die in der Lage sind SCHATTEN zu spenden.
Nein, das ist heutzutage natürlich nicht mehr zeitgemäß. Was zu Kaiser Wilhelms Zeiten praktiziert wurde, das kann ja nicht Inspiration und Vorbild für die heutige Zeit sein. Nein, natürlich nicht.
Wir leben in ganz anderen Zeiten. Das Rad muss neu erfunden werden: lasst uns schwachsinnige „Grüninseln“ pflanzen, die natürlich -darin besteht der Schwachsinn- keinen Schatten werfen. Es ist zum Kühemelken!
Oder man pflanzt seit neuestem Bäume, die aufgrund ihrer länglichen und extrem schmalen Blattbeschaffenheit ebenfalls keinen kühlen Schatten werfen können (siehe Vorplatz vom Humboldtforum beim indischen Tor): reinste UNFÄHIGKEIT und DUMMHEIT und BLÖDHEIT und DUSSELIGKEIT !!!
Was für ein grandioser Scheißdreck wird heutzutage an den Universitäten und Fachhochschulen in den entsprechenden Fächern eigentlich gelehrt, dass die Entwürfe von Stadtplanern und Landschaftsarchitekten immer wieder so grandios an der Realität scheitern? Und welche ahnunglosen Stümper und Ideologen sorgen eigentlich dafür, dass immer wieder dusseligste Entwürfe und Planungen Realität werden dürfen ???
Und wo ist eigentlich der kritische Journalismus, dessen Aufgabe es zum Beispiel wäre, obige „Grüninseln“ mit klaren Worten als den ästethischen Müll und mehrwertlosen Schwachsinn zu kritisieren, der sie ganz eindeutig und unzweifelhaft sind?
Ich würde mich freuen, wenn Sie mal einen Beitrag schrieben, der sich nicht wie eine Wuttirade liest. Dann würde ich mich sogar mit dem Inhalt auseinandersetzen, was so eher schwer fällt.
Hier gibt es eine aktuelle Petition um den Bürgermeister an sein Baumversprechen von 2024 zu erinnern https://weact.campact.de/petitions/halten-sie-ihr-baumversprechen-herr-wegner
Bei aller Diskussion um Studien, Planungen etc. Von Freiflächen, man sollte sich einfach nur historische Bilder um 1900 und später von Berliner Plätzen anschauen. Die waren damals fast alle begrünt. Wenn dies als Orientierung gelten würde, spart man sich kostenintensive studien etc.
Da gab es auch noch keine U-Bahnen unter den Plätzen. Am Hauptbahnhof sind auch überall Tunnel. Da lassen sich keine großwerdenden wirksamen Bäume pflanzen; oder nur ein kleinen Ecken.
Bevor man Plätze kritisiert, erst mal den Streckenplan de ÖPNV und der Bahn darunter bedenken.
Bedauerlich, dass es immer wieder Menschen gibt, die Mist und Murks auf Teufel komm raus rechtfertigen müssen.
Frage an A.Bauers:
Erfreuen Sie sich an der Platzgestaltung des nördlichen Europaplatzes mit den „Grüninseln“ und der auch hier wieder großflächigen Stein- und Steinchenlastigkeit mit großartigem Hitzeinselpotential im Hochsommer?
Übrigens muss ein unterirdischer Tunnel nicht zwingend zur grünen Kapitulation führen. Dafür gibt es genügend Beispiele in Berlin, u.a. eben der ViktoriaLuisePlatz (gleichnamige U-Bahn Station).
Auch Ihr schmerzlich vermisster Kaiser könnte auf dem Bahn-, Auto- und U-Bahntunnel keine Bäume pflanzen – sorry.
Ob mein schmerzlich vermisster Kaiser auf Bahn-, Auto- und U-Bahntunnel Bäume pflanzen könnte? Wer weiß…
Auf jeden Fall ist es heutzutage möglich. Ich habe mich gerade eben selbst davon überzeugen können – vor Ort: man braucht den Hauptbahnhof nur Richtung Invalidenstraße zu verlassen … und schon sieht man ca 30 frisch gepflanzte ordentliche, große Laubbäume… von links bis rechts, direkt über dem Bahntunnel, auf dem Vorplatz zur Invalidenstrasse!
Na, wer hätte denn das gedacht, das so etwas möglich ist?
Ich sag nur: selbsternannte Experten, die ihr „Wissen“ nur dazu benutzen, zu „begründen“ warum etwas NICHT möglich ist…
… Und Anhänger von selbst ernannten Experten, die voreilig jubeln und Triumpfgefühle kundtun. Warum eigentlich? Ich dachte, Sie mögen Bäume?
Verstehe, Sie mögen es nicht, dass ich mich aus der großen Schafherde heraus bewege und mir eine grundsätzlich positive Sicht auf die Kaiserzeit erlaube – was ich auch noch frech und unbekümmert und öffentlich kundtue…
Na sowas aber auch!
Nein, die Grüninseln erfreuen mich nicht sonderlich, denn sie sind nicht nachhaltig und auch nicht sonderlich wirksam. Natürlich erfreuen mich auch überwiegend steinerne Plätze bei großer Hitze nicht.
