Ein 500 Meter langer Abschnitt der Friedrichstraße war von 2020 bis 2023 autofrei. Mit dem Regierungswechsel endete das Pilotprojekt abrupt. Nun stellen sich Fragen zur Zukunft der Innenstadtplanung.

Trotz der seit Juli 2023 erfolgten Wiederfreigabe der Friedrichstraße für den Autoverkehr zeigen sowohl Bürgerbeteiligung als auch Analysen deutlich, dass sich die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner eine Rückkehr zur autofreien, fußgängerfreundlichen Friedrichstraße wünscht. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Leonhard Lenz, CC0
Seit Juli 2023 ist die Friedrichstraße in Berlin-Mitte wieder für den Autoverkehr freigegeben. Zuvor war ein 500 Meter langer Abschnitt seit 2020 als Pilotprojekt der grünen Verkehrssenatorin autofrei gewesen. Mit der Übernahme der CDU im Senat endete das Experiment abrupt. Für viele Berlinerinnen und Berliner ist diese Entscheidung schwer nachvollziehbar – insbesondere, da die Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung zeigen, dass der Wunsch vor Ort in eine andere Richtung geht.
Eine Status-quo-Analyse des Beratungsunternehmens Buro Happold im Auftrag des Berliner Senats bestätigt diesen Eindruck: Die Friedrichstraße sei eine „wichtige Achse im Fußverkehr in Nord-Süd-Richtung“. Der Autoverkehr sei mit 5.000 bis 10.000 Fahrzeugen pro Tag im Vergleich dazu moderat. Ende des Jahres will der Senat einen Masterplan für Berlins Mitte vorstellen. Wird die Friedrichstraße darin vielleicht wieder zur Fußgängerzone?
Friedrichstraße: Bevölkerung wünscht sich Fußgängerzone statt Autostraße
Aktuell arbeitet der Senat noch an dem Masterplan für die östliche Innenstadt, der das Gebiet zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor zu einer modernen, lebendigen und klimaresilienten Zone weiterentwickeln soll. Während die CDU-geführte Verkehrspolitik bisher stark auf die Belebung des motorisierten Verkehrs setzte, zeigen Bürgerbeteiligung und Status-quo-Analyse, dass öffentliches Interesse sowie Expertinnen und Experten eher zu einer autofreien Variante tendieren.
Bei der Online-Beteiligung für das Areal in Berlins Mitte gaben 544 Teilnehmende 1.482 Kommentare ab. Eine Fußgängerzone in der Friedrichstraße rangierte dabei auf Platz zwei der beliebtesten Vorschläge – direkt nach der Einrichtung einer Fußgängerzone am Hackeschen Markt. Ebenso gab es starke Stimmen für eine autofreie Spandauer Straße und für die Umgestaltung der Leipziger Straße.
Ideen der Bürgerinnen und Bürger stehen im Kontrast zur derzeitigen Politik
Viele Teilnehmende plädierten dafür, Lieferverkehr, Krankenwagen und Busse weiterhin zuzulassen. Vorgeschlagen wurden auch Kurzzeitparkplätze für den Wirtschaftsverkehr. Darüber hinaus wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger mehr Begrünung, Entsiegelung von Flächen sowie bessere und sicherere Radinfrastruktur.
Diese Vorschläge fließen aktuell in die Planungen für den Masterplan ein. Sie stehen in deutlichem Kontrast zu den Plänen der CDU-Verkehrssenatorin Ute Bonde, die sich für den Autoverkehr stark macht.
Status-quo-Analyse untermauert Wunsch nach Autofreiheit in der Friedrichstraße
Die Status-quo-Analyse von 2024 unterstreicht die Forderungen der Bevölkerung und zeigt erneut: Der Mittelteil der Friedrichstraße spielt für den Autoverkehr kaum eine Rolle, ist für Fußgängerinnen und Fußgänger aber von großer Bedeutung.
Die Analyse bemängelt auch die Radverkehrsinfrastruktur. Durchgängige Radwege fehlten teilweise und die vorhandenen Strecken entsprächen oft nicht den Mindestmaßen. Das führt schon heute zu chaotischen Verkehrssituationen zwischen Autos, Fahrrädern, E-Rollern, Bussen und Fußgängerinnen und Fußgängern auf der Friedrichstraße.
