Nach fast vier Jahren ist die Notunterkunft für Geflüchtete in Berlin-Tegel offiziell geschlossen. Die Einrichtung, die in Hochzeiten rund 5.500 Geflüchtete gleichzeitig beherbergte, war die größte ihrer Art in Deutschland. 

Container Flüchtlingsunterkunft

Während die Notunterkunft in Tegel geschlossen wird, bleiben andere, kleinere Einrichtungen in Berlin in Betrieb, um die Versorgung und Unterbringung von Geflüchteten weiter sicherzustellen. / © Foto: depositphotos.com

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Die Notunterkunft für Geflüchtete auf dem ehemaligen Flughafen Berlin-Tegel ist nach fast vier Jahren offiziell geschlossen worden. In dieser Zeit wurden dort mehr als 110.000 Menschen untergebracht, die in Berlin Schutz suchten. Die Einrichtung war in Spitzenzeiten die größte Flüchtlingsnotunterkunft Deutschlands.

Die Schließung markiert nun das Ende eines außergewöhnlichen Kapitels in der Berliner Flüchtlingspolitik. Betreiber, Verwaltung und Hilfsorganisationen hatten seit der Aufnahme der ersten Geflüchteten 2022 einen stetigen Betrieb aufrechterhalten.

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Doch auch künftig wird das Gelände des ehemaligen Flughafens für die Aufnahme von Geflüchteten genutzt. Geplant ist ein zentrales Ankunftszentrum nach EU-Standards, das Platz für bis zu 2.600 Menschen bietet, die in Holz-Containern untergebracht werden. Bereits 2025 hatte die Senatskanzlei angekündigt, das Areal mindestens bis 2031 als Ankunfts- und Registrierzentrum zu nutzen.

Notunterkunft Tegel nach fast vier Jahren geschlossen: Bilanz und Rückblick

Insgesamt wurde das Berliner Notaufnahmesystem in Tegel als notwendig, aber auch als temporäre Lösung beschrieben. Die Einrichtungen boten nicht nur Schlafplätze, sondern auch medizinische Versorgung, psychosoziale Unterstützung und Integrationsangebote. Nach fast vier Jahren Betrieb sei das Modell nun abgeschlossen, wobei die langfristige Unterbringung und Integration der Geflüchteten weiterhin Priorität habe.

Die Schließung von Tegel dokumentiert sowohl die Dimension der Flüchtlingsaufnahme in Berlin als auch die Herausforderungen, die mit temporären Großunterkünften verbunden sind. Sie bietet zugleich Gelegenheit, das Berliner System der Geflüchtetenunterbringung zu evaluieren und zukunftsfähig zu gestalten. Wie schnell nun der Umbau in Tegel gelingt, bleibt vorerst abzuwarten.

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Quellen: dpa, RBB, taz, Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Tagesschau

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