Die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben ihren Bestand 2025 erneut deutlich erweitert. Neben mehreren Tausend Neubauwohnungen setzt das Land weiterhin auf Ankäufe und beschleunigte Planungsverfahren, um den angespannten Berliner Wohnungsmarkt zu entlasten.

Im vergangenen Jahr hatten die Landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften angekündigt, im Jahr 2025 so viel zu investieren wie nie zuvor. / © Foto: BBU / Tina Merkau
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Schon im vergangenen Sommer hatten die landeseigenen Wohnungsunternehmen angekündigt, ihre Investitionen 2025 auf ein Rekordniveau anzuheben: 2,6 Milliarden Euro sollten in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung fließen – trotz steigender Baukosten und schwieriger Marktbedingungen. Dass die Unternehmen an diesem Kurs festhalten, will nun ein aktueller Bericht des Berliner Senats zur Entwicklung des landeseigenen Wohnungsbestands zeigen.
Demnach haben die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften ihren Wohnungsbestand im vergangenen Jahr erneut deutlich erhöht. Die sechs Gesellschaften verfügten zum Jahresende 2025 über insgesamt 374.472 Wohnungen. Gemeinsam mit den kooperationsrelevanten Beständen der Berlinovo stieg die Zahl auf insgesamt 404.170 Wohnungen.
Fast 4.700 Wohnungen wurden 2025 in Berlin neu errichtet
Der Bericht wurde am Dienstag im Senat beschlossen und bilanziert die Entwicklung des landeseigenen Wohnungsbaus im Jahr 2025. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verzeichneten die Gesellschaften einen Zuwachs von 9.311 Wohnungen. Knapp die Hälfte davon entstand durch Neubau, weitere Wohnungen wurden angekauft.
Insgesamt wurden 2025 nach Angaben der Senatsverwaltung 4.692 Wohnungen neu fertiggestellt. Darunter befinden sich auch 70 Wohnungen, die im Rahmen einer Modularen Unterkunft für Flüchtlinge entstanden sind. Weitere 4.609 Wohnungen kamen durch Zukäufe in den Bestand der landeseigenen Unternehmen.
Parallel dazu wurden neue Bauvorhaben vorbereitet: Für insgesamt 4.370 Wohnungen meldeten die Gesellschaften im vergangenen Jahr den Baustart in 26 Neubauprojekten. Für 2026 rechnet die Senatsverwaltung mit einem weiteren Anstieg der Baubeginne auf rund 6.160 Wohnungen.
Senat setzt auf große Entwicklungsprojekte – 18.510 Wohnungen in Bau
Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler betonte die Bedeutung beschleunigter Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie einer verlässlichen Förderpolitik. Entscheidend seien geeignete Baugrundstücke, wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen und eine Mischung aus gefördertem und freifinanziertem Wohnungsbau.
Bereits im Februar hatte der Senat auf die Arbeit der Senatskommission Wohnungsbau verwiesen, die größere Projekte koordinieren und Planungshemmnisse abbauen soll. Damals war von bis zu 80.000 Wohnungen die Rede, die zwischen 2022 und Ende 2026 berlinweit fertiggestellt werden könnten. Die aktuellen Zahlen der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zeigen nun, dass ein wesentlicher Teil dieses Zuwachses weiterhin durch öffentliche Unternehmen getragen wird.
Im Zeitraum von 2022 bis Ende 2025 stellten die sechs landeseigenen Gesellschaften insgesamt 18.896 Wohnungen fertig. Gleichzeitig wurden für weitere 18.510 Wohnungen neue Bauvorhaben begonnen.
Quellen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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