Maßnahmen für Berlins Mitte: Entscheidungen werden Ende des Jahres mitgeteilt
Ironischerweise waren die Besuchszahlen von Fußgängerinnen und Fußgängern in der verkehrsberuhigten Friedrichstraße, als das Pilotprojekt „Friedrichstraße autofrei“ lief, niedriger als in den Bereichen mit Autoverkehr. Die Berliner Morgenpost berichtete in einem Artikel, dass das eigentliche Ziel des Projekts, die Besuchsfrequenz zu erhöhen, nicht erreicht worden sei.
Dennoch zeigen die aktuellen Entwicklungen deutlich: Das Bedürfnis nach autofreien Zonen in der Innenstadt bleibt ungebrochen. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung werden vom 15. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2026 öffentlich ausgestellt. Außerdem sollen laut einem Artikel der Berliner Zeitung bis Ende 2025 Maßnahmen für Berlins Mitte priorisiert und festgelegt werden. Dann sollte sichtbar werden, wie groß die Diskrepanz zwischen den Wünschen der Bevölkerung und den politischen Entscheidungen tatsächlich ist, und wie die Zukunft der Friedrichstraße aussehen wird.
Friedrichstraße
Quellen: meinberlin.de, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost, Buro Happold
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Der letzte Versuch, die Friedrichstraße zur Fußgängerzone zu machen, war eine schreckliche Erfahrung. Viele Geschäfte verließen die Straße, insbesondere die Galeries Lafayette. Sehr bedauerlich, ein deutlicher Niedergang. Zu Recht wurden die Grünen bei der Wahl dafür abgestraft. Und das soll sich jetzt wiederholen? Schaut euch die Wilmersdorfer Straße an, die aus meiner Sicht auch mehr ein Schatten ihrer selbst ist. Und das ist dann Weltstadt? Paris macht das anders. Vielleicht als Idee und Kompromiss: Lasst die Friedrichstraße eine Einbahnstraße sein und verbreitert ggf. die Bürgersteig. Und verbietet dort die E-Roller. Das wäre was.
„Viele Geschäfte verließen die Straße, insbesondere die Galeries Lafayette.“
Ach. Lafayette hat die Entscheidung aber nach der Aufhebung der Fußgängerzone getroffen.
Übrigens, in allen anderen Städten außer Berlin funktioniert das Konzept Fußgängerzone mit Geschäften grandios. Schon mal die Zeil in Frankfurt, die Mönckebergstraße in Hamburg, die Kaufunger Straße in München gesehen? Schon mal in Kopenhagen geshoppt, in Wien den Graben gegangen, in Budapest die Vaci Ut?
Überall das gleiche: Keine Autos, dafür Geschäfte und Menschenmassen.
Sie wollen ernsthaft die Zeil mit der Friedrichsstraße vergleichen? Sie kommen nicht aus Berlin oder? Da wäre ja eine Fußgängerzone am KuDamm noch eher zu diskutieren. Die Friedrichsstraße ist keine große Einkaufsstraße mehr – nur der nördliche Teil funktioniert. Historisch war es übrigens auch eher eine Nightlife Meile und keine Einkaufsmeile.
Ja, auch diese Einkaufsstraßen kenne ich. Aber auch sie unterliegen dem Wandel. Auf der Mönckebergstraße ist übrigens Omnibusverkehr möglich. Aber alle Vergleichstraßen hatten in keiner Hinsicht eine solch katastrophale Zeit hinter sich wie die von Frau Jarasch verantwortete Veränderung, die die gefährlicen E-Roller erlaubten, aber ÖPNV mW nicht.
Übrigens ist in Hamburg die Spitaler Straße Fußgängerzone, die Mö ist es nicht. Und die Spitaler funktioniert auch nicht mehr so richtig, ähnlich wie hier die Wilmersdorfer. Was man in Berlin aber nicht wahrhaben will.
Barcelona und andere Städte sowie viele Studien belegen, dass die Sperrung ein richtiger Schritt war. Ebenfalls bestätigen dies während der Sperrung deutlich gestiegenen (Mobiltelefon-) Verweilzeiten vor Ort – mehr Verweilzeit -> mehr Geld bleibt vor Ort.
Einer Erhebung nach haben in Mitte übrigens 80% der Anwohner kein Auto. Die brauchen keine Straßen, welche nur zum Durchfahren genutzt werden kann.
Durchfahrer bringen kein Geld.
Eine Alternative wäre übrigens durchgängig innerhalb des S-Bahnrings Tempolimit 30. Dann fahren auch nur noch die Hinzu-Fahrer in Mitte, nicht mehr die Durchfahrer, die Mitte überhaupt nix bringen.
