Rund um den Kurfürstendamm werden von 2026 bis 2031 umfangreiche Straßen- und Tiefbauarbeiten durchgeführt. Ein neuer Leitfaden des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf soll nun dabei helfen, die Folgen für Handel, Gastronomie und Gewerbe abzufedern.

Das Bild zeigt eine große Baustelle am Breitscheidplatz in Berlin mit Rohren, Sand, Bauzäunen und dem Europa Center im Hintergrund.

Rund um den Ku’damm finden derzeit umfassende Baumaßnahmen statt. Ein neues Konzept soll sicherstellen, dass Gewerbe- und Gastronomiebetriebe weiterhin erreichbar bleiben. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auch wenn am Kurfürstendamm in den kommenden Jahren Bagger und Baustellenfahrzeuge zum Stadtbild gehören, soll die City West ein funktionierender Einkaufs- und Aufenthaltsort bleiben. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat deshalb einen neuen Leitfaden beschlossen, der Unternehmen während der umfangreichen Straßen- und Tiefbauarbeiten zwischen 2026 und 2031 unterstützen soll.

Die Maßnahmen rund um den Kurfürstendamm werden den öffentlichen Raum über mehrere Jahre verändern. Mit dem neuen Konzept will der Bezirk vor allem sicherstellen, dass Geschäfte, Restaurants und andere Gewerbebetriebe weiterhin sichtbar und erreichbar bleiben. Der Leitfaden gilt seit dem 1. Juni 2026 und umfasst den zentralen Bereich rund um den Kurfürstendamm, von Teilen der Budapester Straße bis zum Ernst-Reuter-Platz sowie angrenzende Straßenräume.

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Vereinfachte Verfahren für Sichtbarkeit und Nutzung des Stadtraums

Ein Schwerpunkt liegt auf erleichterten Genehmigungen während der Bauzeit. Unternehmen sollen einfacher temporäre Außenwerbung, Hinweisschilder oder gemeinsame Aktionen umsetzen können. Damit reagiert der Bezirk auf die eingeschränkte Sichtbarkeit vieler Betriebe, die durch Bauzäune, veränderte Wegeführungen und Verkehrsmaßnahmen entstehen kann.

Auch die Orientierung für Besucherinnen und Besucher soll verbessert werden. Zusätzliche Beschilderungen, temporäre Wegeführungen und Informationspunkte sollen helfen, Geschäfte und gastronomische Angebote trotz Veränderungen im Straßenraum besser zu erreichen.

Ein weiterer Bestandteil des Leitfadens betrifft die Nutzung öffentlicher Flächen. Für Außengastronomie, Verkaufsstände oder zeitlich begrenzte Veranstaltungen sollen flexiblere Lösungen ermöglicht werden. Ziel ist es, Einschränkungen durch die Baustellen teilweise auszugleichen und die Aufenthaltsqualität im Quartier zu erhalten.

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Das Bild zeigt Baugerüste, Baustellenabsperrungen und eingeschränkte Gehwege nahe dem Breitscheidplatz in Berlin.

Baugerüste und Absperrungen prägen die Wege rund um Tauentzienstraße und Breitscheidplatz. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Baustellen rund um den Breitscheidplatz: Koordinierungsstelle soll Unternehmen begleiten

Für die Umsetzung richtet die bezirkliche Wirtschaftsförderung eine eigene Koordinierungsstelle ein. Sie soll als Ansprechpartner für Unternehmen dienen und Anliegen zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik bündeln. Unterstützt wird die Stelle von einem unabhängigen Fachgremium mit Expertinnen und Experten aus Bereichen wie Städtebau, Verkehrsplanung, Architektur, Handel und Kreativwirtschaft.

Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch sieht in den Bauarbeiten zugleich Herausforderung und Zukunftsinvestition. Die kommenden Jahre würden die Innenstadt belasten, gleichzeitig seien die Maßnahmen wichtig für ihre langfristige Entwicklung. Der Leitfaden solle dafür sorgen, dass die ansässigen Betriebe während dieser Übergangsphase möglichst gute Bedingungen vorfinden.

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Breitscheidplatz

Quellen: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

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4 Kommentare

  1. Helmut König 18. Juli 2026 at 19:48 - Reply

    Berlin ist unfähig auch nur im geringsten für Unternehmen im Einzelhandel zu denken, die Parkplatzvernichtung die Ausgestaltung der dreckigen Straßen und die endlos lange Zeit der Bauarbeiten sowie die Hundescheisse in den Straßen ist ein Hauptgrund für den Zerfall alles eleganten und exklusiven.
    Die Stadt ist im Arsch.

    • Böhme 19. Juli 2026 at 03:01 - Reply

      „Die Stadt ist im Arsch.“

      Jo!

  2. dulligalore 19. Juli 2026 at 11:34 - Reply

    „Ausgestaltung der dreckigen Strassen, Parkplatzvernichtug“…..Haben die Fossiltaliban heute Ausgang?

  3. Wolff 19. Juli 2026 at 12:44 - Reply

    Das Hauptproblem in deutschen Städten ist das Auto und die dafür erforderlichen Infrastruktur. Diese Blechbüchsen versiffen jedes Stadtbild und verhindern das soziale Miteinander. In großen Teilen Europas hat man das längst kapiert, umgesetzt und es funktioniert. In Deutschland unmöglich. Die Politik schafft es nicht einmal ein Tempolimit einzuführen. Da hilft nur auszuwandern.

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