In der Altstadt von Berlin-Köpenick wird die St.-Laurentius-Kirche derzeit umfassend saniert. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen bis 2026 abgeschlossen sein. Ziel ist es, das Gebäude baulich zu sichern und für eine zeitgemäße Nutzung zu ertüchtigen.

Die Ostseite der St.-Laurentius-Kirche ist eingerüstet. Die Fassade wird für die bevorstehenden Arbeiten am Dachstuhl und an der Mauerwerksstruktur vorbereitet. Die Sanierung hat im Juli 2024 begonnen und soll bis 2026 abgeschlossen sein. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Die St.-Laurentius-Kirche in der Köpenicker Altstadt wird seit Juli 2024 saniert. Die Kirche ist aktuell teilweise eingerüstet. Die Gerüste umschließen das Kirchenschiff sowie Teile des Turms. Die Baustelleneinrichtung ist abgeschlossen, die Zugänge sind durch Bauzäune geregelt. Die Dacharbeiten sind bereits weit fortgeschritten.
Das Gebäude aus dem Jahr 1841 ist eines der bekannten historischen Bauwerke in Treptow-Köpenick. Die geplanten Maßnahmen betreffen die äußere Hülle und den Innenraum der Kirche. Dazu zählen ein neuer Dachstuhl, eine neue Dacheindeckung, die Stabilisierung des Mauerwerks sowie der Einbau einer Fußbodenheizung.
Geplante Baumaßnahmen an der St.-Laurentius-Kirche: Neue Dachkonstruktion, statische Sicherung und moderne Heiztechnik
Zentraler Bestandteil der Sanierung ist die vollständige Erneuerung des Dachstuhls. Die bestehende Konstruktion wird demontiert und durch eine neue, statisch tragfähige Holzkonstruktion ersetzt. Hinzu kommt der Einbau einer Fußbodenheizung im Kirchenraum. Diese Maßnahme dient der energetischen Ertüchtigung und erhöht gleichzeitig den Nutzungskomfort. Parallel werden die Außenmauern stabilisiert und vorhandene Bauschäden behoben.
Alle Arbeiten erfolgen unter Berücksichtigung denkmalrechtlicher Vorgaben. Ziel ist es, den Bestand zu sichern, ohne die historischen Merkmale zu beeinträchtigen. Die geplanten Eingriffe wurden vorab mit den zuständigen Fachbehörden abgestimmt.
Ziel der Sanierung: Technische Modernisierung im Einklang mit dem Denkmalschutz
Die Gemeinde verfolgt mit dem Umbau das Ziel, das historische Bauwerk langfristig zu erhalten und zugleich an aktuelle Anforderungen anzupassen. Die Kirche bleibt nach der Sanierung weiterhin ein Ort für Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen. Die technische Ausstattung wird modernisiert, wobei die äußere Erscheinung des Gebäudes unangetastet bleibt.
Die Arbeiten werden von Fachfirmen durchgeführt, die auf die Sanierung historischer Bausubstanz spezialisiert sind. Der Erhalt der bauzeitlichen Struktur, insbesondere der Fassaden und Fenster, steht dabei im Mittelpunkt. Eingriffe im Innenraum erfolgen mit Blick auf spätere Nutzungsvielfalt und Barrierefreiheit.
Organisation während der Bauzeit: Gemeindeleben wird dezentral weitergeführt
Da das Gebäude während der Bauarbeiten nicht genutzt werden kann, organisiert die Kirchengemeinde ihre Angebote an anderen Standorten im Stadtteil. Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen finden in Ausweichquartieren statt. Zusätzlich soll ein digitales Informationsangebot entstehen, das über den Baufortschritt und die Geschichte der Kirche informiert.
Mit dieser Maßnahme will die Gemeinde die Verbundenheit zum Gebäude während der Sanierung aufrechterhalten und transparent über das Projekt berichten.
Zeitlicher Rahmen und Finanzierung: Umbauarbeiten sollen im Jahr 2026 abgeschlossen werden
Die Sanierung ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren angelegt. Die Arbeiten sollen planmäßig im Jahr 2026 abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund fünf Millionen Euro. Davon stammen jeweils zwei Millionen Euro aus öffentlichen Förderprogrammen des Landes Berlin sowie der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Weitere Mittel werden über Eigenleistungen, Spenden und Beiträge des Fördervereins bereitgestellt.
Die Fördermittel wurden bereitgestellt, da das Kirchengebäude als besonders schützenswertes Kulturdenkmal eingestuft ist. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick hebt hervor, dass die Kirche eine weitgehend originalgetreue bauzeitliche Ausstattung aufweist.
Kulturelle Bedeutung des Bauwerks: Die Kirche bleibt ein wichtiger Teil des historischen Stadtbilds
Die St.-Laurentius-Kirche steht inmitten der Köpenicker Altstadt. Der Standort an der Kirchstraße verbindet historische Bebauung, Straßenbahnlinien und öffentliche Plätze. Der Turm überragt die Dächer der Altstadt und bildet einen weithin sichtbaren Orientierungspunkt im Stadtgefüge. Auch wenn das Gebäude aktuell eingerüstet ist, bleibt seine städtebauliche Bedeutung erkennbar.
Nach der Fertigstellung soll die Kirche wieder vollumfänglich für die Gemeinde, für kulturelle Veranstaltungen und als identitätsstiftendes Bauwerk nutzbar sein. Die laufenden Maßnahmen leisten dazu einen Beitrag, der Funktionalität, historische Verantwortung und städtisches Leben miteinander verbindet.

Der Kirchturm bleibt trotz Sanierung gut sichtbar im Stadtbild. Die Kirche liegt zentral an der Haltestelle „Freiheit“ und ist während der Bauarbeiten für die Öffentlichkeit geschlossen. Veranstaltungen finden an Ausweichorten statt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Das Straßenschild „Kirchstraße“ verweist auf die lange Geschichte des Standorts. Schon im 13. Jahrhundert stand hier ein Vorgängerbau. Die jetzige Kirche stammt aus dem Jahr 1841 und wird nun technisch und denkmalgerecht modernisiert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: Berliner Morgenpost, Bezirksamt Treptow-Köpenick, Wikipedia
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.


