Der Berliner Senat hat den neuen Fortschrittsbericht zum Wohnungsbau bis 2040 beschlossen. Darin zeigt sich: Der Bedarf an Wohnungen und die bisher gefundenen Bauflächen liegen nah beieinander, zusätzliche Reserven werden jedoch weiterhin benötigt.

Eine Visualisierung zeigt das geplante Wohnquartier an der Landsberger Allee in Lichtenberg. Dort entstehen 1.548 Wohnungen aus 3.000 Modulen – ein Beispiel für aktuelle Bauansätze in der Berliner Wohnraumentwicklung. / © Visualisierung: Gewobag
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Senat von Berlin hat einen neuen Bericht zum Wohnungsbau bis 2040 beschlossen. Darin wird geprüft, wie viele Wohnungen in den kommenden Jahren gebraucht werden und wo in der Stadt noch gebaut werden kann. Grundlage ist der „Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040“.
Auch die Entwicklung der letzten Jahre wird betrachtet. Trotz hoher Baukosten und schwieriger Bedingungen sind zwischen 2022 und 2025 rund 60.000 neue Wohnungen in Berlin entstanden, heißt es. Der Bericht soll zeigen, wie sich diese Entwicklung langfristig auf den Bedarf auswirkt.
Wie viele Wohnungen Berlin braucht und warum weitere Flächen wichtig bleiben
Für die Jahre 2026 bis 2040 geht der Senat von einem Bedarf von insgesamt 211.000 Wohnungen aus. Dieser setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Zum einen aus Wohnungen, die nötig sind, um den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Zum anderen aus zusätzlichem Bedarf durch das erwartete Bevölkerungswachstum.
Dem gegenüber stehen derzeit geplante Bauflächen für rund 213.000 Wohnungen. Damit wäre der Bedarf rechnerisch gedeckt, allerdings nur knapp. Die Stadt betont deshalb, dass weitere Flächen als Reserve wichtig bleiben.
Berlin setzt auf neue Stadtquartiere und Innenentwicklung
Ein wichtiger Baustein bleiben die 24 Neuen Stadtquartiere (NSQ). Dort könnten insgesamt rund 61.000 Wohnungen entstehen. Für einen Teil davon sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen bereits geschaffen worden. Diese Quartiere sollen vor allem auch bezahlbaren und gemeinwohlorientierten Wohnraum ermöglichen.
Zusätzlich setzt Berlin stärker auf die Entwicklung bestehender Stadtgebiete. Die Bezirke arbeiten dafür an sogenannten Innenentwicklungskonzepten, mit denen ungenutzte Flächen im Stadtgebiet besser genutzt werden sollen.

Neue Stadtquartiere in Berlin: ENTWICKLUNGSSTADT zeigt die Standorte der wichtigsten Wohnungsbauprojekte, die in den kommenden Jahren zehntausende neue Wohnungen in der Hauptstadt schaffen sollen. / © Grafik: ENTWICKLUNGSSTADT mit KI
Weitere Maßnahmen für schnelleres Bauen
Neben neuen Bauflächen geht es auch um schnellere Verfahren. Dazu gehören etwa gesetzliche Vereinfachungen und Förderprogramme für den Wohnungsbau. Auch die landeseigenen Wohnungsunternehmen spielen weiterhin eine wichtige Rolle beim Neubau.
Ziel bleibt es, den Wohnungsbau in Berlin stabil zu halten und ausreichend Wohnraum für die wachsende Stadt zu sichern. Dabei soll sowohl auf neue Quartiere als auch auf Nachverdichtung im Bestand gesetzt werden.
Quellen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
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Umfangreiche Investitionen im hochwertigen und kurzfristigen Wohnungsbau in den Top-sieben-Städten ergeben nur dann eine anhaltende EK-Rendite weit über dem Durchschnitt, wenn einerseits kostengünstig und kurzfristig und andererseits auf günstigem innerstädtischen Baugrund der Kommunen gebaut werden kann.
Die Chance, dieses Konzept zu verwirklichen ist relativ groß, wenn den Kommunen 50% der dringend benötigten Miet-Wohnungen für jedes Einkommen gegen kommunales Bauland angeboten werden kann. Denn die Kommunen können das aus eigener Kraft, also mit eigener Finanzierung und den technisch-technologischen Fähigkeiten ihrer kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, kaum realisieren.
Die anderen 50% der Wohnungen, mit großzügigerer Ausstattung, könnten frei vermietet werden.