Aber viel begangene Plätze kann man leider nicht mit Rasen belegen, dann hat man sehr bald trockene Staubwüsten, die noch unangenehmer sind.
Was man machen kann, sind Schattendächer, sofern die Nutzung das zulässt und/oder Wasserspiele, die kurzfristig erfrischen können.
Der Viktoria-Luise-Platz ist eben ein Quartiersplatz und keine Hauptverkehrszone. Dort funktionieren Rasenflächen einigermaßen, auch weil auf sie dort stets ein wachsames Auge seitens der Anwohner gehalten wird. Bäume stehen dort auch nicht auf dem Tunnel. Und es kommt auch immer darauf an, wie tief bzw. wie flach unter der Oberfläche die Tunnel oder ähnliches sind. Kann man u.a. an der Menge der Treppenstufen erkennen. In Berlin sind sie meist so dicht unter der Oberfläche, wie es mit der darüber befindlichen Nutzung verträglich ist.
Und nein, ich will es nicht rechtfertigen, sondern erklären, warum manche Dinge sind, wie sie sind. Es bringt nichts, sich an untauglichen Objekten abzuarbeiten. Es gibt so viele andere Bereiche, wo man noch sehr viel tun kann, z.B. Straßenbäume pflanzen. So dicht ist unser U-Bahn-Netz nun auch nicht, als dass da nicht noch sehr viele Standorte zu finden wären.
An A. Bauers:
Wieso kann man vielbegangene Plätze nicht mit Rasen belegen? Es müsste nicht mal englischer Rasen sein: vor dem NaturkundeMuseum um die Ecke gibt es eine wunderschöne, pflegeleichte Wildwiese. Extra angelegt für die klimatischen Bedingungen hier im Zentrum Berlins. Davon könnte man sich meinetwegen auch inspirieren lassen. Man könnte den Eurpaplatz Nord klar strukturieren (!), hier Wege, da Rasen / Wildwiese fürs Auge. Da müsste man mit entsprechenden Einfassungen arbeiten… kein Problem. Wem Inspiration fehlt, der schaue sich Bildbänder an, die Strassen, Plätze, Parkanlagen aus der Kaiserzeit illustrieren: Einfassungen ohne Ende..
Ich sags ja, wer von unserem reichen Erbe, von unserer reichen Tradition nichts wissen möchte, der steht dann eben wie ein Ochs vor dem Berg und scheitert schon an den einfachsten Herausforderungen – so, wie der Verantwortliche für diese misslungene Platzgestaltung mit den misslungenen Grüninseln.
Zum Hinweis auf den unterirdischen Tunnelverlauf: dieser sollte einen fähigen Landschaftsarchitekten nicht zur grünen Kapitulation an der Oberfläche nötigen – ausreichend Wille, Hirn und Kreativität vorausgesetzt. Bäume können auch beschnitten werden, damit Krone- und Wurzelausbildung im Rahmen bleiben (Beispiel: Frankfurter Museumsufer; kleine Bäume, grossartiger Schatteneffekt) oder man erhöht im Bereich der Baumscheiben das BodenNiveau auf das notwendige Maß.
Wem keine Lösung einfällt, der sollte auch keinen Entwurf präsentieren. Wer vor der Herausforderung kapituliert, der sollte Mist und Murks nicht als Lösung verkaufen. Und wir sollten als Stadtgesellschaft Mist und Murks auch nicht als Lösung akzeptieren!
Und ich finde schon, dass die Platzgestaltung unmittelbar südlich und nördlich des Hauptbahnhofs einer 3,7 Mill Metropole – unserer Hauptstadt(!) – ein extrem taugliches Objekt ist, kritisiert zu werden. Solange, bis die Platzgestaltung schön, gelungen und zufriedenstellend ist.
Defätismus und Fatalismus („..es bringt nichts..“) ist in meinen Augen jedenfalls keine Option. Genau diesen Ton höre ich bei Ihnen jedoch heraus. Schade.
Danke Tom. Genauso ist es. Ganz ohne Klimadenöns und Resilienzgequatsche könnte unser Berlin viel schöner und lebenswerter und grüner sein und aussehen, würde man sich unvoreingenommen die Kaiserzeit zum Vorbild nehmen. Es gibt ja Gründe dafür, warum ein SavignyPlatz oder ein ViktoriaLuisePlatz sehr beliebte Plätze sind und moderner Scheiß, der sich unserem reichen Erbe und unserer reichen Tradition komplett entzieht, nur noch Wut und Frust erzeugt.
…Klimagedöns..
Und zur Aufstellung gehört natürlich: der Gendarmenmarkt! :-)
Danke M.Hillen, Sie sprechen mir aus der Seele und drücken beherzt und sachlich aus, was Sache ist. Das sonderbare Gestrüpp vor dem Hauptbahnhof ist so ein wachsendes „Stadtmöbel“, das vermutlich der Schwiegersohn irgendeines Senatfuzzis entworfen hat und vertreibt. Sie beschreiben sehr lustig die bittere Wahrheit.
Kurzsichtige Planer , unfähige Politiker , korupte Baufirmen ,das ist Berlin. Danke.
Aufm Gendarmenmarkt hat jetzt ne Open-Air-Sauna eröffnet