Richtig, ich fand das kompromisslose Hin und Her der beiden Damen lächerlich verbohrt.
Warum kein Kompromiss in einer Einbahnstraße umsetzen. Die Seite mit Abendsonne sperren, Gehwege verbreitern und bitte nicht mit Gerümpel, sondern (hoch)wertig mit Pflaster und Beeten.
Des Weiteren war die Querung der Straße aus den U-Bahn Aufgängen mit Autoverkehr einfacher, da die meisten vorausschauend fahren und Gas rausnehmen wenn sie einen sehen.
Die Radfahrer während der Sperrung nahmen die Straße als Rennstrecke in Beschlag, keinerlei Rücksichtnahme durch langsamer werden etc. Es war der Horror… Da meine Cousine dort wohnt habe ich beide Varianten ausgiebig durchlebt…
Also Sie haben mit „vorausschauenden Autofahrern“ keine Probleme, litten dafür unter den von der B.Z. erfundenen Kampfradlern, die in der Realität nicht festgestellt werden?
Und Ihre Cousine wohnt wirklich in einer der wenigen Wohnungen in der Friedrichstraße? Hm.
Kombiniert mit Tempo 30 wäre das ein super erster Schritt.
Ja. Es leben Menschen, auch Familien mit kleinen Kindern, in Mitte! Aufgrund gesetzlicher Vorgaben sind in den meisten Bürogebäude die oberen Stockwerken mit Wohnraum belegt. Einfach mal vom Lenkrad nach oben schauen.
Die Argumente der ansässigen Geschäfte gegen autofreie Zonen sind meist unbegründet. Die Geschäfte laufen schlecht, weil das Angebot in den Läden unattraktiv ist und der Online-Handel bessere Preise bietet. Kommt dazu eine unangenehme Shoppingerfahrung durch schlechte Aufenthaltsqualität (in erster Linie: Lärm und Autoabgase), ist das schlecht fürs Geschäft. Gute Gegenbeispiele zeigen sich in anderen europäischen Städten: In Italien sind die meisten Innenstadtkerne reine Fußgängerzonen, mit Anfahrtszeiten für Lieferverkehr und Ausnahmen für Anwohner und dort tobt im wahrsten Sinne das Leben. Menschen bewegen sich zu Fuß, sitzen in Cafes oder auf Bänken und unterhalten sich.
Was Berlin braucht sind definitiv mehr autofreie Bereiche, eine menschengerechte Stadt, die sich nach den Bedürfnissen der Bewohner richtet. Dabei muss darauf geachtet werden, dass weiterhin Zugang für alle besteht, also barrierefreier, günstiger und zuverlässiger ÖPNV mit Parkmöglichkeiten für den Umstieg (sowohl Auto, als auch Fahrrad). Wenn man es logisch betrachtet, dann ist es absolut unsinnig einen Großteil des öffentlichen Raums in unserer Stadt parkenden Autos zu widmen. Dazu sollte es eher Kiezparkhäuser, am besten unterirdisch, geben.
Na klar – gemäß dem Motto: „Wünsch dir was“. Wer soll das bitteschön bezahlen? Und wieso ist es unsinnig einen „Großteil des öffentlichen Raums“ (Stimmt ja schon mal gar nicht) für parkende Autos auszugeben? Wieso denn für parkende Fahrräder? Oder laufende Fußgänger? Wenn Ihnen ein parkendes Auto so viel abverlangt – vielleicht wollen Sie dann einfach auf’s Land?
Und um noch mehr Realitätsferne zu demonstrieren, vergleichen Sie ernsthaft italienische Kleinstädte mit Berlin? Waren Sie schon mal dort? Wissen Sie wie groß die Innenstadt Berlins ist? Es gibt definitiv vereinzelt Straßen mit Potential einer Fußgängerzone, aber die Friedrichsstrasse gehört nicht dazu.
Hey Philipp,
dass ein „Großteil des öffentlichen Raums“ derzeit für Parkplätze ausgegebnen wird, können Sie jeder Statistik entnehmen. Hier in Kürze: „Parkplätze bedecken in Berlin insgesamt 14,6 Quadratkilometer der Stadtfläche, was rund 1,6 Prozent des gesamten Stadtgebiets ausmacht. Diese Fläche entspricht der Größe von etwa 2.000 Fußballfeldern und ist deutlich größer als die Fläche für Spielplätze und den Radverkehr zusammen“.
