Anzeige

Der Flughafen Berlin Brandenburg erreicht als erster deutscher Airport das Level 4 der internationalen Airport Carbon Accreditation. Die Auszeichnung würdigt ein deutlich ausgeweitetes CO₂-Management und konkrete Schritte zur Emissionsminderung. Vorgestellt wurde sie im Roten Rathaus.

Gruppenfoto mit Kai Wegner, BER Auszeichnung

v.l.n.r. Dr. Arne Diedrich, Nachhaltigkeitsmanager der FBB; Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der FBB; Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin; Anna Panckow, Expertin Kommunikation Nachhaltigkeit der FBB; Anton Förtsch, Nachhaltigkeitsmanager der FBB / © Foto: Oliver Lang / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

© Titelbild: Oliver Lang, FBB

ANZEIGE

 

Der Flughafen Berlin Brandenburg hat eine weitere Etappe auf seinem Weg zu einem klimaneutralen Betrieb erreicht. Als erster Flughafen in Deutschland wurde er kürzlich mit dem Level 4 der Airport Carbon Accreditation ausgezeichnet. Die Übergabe der Zertifizierung erfolgte im Roten Rathaus gemeinsam mit Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner.

Die Airport Carbon Accreditation ist ein Programm des internationalen Flughafenverbands ACI. Es bewertet, wie Flughäfen ihre Emissionen erfassen, steuern und reduzieren. Die Auszeichnung bescheinigt dem Flughafen nun ein erweitertes und langfristig angelegtes Management seiner Treibhausgasemissionen, und gilt als Zwischenschritt auf dem Weg zu einem CO₂-neutralen Betrieb bis 2045.

ANZEIGE

Airport Carbon Accreditation zeichnet BER aus: Was Level 4 umfasst

Kern des neuen Status ist der Anspruch, Emissionen nicht nur relativ, sondern absolut zu senken. Grundlage dafür ist eine CO₂-Roadmap mit zeitlich definierten Zielen. Neben den direkten Emissionen aus dem eigenen Betrieb werden auch relevante indirekte Emissionen berücksichtigt, etwa aus Lieferketten oder von Dienstleistern am Standort.

Zudem geht die Flughafengesellschaft verbindliche Vereinbarungen mit ansässigen Unternehmen ein, um gemeinsame Minderungsziele zu verfolgen. Der Nachhaltigkeitsmanager der FBB erklärte, entscheidend sei eine vollständige Datenerfassung gewesen sowie die vertragliche Absicherung der Maßnahmen.

Energie und Infrastruktur: Bereits umgesetzte Schritte am Flughafen BER

Seit Anfang 2025 erzeugen Photovoltaikanlagen auf mehreren Parkhausdächern Strom für den Flughafen. Weitere Anlagen sind bis 2030 geplant. Gleichzeitig wurde die Beleuchtung im Terminal 1 weitgehend auf LED umgestellt, die Befeuerung der Start- und Landebahnen nachts gedimmt und technische Anlagen optimiert. Nach Angaben des Unternehmens wurden dadurch im vergangenen Jahr rund 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom eingespart.

ANZEIGE

Auch der Fahrzeugverkehr auf dem Gelände werde schrittweise umgestellt. Für Bodenverkehrsdienstleister gelten Mindestquoten für elektrisch betriebene Geräte, die 2026 erhöht werden sollen. Derzeit stehen mehr als 120 Ladepunkte zur Verfügung.

Klimaschutz und internationale Anbindung: (K)ein Widerspruch?

Die Geschäftsführung des Flughafens BER wertet die Zertifizierung als Bestätigung ihres bisherigen Klimakurses, auch wenn unklar bleibt, wie stark sie zu tatsächlich sinkenden Gesamtemissionen beiträgt, da Fluggastaufkommen und Luftverkehr nicht einbezogen werden.

„Der Flughafen BER nimmt den Klimaschutz sehr ernst und zeigt, dass moderne Mobilität und konsequenter Klimaschutz kein Widerspruch sind, sondern gemeinsam umgesetzt werden können“, erklärte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bei der Veranstaltung.

