Nach elf Monaten Bauzeit ist die Grunewaldstraße fit für die Mobilitätswende. Neue Radwege und Abstellmöglichkeiten sollen die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen. Mit einem gemeinsamen „Anradeln“ wurde die frisch fertiggestellte Strecke eröffnet.

Geschützte Radwege und neue Ladezonen sollen die Verkehrssicherheit in der Grunewaldstraße erhöhen. / © infraVelo – Daniel Rudolph

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© Fotos: InfraVelo – Daniel Rudolph, StadtLandMensch-Fotografie

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Die Grunewaldstraße in Berlin-Schöneberg wurde nach rund elf Monaten Bauzeit umfassend umgestaltet. Auf beiden Seiten der Grunewaldstraße stehen nun geschützte Radfahrstreifen zur Verfügung, die die Verkehrssicherheit für Radfahrende und Fußgänger erhöhen und den Wirtschaftsverkehr besser organisieren sollen.

Koordiniert wurde das Projekt von der landeseigenen Gesellschaft infraVelo und ist Teil eines größeren Maßnahmenpakets zur Stärkung des Radverkehrs in Tempelhof-Schöneberg. Offiziell eingeweiht wurde die neue Radverkehrsachse mit einem „Anradeln“, an dem Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft teilnahmen.

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Grunewaldstraße in Schöneberg: neuer Radfahrstreifen eröffnet

Die Bauarbeiten an der Grunewaldstraße in Schöneberg sind abgeschlossen. Nun verfügt die wichtige Verbindung zwischen Wilmersdorf und Schöneberg über beidseitige Radfahrstreifen mit einer Breite von 2,00 bis 2,50 Metern. Zusätzliche Schutzelemente sowie rote Fahrbahnmarkierungen an Kreuzungen und Einmündungen sollen die Sicherheit für Radfahrende deutlich erhöhen.

Zur besseren Organisation des Liefer- und Wirtschaftsverkehrs wurden entlang der 1,6 Kilometer langen Strecke insgesamt 17 Lade- und Lieferzonen mit jeweils mindestens 15 Metern Länge eingerichtet. Zudem entstanden drei Abstellanlagen für Elektrokleinstfahrzeuge sowie vier neue Fahrradstellflächen mit insgesamt 24 Bügeln, unter anderem nahe der Loecknitz-Grundschule. Das Projekt wurde von der landeseigenen Gesellschaft infraVelo koordiniert.

Tempelhof-Schöneberg: „InfraVelo“ feiert neuen Radweg mit einem „Anradeln“

Um den Abschluss der Bauarbeiten zu feiern, fand am vergangenen Mittwoch ein „Anradeln“ statt, an dem zahlreiche Radfahrende teilnahmen. Neben Bürgerinnen und Bürgern waren auch der Staatssekretär für Mobilität und Verkehr, Arne Herz, Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck, Vertreter der IHK Berlin sowie infraVelo-Geschäftsführer Michael Fugel vor Ort.

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Die Teilnehmenden des gemeinsamen „Andradelns“ starteten an der Grünanlage des Bayerischen Platzes in Schöneberg und nahmen die kürzlich fertiggestellte Strecke, die auch am frisch modernisierten Kleistpark vorbeiführt, gemeinsam in Betrieb.

Modernisierte Grunewaldstraße verbessert Sicherheit für Verkehrsteilnehmende

Vor dem Umbau mussten Radfahrende die Grunewaldstraße gemeinsam mit dem Autoverkehr nutzen. Eine Lösung, die nach Einschätzung des Bezirks wenig Sicherheit bot. Durch die neue Aufteilung profitieren nun auch Fußgängerinnen und Fußgänger: Querungen wurden kürzer gestaltet, Sichtbeziehungen verbessert und Sonderparkplätze für Menschen mit Behinderungen sowie Taxen berücksichtigt.

Bezirksstadträtin Ellenbeck erklärte, die Grunewaldstraße sei nun ein Ort, an dem sich Menschen sicherer bewegten. Sie bezeichnete die Straße als wichtige Verkehrsachse und vielseitigen Standort zum Wohnen, Einkaufen sowie für Bildung und Verwaltung.

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Gemeinsam mit bereits abgeschlossenen oder im Bau befindlichen Projekten wie an der Hauptstraße, der Belziger Straße sowie der Monumenten- und Langenscheidtstraße entstehe Schritt für Schritt ein durchgängiges Radverkehrsnetz im Bezirk.

Weitere Fahrradstraßen für Tempelhof-Schöneberg in Arbeit

Auch andere Straßen in Tempelhof-Schöneberg werden aktuell umgestaltet. In der Monumenten- und Langenscheidtstraße laufen seit dem 12. September 2025 Bauarbeiten zur Einrichtung einer Fahrradstraße, die Ende Oktober abgeschlossen sein sollen. Künftig erhalten Radfahrende dort Vorrang, während der motorisierte Verkehr auf Anlieger beschränkt wird.

Parallel wird die Belziger Straße seit Juli 2025 umgebaut. Neben neuen Rot- und Grünmarkierungen sieht der Plan auch hier vor, Radfahrenden Vorrang einzuräumen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Auch am Südkreuz läuft mit dem Umbau der Ella-Barowsky-Straße ein vergleichbares Projekt. Es ist also einiges los auf den Straßen von Tempelhof-Schöneberg. Profiteure sind derzeit vor allem Radfahrende.

 

Weitere Bilder des Anradelns in Berlin-Schöneberg am 24. September 2025:

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Quellen: InfraVelo GmbH, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

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