In Berlin stagnieren viele Verkehrsprojekte und Ideen, doch es gibt auch positive Signale. Diese zehn Projekte zeigen, wie Radverkehr, E-Mobilität, neue Infrastruktur und urbane Entwicklung in der Hauptstadt konkret vorankommen.
© Titelbild / Visualisierung: xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo
Es wird ja gern gejammert in und über Berlin, weil Projekte nicht oder nur sehr langsam vorankommen. Doch es ist nicht alles schlecht, viele Initiativen und Projekte entstehen im Kleinen oder auf Betreiben privater Entwickler, aber auch die öffentliche Verwaltung treibt Vorhaben voran.
Berlin verändert also kontinuierlich seine Mobilität, an vielen unterschiedlichen Stellen: von geschützten Radstreifen über neue Fahrradparkhäuser bis zu Ladepunkten für E-Autos und autonomen Shuttle-Projekten.
Wie stark sich die Entwicklung bereits in Zahlen zeigt, verdeutlichen zahlreiche Beispiele: In Berlin gibt es derzeit mehr als 7.100 öffentlich zugängliche Ladepunkte für rund 90.000 zugelassene E-Fahrzeuge. Im Graefekiez in Friedrichshain-Kreuzberg wurden seit 2023 712 Parkplätze umgewidmet. Und es gibt noch weitere überzeugende Beispiele. Die folgenden Top 10 Projekte zeigen, wie konkret sich Mobilität in Berlin derzeit positiv verändert.
Tempelhof-Schöneberg: Grunewaldstraße wird zur neuen Mobilitätsachse

Auf beiden Seiten der Grunewaldstraße sind geschützte Radfahrstreifen entstanden, die durch flexible Pfosten und sogenannte Leitboys vom motorisierten Verkehr abgetrennt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Ort: Grunewaldstraße
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Umfang: 1,6 Kilometer Straßenumbau mit geschützten Radfahrstreifen und 17 Lieferzonen
- Status: fertig
Die Grunewaldstraße gehört zu den auffälligsten Mobilitätsprojekten im Berliner Westen. Der Umbau ordnet den Straßenraum neu und richtet ihn stärker auf Radfahrende, Fußgänger und den Wirtschaftsverkehr aus. Auf beiden Seiten der Straße entstanden geschützte Radfahrstreifen, die mit flexiblen Trennelementen vom Autoverkehr abgesetzt werden. In Kreuzungsbereichen sorgen rote Markierungen für bessere Sichtbarkeit.
Zusätzlich schafft das Projekt neue Lieferzonen, barrierefreie Querungen mit taktilen Platten und akustischen Signalen sowie längere Grünphasen an Ampeln. Damit geht es nicht nur um Radverkehr, sondern um eine breitere Neuverteilung des öffentlichen Raums. Das Projekt wurde von infraVelo umgesetzt und durch Landes- und Bundesmittel finanziert.
Schöneweide: Öffentliches Fahrradparkhaus für den Umstieg auf Bahn und Rad

Die Visualisierung zeigt das neue Fahrradparkhaus auf dem Vorplatz des Bahnhofs Schöneweide, wo zahlreiche Menschen mit Fahrrädern unterwegs sind. / © Visualisierung: xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo
- Ort: Bahnhof Schöneweide
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Umfang: 1.100 Stellplätze, davon rund 800 im Parkhaus und 300 in einer überdachten Abstellanlage
- Fertigstellung: Frühjahr 2027
Am Bahnhof Schöneweide entsteht das erste öffentliche Fahrradparkhaus Berlins. Der Standort ist bewusst gewählt: Dort steigen täglich mehr als 48.000 Fahrgäste um. Das Projekt soll also genau dort ansetzen, wo der Wechsel zwischen Fahrrad und öffentlichem Verkehr im Alltag besonders relevant ist.
Geplant ist ein zweigeschossiger Holzbau mit Edelstahlnetz, Gründächern, Photovoltaik und einer bepflanzten Südseite. Ergänzt wird das Angebot durch Servicefunktionen und eine zweite, überdachte Anlage. Für Berlin ist das Projekt vor allem deshalb relevant, weil es die bisher oft lückenhafte Schnittstelle zwischen Radverkehr und Bahn systematisch ausbaut.
Berlin-Mitte: Wallstraße als neue Fahrradstraße