Kritikerinnen und Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass weiteres Verkehrswachstum Zielkonflikte erzeugen könnte. Bis 2030 sollen die Emissionen um 65 Prozent gegenüber 2010 sinken, bis 2045 klimaneutral sein; Level 5 der Zertifizierung erfordert eine Reduktion um mindestens 90 Prozent, deren Umsetzung bei steigendem Energiebedarf noch ungewiss ist.

Quellen: Flughafen BER

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

16 Kommentare

  1. Max 27. Januar 2026 at 10:55 - Reply

    DAs wird dadurch erreicht dass man ihn zunehmend nur noch mit der Bahn erreichen kann.

  2. M.Hillen 27. Januar 2026 at 15:29 - Reply

    Klimamanagement, Zertifizierung,etc etc …. klingt nach Seriosität … Ist aber in Wirklichkeit ein dem Zeitgeist geschuldeter, obskurer Hokuspokus und BürokratieSchwachsinn … mit der Absicht, das SchafsVolk zu manipulieren, um es anschließend leichter kontrollieren zu können und zur KlimaKasse zu bitten. Dieser ganze KlimaSchwachsinn funktioniert nur bei medialem Dauerfeuer! WÜRDE der mündige Bürger mal innehalten und sein Hirn benutzen, dann wüsste er, dass diese ganze Klimaideologie in Wirklichkeit nur auf seine Freiheit und sein Portemonnaie abzielt und dem Klima selbst nullkommanull zugute kommt. Die Politik betreibt hier nichts anderes als Geschäftsbesorgung für die Wirtschaft einerseits und zunehmenden Entzug von Freiheitsrechten andererseits. Beides zum Nachteil des (noch) freien Bürgers. Und die Medien sind da nicht etwa kritisch unterwegs, was ihr Auftrag wäre, nein, sie sind Teil der politischen Propagandemaschine… Entwicklungsstadt ist da genauso dümmlich und anspruchslos unterwegs, wie 95% aller anderen Medienunternehmen: Genderideologie, Klimaideologie und andere Linksideologie hat hier unhinterfragt Raum und Platz, um propagandistisch zu wirken. Ekelhaft.

    • Patrick 28. Januar 2026 at 01:29 - Reply

      Sie sind ekelhaft mit ihrer Verschwörungsideologie. Klima mit Entzug von Freiheitsrechten gleichzusetzen. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Schützen wir das Klima nicht endlich konsequent, werden wir bald keine Freiheiten mehr haben auf dieser Welt. Mit Klimaforschung und wissenschaftlichen Erkenntnissen haben sie auch nicht viel am Hut. Bildung hilft mehr als abstruse Verschwörungs- und Hassideologie.

