Die Baustelle in der Krausenstraße in Berlin-Mitte ist im zweiten Bauabschnitt. Der Fortschritt wirkt vor Ort langsam, die Arbeiten sind bis 2027 geplant.

Die Krausenstraße in Berlin-Mitte wird derzeit saniert. Vor Ort ist jedoch nur wenig Bauaktivität sichtbar. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
In Berlin-Mitte zieht sich die Baustelle entlang der Krausenstraße über mehrere hundert Meter. Die Fahrbahn ist großflächig aufgerissen, Abschnitte liegen offen, Leitungen sind freigelegt. Gleichzeitig scheinen nur wenige Bauarbeiter im Einsatz zu sein. Der Baufortschritt wirkt lähmend langsam.
Schon seit Juni 2024 laufen die Arbeiten. Ziel ist eine grundhafte Erneuerung der Krausenstraße zwischen Friedrichstraße und Axel-Springer-Straße auf rund 700 Metern Länge. Neben der Fahrbahn werden auch Gehwege, Parkflächen und Versorgungsleitungen vollständig neu gebaut. Die Maßnahme gehört zu den größeren Straßenbauprojekten im zentralen Bereich von Berlin-Mitte.
Zweiter Bauabschnitt in der Krausenstraße in Berlin-Mitte gestartet
Seit dem 15. Oktober 2025 läuft der zweite Bauabschnitt der Baustelle. Dieser Abschnitt reicht von der Jerusalemer Straße bis zur Charlottenstraße. Für den Verkehr bedeutet das erhebliche Einschränkungen. Die Krausenstraße ist in diesen Bereichen vollständig gesperrt. Parkplätze entfallen komplett. Ersatzflächen für Menschen mit Behinderung stehen im Umfeld zur Verfügung. Lieferverkehr und Entsorgung bleiben möglich, allerdings nur eingeschränkt.
Fußgänger nutzen den südlichen Gehweg, der vorab neu gebaut wurde. Ein mindestens 1,50 Meter breiter Weg sichert den Zugang zu Gebäuden. Für Radfahrer gibt es keine Durchfahrt. Als Umleitung dienen vor allem Leipziger Straße, Schützenstraße und Zimmerstraße.

Auf der Baustelle in der Krausenstraße in Berlin-Mitte liegt aufgebrochener Asphalt bereit für den Abtransport. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Baufortschritt in der Krausenstraße: Wenig Personal, langsames Tempo
Die Krausenstraße erhält eine komplett neue Aufteilung. Die Fahrbahn wird auf 5,50 Meter reduziert. Dadurch entstehen breitere Gehwege von etwa sechs Metern. Zusätzlich sind beidseitige Parkbuchten aus Großsteinpflaster geplant.
Auch die Infrastruktur wird modernisiert. Leitungen werden neu verlegt oder umgebaut. Zudem entstehen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Für den Busverkehr wird die Endhaltestelle angepasst, damit wartende Fahrzeuge den Verkehr weniger behindern.
Beim Blick auf die Baustelle fällt auf: Große Flächen sind vorbereitet, doch es passiert wenig. Maschinen stehen teilweise still, nur einzelne Gewerke arbeiten an Leitungen oder Bordsteinen. Ob die Bauarbeiten bis Juni 2027 abgeschlossen werden, bleibt vorerst abzuwarten.
Die Kosten für den Straßenbau liegen bei rund 6,4 Millionen Euro. Hinzu kommen separate Ausgaben für Versorgungsleitungen.
Krausenstraße (Berlin-Mitte)
Quellen: Verkehrsinformationszentrale, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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