So sehen die neuen Markierungen auf der Ober- und Niederwallstraße in Berlin-Mitte aus. Hier hat der Fahrradverkehr künftig Vorfahrt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Ort: Oberwallstraße, Niederwallstraße, Wallstraße und Märkisches Ufer
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Umfang: neue Fahrradstraße mit geänderter Vorfahrt
- Status: fertig
Mit der neuen Fahrradstraße im historischen Zentrum von Berlin-Mitte hat der Bezirk eine zusammenhängende Verbindung zwischen Jannowitzbrücke und Werderschem Markt geschaffen. Das Projekt beschränkt sich nicht auf neue Schilder. Vielmehr wurde der Straßenraum neu markiert und neu geordnet, damit der Radverkehr auf der Strecke Vorfahrt erhält.
Für den Fußverkehr kamen neue Aufenthaltsbereiche am Hausvogteiplatz und ein neuer Gehweg am Märkischen Ufer hinzu. Damit zeigt das Projekt, wie sich bestehende innerstädtische Straßenräume umbauen lassen.
Nachhaltiger Straßenbau: Recycling-Asphalt als Teil der Mobilitätsentwicklung

In Berlin rücken nun zirkuläre Baustoffe wie die „EcoFlakes“ in den Fokus, die Recyclingkunststoffe in den Asphalt zurückbringen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Ort: verschiedene Straßenbauprojekte in Berlin
- Umfang: Einsatz der Asphalt-Technologie „EcoFlakes“
- Status: laufende Entwicklung und Anwendung
Nicht jedes Mobilitätsprojekt zeigt sich als neue Straße oder neue Station. Auch der Straßenbau selbst verändert sich. In Berlin rückt mit den sogenannten „EcoFlakes“ eine Technologie in den Fokus, die Recyclingkunststoffe in Asphaltmischungen einbringt und damit fabrikneue Kunststoffe ersetzt. Das Material soll künftig helfen, Emissionen im Straßenbau zu senken.
Nach Angaben des Unternehmens ecopals sind Einsparungen von bis zu 20 Prozent CO₂ je Tonne Mischgut möglich. Zugleich sollen die Beläge robuster gegen Spurrinnen, Risse und Temperaturschwankungen sein. Für Berlin ist das vor allem deshalb relevant, weil die Stadt über rund 5.400 Kilometer asphaltierte Flächen verfügt und Straßensanierungen regelmäßig anstehen.
Berlin-Nordwesten: BVG testet autonome Shuttles im Stadtverkehr

Autonome Shuttles sind in Berlin auf ersten Testfahrten unterwegs und sollen künftig als flexible Ergänzung des ÖPNV den Stadtverkehr digital und bedarfsgerecht unterstützen. / © Foto: BVG/Florian Bündig
- Ort: Teile von Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf
- Umfang: Testbetrieb mit autonomen Fahrzeugen
- Status: Testbetrieb seit Oktober 2025
Mit dem Projekt „NoWeL4“ hat Berlin im Nordwesten einen Testbetrieb für autonome Fahrzeuge gestartet. Die BVG und ihre Partner erproben dabei Shuttles mit Level-4-Technologie im öffentlichen Straßenraum. Ziel ist nicht der Ersatz klassischer Linien, sondern eine Ergänzung des Nahverkehrs durch flexiblere, bedarfsgerechte Angebote.
Das Testgebiet umfasst rund 15 Quadratkilometer. Zunächst laufen Probefahrten ohne Fahrgäste, bald soll der nächste Schritt mit Passagieren folgen. Das Projekt wird vom Bund mit 9,5 Millionen Euro gefördert. Für Berlin ist der Versuch vor allem ein Test dafür, wie digitale Mobilitätsangebote künftig in das bestehende ÖPNV-System eingebunden werden können.
Berlin-Mitte: Unterirdisches Fahrradparksystem im Quartier „Am Tacheles“

Der „Bikesafe“ im Quartier „Am Tacheles“ in Berlin-Mitte zeigt, wie städtische Flächen effizient genutzt werden können. / © Foto: IMAGO
- Ort: Oranienburger Straße im Quartier „Am Tacheles“
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Umfang: „Bikesafe“ mit bis zu 96 Stellplätzen
- Status: fertig
Im neuen Quartier „Am Tacheles“ setzt Berlin-Mitte auf eine Lösung, die Mobilität mit knappen Flächen zusammendenkt. Auf dem Stadtplatz an der Oranienburger Straße steht ein verspiegelter Zylinder, der oberirdisch wenig Platz beansprucht. Darunter liegt ein vollautomatisches Fahrradparksystem, das bis zu 96 Fahrräder aufnehmen kann.
Der Parkvorgang läuft digital über Chip oder QR-Code. Nach dem Einstellen wird das Rad automatisch in das System eingezogen; der Vorgang dauert etwa 20 Sekunden. Das Projekt ist deshalb interessant, weil es nicht nur zusätzliche Abstellkapazität schafft, sondern auch zeigt, wie sich Mobilitätsinfrastruktur unauffällig in hochwertige Stadträume integrieren lässt.
Mobilität am Potsdamer Platz: Aus einer Passage wird ein Bike Hub

