Der Neubau an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte zeigt einen deutlichen Baufortschritt. Erste Fassaden sind fertiggestellt, Wohnungen und Gewerbeflächen sollen bis 2026 entstehen.

So soll das neue Gebäude an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte aussehen, wenn alle Bauarbeiten abgeschlossen sind. / © Visualisierung: ARGE LOVE+architekturconsult
© Titelbild: Architektur Urbanistik / maxxe
In Berlin-Mitte schreitet der Neubau an der Köpenicker Straße voran. Auf dem Grundstück der Hausnummern 104 bis 114 errichtet die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH derzeit zwei Gebäude mit insgesamt 102 Wohnungen. Ergänzend entstehen Gewerbeflächen. Die Fertigstellung ist für Juli 2026 vorgesehen.
Aktuelle Eindrücke vom Bau zeigen, dass erste Gebäudeteile bereits weitgehend fertig sind. Einige Teile der Fassade sind sichtbar, während andere Abschnitte noch eingerüstet sind. Damit erreicht das Projekt eine Phase, in der sich Gestaltung und Materialwirkung erstmals klar im Stadtraum ablesen lassen.
Fassadenarbeiten prägen den Baufortschritt an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte
Ein Teil der Fassadenflächen ist bereits von den Gerüsten befreit. Die sichtbaren Bereiche zeigen eine strukturierte Oberfläche mit geometrischem Muster. Die Fassadenpaneele sind abwechselnd gestaltet und weisen unterschiedliche Reliefs auf. Dadurch entstehen je nach Lichteinfall wechselnde Effekte und verändern die Wahrnehmung des Gebäudes entlang der Köpenicker Straße.
Die Erdgeschosszone befindet sich noch im Ausbau. Dort sind großflächige Öffnungen für Gewerbeeinheiten erkennbar. Baufolien und temporäre Konstruktionen deuten darauf hin, dass Innenausbau und technische Installationen in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen sind. Gleichzeitig laufen an angrenzenden Fassadenteilen weiterhin Arbeiten unter Gerüst.

Am Neubau an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte sind erste Fassadenbereiche fertiggestellt und bereits von den Gerüsten befreit. Die strukturierte Oberfläche der Paneele erzeugt je nach Lichteinfall wechselnde Effekte. / © Foto: Architektur Urbanistik / maxxe
Wohnungen und Nutzungsmischung im Neubau an der Köpenicker Straße
Der Neubau an der Köpenicker Straße umfasst insgesamt 102 Wohnungen. Darunter befinden sich auch Clusterwohnungen, die gemeinschaftliches Wohnen mit individuellen Rückzugsräumen verbinden. Ein Teil der Wohnungen ist barrierefrei geplant, zudem werden 40 Einheiten gefördert. Die Wohnflächen reichen von etwa 56 bis 120 Quadratmetern.
Neben den Wohnungen entstehen mehr als 8.000 Quadratmeter Gewerbefläche. Geplant sind Angebote für Einzelhandel, Büros und Dienstleistungen. Diese Nutzungen konzentrieren sich vor allem im Erdgeschoss und in den stärker lärmbelasteten Bereichen des Gebäudes.
Köpenicker Straße (Berlin-Mitte)
Quellen: WBM, Architektur Urbanistik
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5 Kommentare
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Unbedingt mehr dieser zu DDR-Zeiten unnatürlich aufgeweiteten Straßenräume rauspicken und den Blockrand auf diese Art nach vorn schieben. Da gibt es so einige Kandidaten im Osten.
Und wer soll in den unteren Etagen des angrenzenden, bereits seit langem bestehenden Plattenbaus wohnen? Sicher nur der …arme Mann.
Diese Wohnungen (ungefähr 3 bis 4 Etagen) sind vollkommen entwertet worden, der Abstand zum Neubau ist viel zu gering. Wer solche Bauten in diesem Abstand im Bezirksamt Mitte genehmigt hat, sollte dort lebenslang Wohn“pflicht“ erhalten. LEBENSLANG. Im Erdgeschoss, damit er als alter Mensch auch barrierefrei wohnen darf.
Das ist so unglaublich hässlich :(
Ein unnatürlich langes mehrgeschossiges Wohnhaus, das vor etwa 50 Jahren gebaut wurde, wird heute nicht etwa aufgewertet, indem man es auflockert, Geschosse an manchen Eingängen aufstockt und in anderen ggf. dafür reduziert oder durch Balkone auflockert. Nein, man versteckt das Gebäude hinter einem weiteren langen Riegel, der den Bewohnern des alten Wohnhauses nun Hinterhofqualität zumutet und seinerseits durch architektonische Ideenlosigkeit auffällt. Ein Riegel, rechteckig, praktisch und gar nicht gut. Eine Kiste in einheitlicher und nicht mal wenigstens abgestufter Höhe. Ohne Loggien. Die WBM profiliert sich weiter als Bauherrin für Bausünden. Ob in Pankow, Mitte oder eben an der Köpenicker Straße.
Es siejt deutlich besser aus wenn man sich das ganze vor Ort anschaut ABER keine Schönheit.
Was die Erdgeschosswohnungen der Platte angeht – diese Bemerkung zeigt wenn Menschen die Realität nicht akzeptieren und nicht reflektieren ider noch anders ausgedrückt – eine Stadt ist immer ein Kompromiss!
Während dringend Wohnraum benötigt wird, gerade in Innenstädtischem Raum – der hier entstanden wird, gleichzeitig preisgünstig sein soll – aber kaum mehr bebaubare Fläche existiert MUSS man dann auch Kompromisse eingehen.
Ich kann aber beruhigen die EG- Wohnungen der Platte sind keineswegs besonders stark verschattet etc.