An der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte fällt nach und nach die Verhüllung des WBM-Neubaus. Erstmals wird sichtbar, wie das ungewöhnliche Wohnprojekt künftig wirken wird. Entstanden ist der Neubau auf einem ehemaligen Parkplatz.

Neben dem markanten Hochpunkt entstehen entlang der Köpenicker Straße weitere Wohn- und Gewerbeflächen. Die ersten Wohnungen des Quartiers befinden sich bereits in der Vermietung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Lange Zeit prägten Baugerüste, Schutznetze und Kräne das Bild an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte. Nun verändert sich der Eindruck des Neubauprojekts der landeseigenen WBM sichtbar: Nach und nach fallen die Fassadenhüllen, und erstmals lässt sich erkennen, wie das neue Wohnquartier künftig im Stadtraum wirken wird.
Während die Architektur bislang vor allem auf Visualisierungen zu sehen war, wird nun deutlich, dass hier kein gewöhnlicher Wohnungsbau entsteht. Die markante Fassadengestaltung soll dem Gebäude eine eigenständige Identität verschaffen und sorgt bereits während der Bauphase für Aufmerksamkeit.
WBM-Neubau in Berlin-Mitte: Markante Architektur wird erstmals sichtbar
Mit jedem entfernten Gerüstabschnitt treten weitere Fassadenelemente hervor. Besonders die plastische Gestaltung der Gebäudehülle prägt den Eindruck des Neubaus. Unterschiedliche Strukturen, Reliefs und geometrische Muster erzeugen ein lebendiges Fassadenbild, das je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen unterschiedlich wirkt.
Ungewöhnlich ist vor allem die Lage des Neubaus, welcher direkt auf einem ehemaligen Parkplatz vor einer bereits bestehenden Wohnanlage realisiert wird und daher eine langgezogene Form entlang der Köpenicker Straße hat, dominiert von einem Hochpunkt im Osten des Baufelds an der Michaelkirchstraße.

Zwischen Köpenicker Straße und den angrenzenden Freiflächen (ein ehemaliger Parkplatz) entsteht ein neues Wohnquartier der WBM. Die Fassadenarbeiten sind weit fortgeschritten, während die Außenanlagen noch fertiggestellt werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
102 Wohnungen an der Köpenicker Straße: Neues Wohnen auf historischem Boden
Auf dem Grundstück entsteht ein Wohnprojekt mit insgesamt 102 Wohnungen. Neben klassischen Mietwohnungen werden auch innovative Wohnformen realisiert, darunter sogenannte Clusterwohnungen, die gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen und neue Antworten auf die Herausforderungen des Berliner Wohnungsmarktes geben sollen.
Der Standort besitzt zudem eine besondere historische Bedeutung. Auf dem Areal befand sich einst die Flugzeugfabrik des Luftfahrtpioniers Otto Lilienthal. Heute entwickelt sich das Gelände zu einem modernen Wohnstandort in unmittelbarer Nähe zur historischen Mitte Berlins.
Vermietung der Wohnungen in Berlin-Mitte begonnen: Fertigstellung rückt näher
Die sichtbaren Fortschritte an der Fassade zeigen, dass das Projekt inzwischen auf die Zielgerade eingebogen ist. Parallel zu den laufenden Arbeiten hat die WBM bereits die Vermietung von 70 Wohnungen gestartet. Der Mietbeginn für die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ist nach Angaben des landeseigenen Wohnungsunternehmens ab Mitte August 2026 vorgesehen.
Insgesamt entstehen im „Quartier Lilienthal“ 102 Wohnungen, darunter auch geförderte Wohnungen sowie innovative Clusterwohnungen für gemeinschaftliche Wohnformen.
Mit der Fertigstellung des Ensembles, die für den Sommer 2026 vorgesehen ist, wird aus der jahrelangen Baustelle an der Köpenicker Straße schon bald ein neues Wohn- und Gewerbequartier, dessen markante Architektur bereits heute erkennen lässt, welchen städtebaulichen Akzent das Projekt künftig in Berlin-Mitte setzen wird.

Das Quartier Lilienthal setzt mit seinem ungewöhnlichen Fassadenraster einen eigenständigen architektonischen Akzent im Berliner Bezirk Mitte. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
„Quartier Lilienthal“ (Berlin-Mitte)
Quelle: WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH
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2 Kommentare
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Wer sind denn da die Architekten? Diese diagonalen Kacheln funktionieren leider überhaupt nicht. Falsche Proportionen und überhaupt.. Schlimm dass sowas durchkam und dieser Trash da nun die nächsten 100 Jahre ein optisches Ärgernis sein wird. Hoffentlich schämen sich die Architekten selbst.
Man hätte für die Ecke wirklich einen Mehrwert schaffen können. Das was dort entsteht ist einfach nur schrecklich. Grau? Mit Gold? In viereckigen Kacheln? Keine einzige Pflanze?? Nicht auszumalen wie das im Laufe der Jahre aussehen wird. Es ist jetzt schon zum Abriss verdammt. So etwas hätte nie genehmigt werden dürfen!!