Eine ehemals wenig genutzte unterirdische Passage am Potsdamer Platz wurde zu einem modernen Bike Parking umgestaltet. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Ort: Potsdamer Platz
- Bezirk: Berlin-Mitte
- Umfang: über 200 Stellplätze für Fahrräder
- Status: fertig
Am Potsdamer Platz wurde eine frühere Einkaufspassage mit kaum genutzten Ladenflächen zu einer Fahrradstation umgebaut. Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Berlin bestehende Infrastruktur neu nutzen kann, statt allein auf Neubauten zu setzen. Die neue Anlage verbindet den U- und S-Bahnhof direkt mit dem Center und richtet sich sowohl an Besucher als auch an Mieter.
Die Station bietet mehr als 200 Stellplätze und ist barrierefrei erreichbar. Hydraulische Hebevorrichtungen helfen beim Einparken schwerer Räder, zusätzlich gibt es einen Aufzug. Das architektonische Konzept greift die Form eines Fahrradreifens auf und zeigt, dass Mobilität am Potsdamer Platz inzwischen auch als gestalterische Aufgabe verstanden wird.
Prenzlauer Berg: Mobilitätskonzept für ein ehemaliges Schlachthof-Areal

Innovatives Mobilitätskonzept: Die selbst entwickelten Ladesäulen für E-Bikes in der Tiefgarage hat sich Projektentwickler HB Reavis patentieren lassen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Ort: Landsberger Allee
- Bezirk: Pankow
- Umfang: abgeschlossenes Gewerbequartier mit Fahrradhalle, Stadtplatz, Fahrradrampe, Duschen, Umkleiden und Ladeinfrastruktur für E-Bikes
- Status: fertig
Auf dem Gelände des früheren Zentralvieh- und Schlachthofs ist mit DSTRCT.BERLIN eines der größeren Gewerbeprojekte der vergangenen Jahre entstanden. Das Quartier verbindet historische Hallen mit einem Neubau und ergänzt die gewerbliche Nutzung um ein ausgeprägtes Mobilitätskonzept. Dazu zählen eine Fahrradhalle, kurze Wege auf dem Areal und ein öffentlicher Stadtplatz.
Der Good Mobility Council verlieh dem Projekt die Zertifizierungsstufe „Certified Good Mobility in Platin“. Hervorgehoben wurden unter anderem eine befahrbare Fahrradrampe mit sechs Prozent Steigung, hochwertige Duschen und Umkleiden sowie eine eigens entwickelte Ladelösung für E-Bikes und Pedelecs. Zudem wurde ein Teil der ursprünglich geplanten Pkw-Tiefgarage während der Bauphase umgewidmet.
Berlin erweitert die E-Mobilität: Mehr Ladepunkte auf öffentlichem Grund

Berlin treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos weiter voran. / © Foto: depositphotos.com
- Ort: fünf landeseigene Standorte in Berlin
- Umfang: 61 öffentlich zugängliche Ladepunkte
- Status: fertig, Ausbau soll ab 2026 mit privaten Betreibern erweitert werden
Berlin baut die Ladeinfrastruktur nicht mehr nur im Straßenraum aus, sondern zunehmend auch auf eigenen Grundstücken. Das aktuelle Pilotprojekt nutzt landeseigene Flächen mit regelmäßigem Publikumsverkehr, darunter Bezirksämter, eine Kfz-Zulassungsstelle, ein Museumsstandort und ein Gewerbegebiet. Ziel ist es, Ladeangebote stärker in alltägliche Wege zu integrieren.
Seit Sommer 2025 wurden an fünf Standorten 61 Ladepunkte errichtet. Das Projekt ist Teil der Berliner Gesamtstrategie Ladeinfrastruktur, die 2024 beschlossen wurde.
Friedrichshain-Kreuzberg: Graefekiez als Modellraum für die Verkehrswende

