Berlin erreicht mit 404.170 Wohnungen im Landesbesitz eine zentrale Marke im Wohnungsbau. Der Ausbau soll bezahlbares Wohnen sichern, doch der Bedarf bleibt unverändert hoch.

Der Neubau der Howoge in der Huronseestraße 28-34 in Berlin-Lichtenberg befindet sich in einer fortgeschrittenen Bauphase. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Der Wohnungsbestand der landeseigenen Unternehmen in Berlin hat Ende 2025 eine zentrale Marke erreicht. Insgesamt verwalten die sieben Gesellschaften degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE ,Stadt und Land, WBM und Berlinovo 404.170 Wohnungen. Damit übertreffen sie das Ziel aus dem Jahr 2016 vorzeitig.
- Wohnungsbestand 2025: 404.170 Wohnungen
- Prognose 2026: 412.454 Wohnungen
- Neubau: rund 43.000 Wohnungen
- Zukauf: rund 49.000 Wohnungen
- Durchschnittsmiete Bestand: 7,09 €/m²
- Durchschnittsmiete Neuvermietung: 9,31 €/m²
Damals vereinbarte der Senat, den Bestand bis Ende 2026 auf 400.000 Wohnungen auszubauen. Bis Ende 2026 soll der Bestand weiter steigen. Die Prognose liegt bei 412.454 Wohnungen. Der Zuwachs beträgt damit mehr als 100.000 Wohnungen innerhalb von zehn Jahren.
Bezahlbares Wohnen in Berlin bleibt zentrales Ziel
Die landeseigenen Wohnungsunternehmen sichern damit weiterhin bezahlbares Wohnen in Hauptstadt. Ende 2025 lag die durchschnittliche Bestandsmiete bei 7,09 Euro nettokalt pro Quadratmeter. Dieser Wert liegt unter dem Mittel des Berliner Mietspiegels von 2024. Auch bei Neuvermietungen bleiben die Preise deutlich unter dem Marktniveau.
Im frei finanzierten Segment zahlen Mieter im Durchschnitt 9,31 Euro pro Quadratmeter. Das liegt rund 45 Prozent unter der durchschnittlichen Angebotsmiete in Berlin. Aus Sicht der Senatsverwaltung tragen diese Werte zur Stabilisierung des Marktes bei. Die Unternehmen verbinden wirtschaftliches Handeln mit sozialer Verantwortung und wirken damit direkt auf die Mietentwicklung ein.

Auf dem Gelände an der Wuhlheide 82 in Treptow-Köpenick sind bereits Bäume gefällt worden, um Platz für den degewo-Neubau zu schaffen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neubau und Zukauf prägen die Entwicklung der 404.170 Wohnungen
Der Anstieg auf 404.170 Wohnungen basiert auf zwei Strategien. Zum einen bauen die Unternehmen neue Wohnungen. Zum anderen kaufen sie bestehende Bestände an. In den vergangenen zehn Jahren entfielen rund 49.000 Wohnungen auf Zukäufe. Etwa 43.000 Wohnungen entstanden durch Neubau.
Für die Baubranche ist diese Entwicklung relevant. Steigende Baukosten beeinflussen die Gewichtung der Maßnahmen. Zwischen 2016 und 2025 erhöhten sich die Baukosten um rund 80 Prozent. Dadurch gewinnt der Ankauf bestehender Gebäude an Bedeutung. Gleichzeitig flossen rund 9,5 Milliarden Euro in den Neubau. Das entspricht etwa 62 Prozent der Gesamtinvestitionen.
Hoher Bedarf an Wohnungen trotz wachsender Bestände in Berlin
Trotz der 404.170 Wohnungen bleibt der Bedarf hoch. Laut Wohnraumbedarfsbericht fehlen in Berlin rund 137.000 Wohnungen, um die aktuelle Nachfrage zu decken. Für Wohnungssuchende zeigt sich die Situation weiterhin angespannt. Die Suche nach bezahlbarem Wohnraum bleibt schwierig.
Die Politik plant deshalb bereits die nächste Ausbauphase. Bis 2035 sollen 500.000 Wohnungen im Landesbesitz entstehen. Damit will Berlin das Angebot weiter erhöhen und bezahlbares Wohnen langfristig sichern.
Quellen: Senatsverwaltung Stadtentwicklung, Bauen & Wohnen, Berliner Morgenpost
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Leider kam es in der Vergangenheit durch den Senat oft zu Verkäufen von Wohnungen, aus heutiger Betrachtung zu günstig, und dann wieder zu teuren Zukäufen. Dazu finden sich zahlreiche Beispiele.
Und weil wohnen ein Menschenrecht ist sollte grundsätzlich der Handel von Wohnungen durch Investmentfonds, im Allgemeinen wenn es darum geht Gewinne zu erzielen, verboten werden!
Firmen die mit Wohnraum handeln wollen Gewinne erwirtschaften, dies wirkt Mietpreis steigernd, belastet Service weil die Motivation gegeben ist Ausgaben niedrig zu gestalten. Warum sollte es einen Anlagefonds, oft auch aus dem Ausland, interessieren wieviel Geld den Mietern bleibt, solange sich Mieter finden?
Die Preissteigerungen führen dazu das Gehälter zum Großteil verwendet werden die höheren Mieten zu bezahlen, Ausgaben in der Nachbarschaft in der Volkswirtschaft sinken weil weniger Geld für Konsumgüter vorhanden ist, eine Spirale setzt sich in gang welche das Soziale Gefüge empfindlich stören kann bzw. das gesamte System, das Vertrauen in den Staat wird untergraben.