Dass Fahrräder deutlich weniger Stellfläche brauchen, wissen Sie selbst. Den Satz mit den „laufenden Fußgängern“ ignorieren wir mal höflich.
Italienische Kleinstädte wie Rom, Florenz, Bologna & Co sind durchaus mit Berlin vergleichbar. Und wenn Sie parkene Autos so mögen, wieso ziehen Sie nicht in irgendein Dorf, wo es von Doppelgaragen und Supermarktparkplätzen nur so wimmelt?
Parkplatz und Stadt – das hat noch nie gepasst.
Hi Philipp,
Autos sind notorische Platzverschwender. Überleg doch mal was 10 qm Boden in Berliner Innenstadtlage wert sind. Anscheinend 10,20€ pro Jahr, wenn man einen Anwohnerparkausweis hat. Auf die Verkehrsfläche eines Autos passen bequem 8 Fahrräder (deswegen ergeben Radwege so viel Sinn: Sie sind effizient – fast so gut wie Busspuren: 1 Bus = Fläche von 3 Autos aber 80 Menschen… Besser sind noch Trams: 400 Menschen auf 60 Metern statt eine Autoschlange von über 1 Kilometer Länge)
Und von wegen Auto im Vergleich Stadt und Land: auf dem Land ergeben Autos Sinn. Viel Fläche, wenig Menschen, weite Wege bedeutet ÖPNV lohnt sich nicht unbedingt. In der Stadt hingegen ist Raum kostbar, die Besiedlung dicht und die Wege kurz. Prädestiniert für flächeneffizente Verkehrsmittel wie Bahn, Tram, Bus, Fahrrad oder Füße.
Super Idee. Wird ja weltweit in vielen Städten bereits vorgemacht.
Stamme übrigens aus einem kleinen Ort (1.500 Einwohner) in einer strukturschwachen Gegend. Weil an einer Hauptverbindungsstrecke gelegen, fuhr sogar stündlkch ein Bus. Nicht nur 2x am Tag, wie in den Nachbarorten. Dort braucht (!) man ein Auto.
Als ich hierher gezogen bin an die Leipziger vor mehr als 10 Jahren habe ich als erstes mein Auto verkauft. Der ÖPNV in Berlin ist super! Hier braucht man kein Auto.
Für alle Anhänger der Berliner Theorie, dass in Fußgängerzonen die Geschäfte eingehen, hier mal ein Ranking der meistfrequentierten Geschäftsstraßen Europas:
Platz 1: Oxford Street in London (tagsüber für Autos und LKW gesperrt)
Platz 2: Kaufinger Straße München (Fußgängerzone seit Jahrzehnten)
Platz 3: Calle de Preciados (Fußgängerzone)
Platz 4: Zeil in Frankfurt (Fußgängerzone)
Platz 5: Champs Elysées in Paris (keine Fußgängerzone)
Deutschlandweit liegt die einnahmestärkste Einkaufsmeile Berlins (Alexanderplatz) auf Platz 14, danach kommt der Tauenzien auf Platz 27. Kann aber, Achtung Ironie, kaum daran liegen, dass es da so laut wegen Autos ist und man die Straße kaum queren kann, um vom Europacenter Richtung KaDeWe zu gelangen, oder?
Ich kenne die Oxfordstreet mit Busverkehr.
Und wo taucht die Wilmersdorfer in diesem Ranking auf? Der Alex ist übrigens Fußgängerzone…
Jetzt, wo die Friedrichstraße tot ist, können sie da auch eine Auto-Bahn bauen. Wen interessiert das noch?
Übrigens ist in Hamburg die Spitaler Straße Fußgängerzone, die Mö ist es nicht. Und die Spitaler funktioniert auch nicht mehr so richtig, ähnlich wie hier die Wilmersdorfer. Was man in Berlin aber nicht wahrhaben will.
Sorry, als Radfahrer habe ich seinerzeit diverse dieser porscheimitierenden Radrennfahrer erlebt. Absolut rücksichtslos, insbesondere gegenüber Fußgängern. Mit Autoverkehr hätten diese Formel I-Radler sich mehr in Acht nehmen müssen. Ist so, sorry.
Das LAFAYETTE hat also geschlossen, weil die Str. kurzzeitig für den Autoverkehr gesperrt war. Und die anderen Gewerbe sind auch schon prophylaktisch seit ca. 20 Jahren nach und nach verschwunden…….Da hat aber einer richtig Ahnung!