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg setzt im Graefekiez auf klimaresiliente Straßenräume – doch der Umbau der Blücherstraße sorgt zugleich für Kritik und Anpassungsdruck. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
- Ort: Graefekiez
- Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
- Umfang: Verkehrsberuhigung, Umwidmung von 712 Parkplätzen
- Status: fertig
Der Graefekiez gilt seit Jahren als Berliner Testfeld für eine neue Verteilung des Straßenraums. Im Rahmen von „Xhain bewegt sich“ reduziert der Bezirk den Durchgangsverkehr und stärkt Rad- und Fußverkehr. Die Maßnahmen reichen von verkehrsberuhigten Bereichen bis zu Fahrradstraßen und modalen Filtern, die den Kiez für den Autoverkehr weniger durchlässig machen.
Eine repräsentative Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung zeigt laut Quelle, dass die Eingriffe messbare Folgen haben: Rund neun Prozent der Haushalte haben ihr Auto abgeschafft, außerdem seien seit 2023 insgesamt 712 Parkplätze umgewidmet worden.
Quellen: Berliner Morgenpost, ADFC, Das Center am Potsdamer Platz, Good Mobility Council, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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17 Kommentare
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Mehr Aufenthalsfläche für Fußgänger am Hausvogteiplatz? Die muss ich übersehen haben.
Was ist eigentlich mit der Tram und den Fahrradwegen über die Leipziger und dem Leipziger Park?
Die Grunewaldstr. Ist nach Umbau nur noch reines Kaos. Die Lieferzonen sind 7 Tage in der Woche nur für Lieferanten reserviert, Anwohner müssen Abends und Nachts alles, verbotener Weise, zuparken, da sich nicht wissen wohin. Viele Parkplätze sind zudem entfallen, weil extrem lange Abbiegespuren eingerichtet wurde.
Wer einen Döner kaufen will, muss auf dem Behintertenparkplatz anhalten, die Lieferanten des Hermesshops sind genervt, weil die nächste Lieferzone zu weiten ist.
Aber während Anwohnerparkplätze rigoros gestrichen wurden, mindestens 50 %, wurde dem Amtsgericht ein Parkhaus spendiert.
Für mich reine Klientelpolitik.
SORRY, weil die nächste Lieferzone zu weit entfernt ist….
Der öffentliche Raum hat mehr Funktionen als Anwohnerparkplatz.
Das kann nicht das Hauptargument sein, um irgendetwas zu verteufeln.
Ist das Parkhaus für Sie nutzbar, ggf. auch gegen Gebühr? Bitte bedenken Sie: Die Öffentlichkeit muss Ihnen weder bequemes noch günstiges Parken auf öffentlichen Flächen ermöglichen.
Öffentliche Fläche ist wertvoll und sollte auf alle Stakeholder fair verteilt und genutzt werden.
Wer in der Gegend wohnt und regelmäßig ein privates Auto nutzt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Es ist nicht die Aufgabe der Stadt private Parkplätze zur Verfügung zu stellen, vor allem nicht zum Nachteil der zahlreichen Menschen ohne Auto. Die Mehrheit ist sowieso mit öffis, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs.
Im Parkhaus/ Tiefgarage????
Irgendwie wird immer so getan, als ob Parken am Straßenrand die einzige Möglichkeit wäre. Nein. Es gibt auch andere Möglichkeiten. Wenn Menschen in Städten in Hochhäusern gestapelt werden, dann auch Autos. Ebenerdige Fläche ist zu kostbar um sie mit stehendem Blech zu vergeuden.
Wer sich heute nich ein Auto leisten kann, kann sich auch einen kostenpflichtigen Parkplatz leisten.
Fahrrad, Fahrrad, Fahrrad ich dachte wir wollen Zusammen leben? Warum werden dann systematisch autofahrer ausgeschlossen? 712 parkplätze UMGEWIDMET schöne umschreibung für das wort wegfallen. Bitte beschwert euch nicht, wenn leistungstragende handwerker(mich eingeschlossen) abwandern und ihr bald n stundensatz von 150 200 euro je handwerker zahlen dürft, sofern ihr einen erhaltet. Agenda 2030 ihr werdet nix besitzen und ihr werdet glücklich damit sein ist in vollem gange
Das Ziel ist „für Alle“.
Da die Autofahrer in den letzten Jahrzehnten bevorzugt wurden und ihnen unverhältnismäßig viel Fläche zugeordnet wurde, wird dieses Missverhältnis nun schrittweise korrigiert. Zudem haben immer weniger Menschen ein Auto.
Reiner Wirtschaftsverkehr wie Lieferanten oder Handwerker haben Lieferzonen.