      • M.Hillen 28. Januar 2026 at 10:17 - Reply

        Und Sie sind das beste Beispiel dafür, daß das Trommelfeuer der Propaganda (die permanente Wiederholung einer Behauptung) am Ende Erfolg hat und sich in der öffentlichen Meinung zumindest teilweise festsetzt… Nämlich, dass wir für den Schutz des Klimas finanzielle Opfer zu erbringen haben und wir Einschränkungen unserer Freiheit (wie wir heizen, wie wir uns fortbewegen, wie wir wohnen und leben und essen sollen – illegitim vorgegegeben und kontrolliert und sanktioniert vom Staat) zu unserem eigenen Wohl akzeptieren müssen… Habe ich irgendetwas gegen die Reduzierung des CO2 Ausstoßes in Deutschland ? Nein, natürlich nicht. Saubere Luft ist mir auch lieb. Aber deshalb künstlich (staatlich) den Strom- und die Energiepreise zu verteuern, und damit Millionen eh schon armer Menschen in Deutschland noch ärmer zu machen, ganz nebenbei die Wirtschaft massiv zu belasten und die heimische Industrie aus dem Land zu vertreiben… ist das intelligent? Hat das irgendetwas mit Klimaschutz zu tun? Wie Reiko B. geschildert hat: Wird der BER für die potentiellen Passagiere zu teuer, fliegen die Leute von billigeren Flughäfen in die Welt.. zukünftig eben von Warschau aus (zum Beispiel)… Genauso mit der Industrie: wird es ihr in Deutschland zu teuer (auch wegen der Energie- und Strompreise hierzulande), dann wandert sie eben ab ins günstigere Ausland…
        In beiden Fällen ist dem Klima nicht geholfen, die Verschmutzung mit CO2 wandert nur ins Ausland ab. Und Deutschland schießt sich wirtschaftlich mit dieser Klimapolitik ins eigene Knie.
        Das ist wissenschaftlich bewiesen (wobei ich persönlich für diese Erkenntnis keine Wissenschaft brauche, das sagt mir mein Verstand).. Klimapolitik, die dem Klima tatsächlich hilft und unsere Wirtschaft nicht ruiniert oder ins Ausland treibt, die müsste auf künstliche (staatliche) Eingriffe in das Preisgefüge komplett verzichten. Es müsste einfach tatsächlich billiger sein (klimafreundlich zu leben, zu wohnen, sich fortzubewewgen, zu essen, etc)… am Markt. Durch Forschung und Entwichlung sparsamerer und effizienterer Produkte, die sich dann ganz natürlich am Markt durchsetzen würden… Weil der Kunde mit dem Kauf dieser Produkte am Ende ganz real Kosten sparen würde. Ganz simpel.
        Beispiel: In China sind E-Autos deshalb so beliebt, weil der Autofahrer damit billiger unterwegs ist, als mit herkömmlichen Autos – weil der Strompreis in China einfach so wahnsinnig günstig ist. Bei uns hingegen wird der Strompreis durch staatliche Eingriffe zum behaupteten Wohle des Klimas extrem verteuert. Und dadurch das E- Auto kaufen unattraktiv gemacht, die Wirtschaft massiv belastet, die Industrie ins Ausland vertrieben, der Bürger frech zur Kasse gebeten usw usw.. Zusammengefasst: Das was hierzulande als notwendige Klimapolitik verkauft wird, hilft dem Klima nicht, ruiniert unsere Wirtschaft und Industrie und macht die Bürger nur ärmer. Nebenbei gehen durch staatliche Vorgaben und Kontrolle und Sanktionierung Freiheitsrechte des Bürgers verloren und entfremden diesen vom Staat. Dümmer geht es also kaum. Sozialismus ist immer dumm- auch KlimaSozialismus!
        Durch Intelligenz und Verstand wenig belastete Menschen, die die deutsche/ europäische Klimapolitik in ihrer Schädlichkeit für die Bürger und die heimische Wirtschaft und Industrie einerseits und die Nutzlosigkeit für das Klima andererseits nicht begreifen, die gibt es Dank staatlicher und medialer, linker Propaganda bedauerlicherweise trotzdem. Sie sind ein Beweis dafür. Peinlich, oder?

  3. Reiko B. 27. Januar 2026 at 20:13 - Reply

    Das ist wirklich Augenwischerei, den aktuellen Klimapakt zahlen Unternehmen aus Eigenmitteln, Krediten und geringen staatlichen Förderungen, warum feiert sich eigentlich der Regierende Bürgermeister – liegt der BER nicht im Bundesland Brandenburg – diese Kkeinstaaterei in Deutschland ist ja auch noch nicht abgeschafft… Aber jetzt kommt’s, wenn der neue Großflughafen nahe Warschau fertig ist, wird er ein riesiges Drehkreuz und dann kommt niemand mehr aus Polen direkt oder zum Umsteigen von woanders her, ja dann klappt es auch mit dem Klimaziel durch ausbleibende Flugbewegungen – Glückwunsch!

  4. Nemo 27. Januar 2026 at 20:16 - Reply

    Hier ein Mitarbeiter des BER, ich kann bestätigen, dass mehr und mehr Geräte zur Abfertigung auf E-Mobilität umgerüstet werden. Was ich mir wünschen würde, um den CO² Fußabdruck zu schmälern, wären Ladepunkte auf den Mitarbeiterparkplätzen und auch eine bessere Möglichkeit, Fahrräder abzustellen. Ich würde als Mitarbeiter auch gerne mit Richtung Zukunft denken und handeln.

  5. Djalan 27. Januar 2026 at 20:46 - Reply

    Wow. Eure zynischen Kommentare sind furchtbar. Wahrscheinlich trennt ihr keinen Müll und habt ein 3l + SUV vor der Tür stehen. Erbärmlich. Klimaschutz sollte jedem von euch ans Herz gehen.