Da es noch nicht genannt wurde: das Hauptproblem der Friedrichstraße (bzw. dieses Abschnittes) ist, dass sie einfach hässlich ist: keine Bäume, eine enge Straßenschlucht, graue Architektur ohne menschlichen Reiz. Da spielt die Art des Verkehrs nur eine untergeordnete Rolle.
Das ließe sich ja mit dem neuen Gesetz, das umfangreiche Baumpflanzungen, etwa an verbreiteten Bürgersteig, ändern. Ich denke weiterhin, dass eine Einbahnstraßenlösung ein guter Kompromiss sein könnte, gern mit mehr ÖPNV und Kontrollen gegen unzulässig fahrende E-Roller und Rad- und Autofahrer. Und zu einem der anderen Kommentare: Die damaligen über mehrere Monate sich erstrecken Sperrung für den Autoverkehr hat dem Einzelhandel nicht gut getan und die Galeries Lafayette wohl kaum dazu motiviert, zu bleiben, zumal der „temporäre“ Zustand mit teuren, aber mE nutzlosen Straßenmobiliar die Aufenthaltsqualität ebenfalls nicht erhöht hat.
>>Während die CDU-geführte Verkehrspolitik bisher stark auf die Belebung des motorisierten Verkehrs setzte<<
Das wird immer wieder behauptet. Gibt es dafür irgendein Beispiel? Hier entstehen ständig neue Fahrradspuren und Fahrradstraßen.
Klar. Z.B.
– der Haushaltsetat, welcher alles kürzte, nur nicht die Gelder für Autostraßen.
– Kürzung der Unterstützung der Bezirke für die Planung und Anpassungen nach den Grundsätzen moderner Stadtentwicklung
– Die abrupt gestoppten Fahrradwegprojekte. Bezirke haben deswegen viele Fördergelder der EU verloren.
– Aufhebung vieler Tempo 30 Beschränkungen. Es reicht in der Innenstadt Orte erreichen zu können, von schnell war nie die Rede.
und vieles weiteres mehr…
Ich habe nichts von dieser angeblichen Beteiligung mitkommen. Scheint so eine Changing-Cities-Insider-Veranstaltung gewesen zu sein?
https://mein.berlin.de/vorhaben/2023-00839/
War allerdings offen für alle. Jeder, selbst aus Bayern konnte mitreden.
Sinnvoll wäre eine Befragung der tatsächlichen Anwohner gewesen.
Gerade im Sommer um die Mittags(pausen)zeit war in der autofreien Zeit die Friedrichstraße voller Menschen. Wirklich sehr voll. Sie haben gegessen, gebummelt, gespielt oder einfach nur dort gesessen. Einfach Wunderbar. Als Anwohnerin der Leipziger war ich oft und gerne dort.
Jetzt ist die Straße wieder nur ein Ort an dem man nur durch geht/ fährt, allerdings niemand freiwillig verweilen (und Geld ausgeben) möchte.
(Das Sterben der Geschäfte ist übrigens mehr dem Onlinehandel, Corona-Spätfolgen und den gestiegenen Preisen zuzurechnen).
Wir stapeln hier in Hochhäusern die Menschen. Warum sollten dann nicht auch die Autos in Parkhäusern gestapelt werden.
Klar. Z.B.
– der Haushaltsetat, welcher alles kürzte, nur nicht die Gelder für Autostraßen.
– Kürzung der Unterstützung der Bezirke für die Planung und Anpassungen nach den Grundsätzen moderner Stadtentwicklung
– Die abrupt gestoppten Fahrradwegprojekte. Bezirke haben deswegen viele Fördergelder der EU verloren.
– Aufhebung vieler Tempo 30 Beschränkungen. Es reicht in der Innenstadt Orte erreichen zu können, von schnell war nie die Rede.
und vieles weiteres mehr…
Die Friedrichstraße ist übrigens ein Bereich der viel von Touristen genutzt wird. Deren Hauptbewegungsachse ist in Mitte der Bereich Alexanderplatz – Gendarmenmarkt – Checkpoint Charlie.
Touristen treten in großen Gruppen auf, dazu die Außenbestuhlung der Restaurants und es ist sofort klar, dass die Bürgersteige deutlich breiter werden müssen.
Würden hierfür die Parkplätze an Straßenrand wegfallen, wäre nach statistischen Erhebungen das für die Geschäfte förderlich. Nach diesen aktuellen Erhebung sind Parkplätze direkt davor schädlich, Parkmöglichkeiten in kürzer Entfernung unter 1.000m jedoch sehr förderlich.