Auch wenn der Verlust der Privilegien schmerzhaft ist, bitte ich um Verständnis für die anderen Interessengruppen.
Ein Gewerbetätiger kann einen kostenpflichtigen Parkplatz im Parkhaus/ Tiefgarage als Betriebsausgabe ansetzen.
Die vielen neuen Lieferzonen sollen in Berlin durch eine Erweiterung des entsprechenden Gesetzes auch für Handwerker nutzbar sein.
Ein Parkplatz an der Straße ist nicht nötig für Gewerbetreibende.
Ich verstehe Ihren Einwand daher nicht. Können Sie mir den Zusammenhang bitte darlegen?
Ein Parkplatz für einen Handwerker der ein Abflussrohr erneuern soll ist notwendig und zu organisieren. In einer Lieferzone ist der so wie er jetzt aufgestellt ist falsch. Werkzeug mit dem Fahrrad zu transportieren . Die Dame soll mal eine Woche da mitarbeiten , dann brauche ich das nicht mehr zu erklären. Was ich kritisiere ist : es gibt keinen Plan für alle Stakeholder , wir machen mal was und das ist für alle eben schwierig. Aktuell stehen in Berlin die Häuser auf „Parkplätzen“ haha
Verkehrdwende? Den Autofahrern wird das Leben schwer gemacht. Tolle neue Radwege? Aber viele Radfahrer fahren trotzdem auf dem Gehweg. Eine echte Verkehrswende wäre eine Verpflichtung für Radfahrer eine Art Fahrrad -Führerschein zu haben und ein Versicherungskennzeichen zu kaufen.
Hi!
Ich fahre nur auf den Radweg und holpere über hunderte von Wurzeln, und wurde letztes vom Ordnungsamt angezählt warum ich sie jetzt überholt hab, weil ich kurz auf den Bürgersteig fuhr, weil es verboten ist. Die Dame müsste mal in meinem Wohnbezirk fahren, gut 6km holpern über Wurzeln und ich bin einer der wenigen der auf dem Radweg fährt, obwohl man auch auf der Bussspur fahren darf.
Tachen!
Fahrradsichergeitsstreifen von Alt – Mariendorf > Ullsteinhaus > Alt – Tempelhof
Gut 3km, mit Lücken auch für Bushaltestellen, und Ladezonen.
Geteilt in Bauabschnitt 1 und 2, Status fertig.
Schön Tach noch
Die Neuverteilung der Verkehrsflächen auf die verschiedenen Verkehrsträger ist zwingend notwendig, weil sich das Mobilitätsverhalten der Menschen verändert hat. Blanke Statistik.
Ja. Das bedeutet in der Stadt, dass die Autofahrer weniger haben. Sie werden ja auch in ihrer Anzahl weniger. Immer mehr Menschen nutzen ÖPNV, Rad oder gegen schlicht zu Fuß. Deswegen bekommen sie mehr Raum.
Das ist fair.
Mir persönlich gefallen die vorgestellten Projekte sehr gut und ich wünsche mir noch deutlich mehr davon.
Ich nutze hauptsächlich ÖPNV und gehe zu Fuß. Leider werden Fußgänger immer noch sehr benachteiligt in der Flächenaufteilung, obwohl zu Fuß jeder geht. Auch Autofahrer gehen zu Fuß zum Auto. Wir sind ALLE Fußgänger.
Die Projekte sind ein Schritt in die richtige Richtung. Es müssten noch soviele mehr sein.
Desto weiter man im Alter runter geht, desto weniger Menschen in der Stadt haben überhaupt einen Führerschein. Selbst mit Führerschein wird lieber andere Verkehrsträger genutzt, weil es schneller und bequemer ist.
Die Zukunft geht weg von der Priorisierung des Autos über alles und deutlich mehr zu den anderen Verkehrsträgern.
Grundsätzlich sind die Verbesserungen für den Radverkehr sehr zu begrüßen. Nachdem der neue Senat nach der Amtsübernahme vieles, was unter Rot-Rot-Grün angestoßen wurde, ja wieder in Frage gestellt hatte.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Ausbau des ÖPNV seit Jahren hinterher hinkt. Die Erweiterung des Straßenbahnnetzes erfolgt mit unglaublicher Langsamkeit. Die Verlängerung bestehender U-Bahnlinien steckt überwiegend im Untersuchungsstadium – sieht man von der minimalen Verlängerung der U3 Richtung Mexikoplatz ab. Und bei der S-Bahn wird die Inbetriebnahme des homöopathischen ersten Abschnitts der S15 immer wieder verschoben.
Klar, alles kostet Geld und manche Verzögerung lässt sich nicht verhindern.
Aber eine Verkehrssenatorin, die eine längst totgesagte Idee – den Bau einer Magnetschwebebahn – wieder auf die Tagesordnung bringt und damit neben Regional-, S-, U- und Straßenbahn ein fünftes Schienenverkehrsmittel in Erwägung zieht, scheint mir weit entfernt von pragmatischer und lösungsorientierter Verkehrsplanung für unsere Stadt.