  6. Jürgen 28. Januar 2026 at 08:10 - Reply

    SCHWACHSINN das mit KLIMASCHUTZ wir können die Welt damit nicht RETTEN nur bezahlen sollen wir….wir sind KLEINER als eine STECKNADEL auf der Welt, TOTAL LÄCHERLICH…

  7. Alex 28. Januar 2026 at 11:13 - Reply

    Schön auch mal positive Nachrichten vom Flughafen BER zu hören. Klimaschutz besonders beim Fliegen ist wichtig und es ist gut das Berlin hier ein Zeichen setzt. Im Vergleich zu anderen Städten in Europa geht da aber noch einiges und ich hoffe, dass hier dem CDU-geführten Senat nicht die Lust vergeht weiter an einer lebenswerten, intelligenten und klimaneutralen Stadt zu arbeiten.

  8. Gh 28. Januar 2026 at 12:21 - Reply

    Der Trick ist einfach weniger Flüge zu haben weil man die Start und Lande kosten so hoch macht, dass keine Airline mehr anfliegen will. Traurig das auch noch positiv dar zustellen.

  9. Oliver 28. Januar 2026 at 15:02 - Reply

    Absolute Verarsche. Als wir von dort flogen, hat man die Flugzeuge mit mobilen Dieselaggregaten versorgt. Wie in einem Entwicklungsland.

  10. Peter 28. Januar 2026 at 20:38 - Reply

    Was nutzen Auszeichnungen, wenn die Hauptaufgabe, Menschen ein reibungsloses An- und Abreisen zu ermöglichen, nicht klappt, wie am Montag. Ein wenig Eisregen und der Regelbetrieb geht ins Chaos über. Wartezeiten bis sechs Stunden in der Maschine, weil nichts funktionierte.

  11. Andreas H. 29. Januar 2026 at 04:33 - Reply

    Haha,
    Flughafen und Klimaschutz.
    Das Wiederspricht sich schon in sich. Echte
    Comedy Meldung …. Lol….

  12. Andreas H. 29. Januar 2026 at 04:34 - Reply

    Oops, ich verkaufe ein e, wer bietet mehr ?
    Grins

  13. Klaus 30. Januar 2026 at 18:30 - Reply

    Sollen wir immer Vorreiter in allen Dingen sein?Schauen wir uns die Nachbarländer an.kein streusalz für die Bürgersteige lieber Knochenbrüche bei Glatteis. Oh gott, wo sind wir hingekommen.

  14. M.Hillen 2. Februar 2026 at 10:48 - Reply

    Dieser ganze unseriöse Klimafetischismus -so, wie er von Deutschland und der EU betrieben wird – hat nicht nur die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten und unsere wirtschaftliche Schwächung und die Flucht großer Teile unserer Industrie uns Ausland zur Folge, es stärkt ganz nebenbei auch unsere wirtschaftliche Abhängigkeit von China. So ist heute am 2.2. 2026 ein Artikel in der Welt erschienen mit folgender Überschrift: “ Wie China mit der deutschen Klima-Hörigkeit seine Macht vergrößert“ … weiter heißt es dann im Artikel: „Mit fossilen Energien produziert China klimafreundliche Technologien – die es in riesigen Mengen nach Europa verkauft. Einflussreiche Netzwerke bringen Deutschland und die EU dazu, Gesetze und Klimaziele im Sinne Chinas zu verschärfen.“ Ich empfehle diesen Artikel zu lesen. Es könnte Klimafetischisten ein Gefühl dafür geben, dass es beim Thema Klima nicht um die Rettung des Weltklimas geht (das sollte jedem nichtverblödeten Menschen ohnehin offensichtlich sein), sondern um ganz viele andere Aspekte, die mit dem KlimaThema verfolgt und abgeräumt werden. Zum Beispiel die Schwächung Europas, die Schwächung Deutschlands!
    Und deutsche und europäische Klimaideologen in Politik und Medien sind die nützlichen Idioten für diese versteckte Agenda. Entwicklungsstadt darf sich auch zu diesen dümmlichen Idioten zählen. Selbstverständlich!

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.