Die Baustelle in der Altstadt Köpenick bleibt bis 2027. BVG und Berliner Wasserbetriebe erneuern Gleise, Haltestellen, Leitungen und Kanäle.

Die Baustelle in der Altstadt Köpenick zeigt abgesperrte Gleisbereiche, einen gelben Bagger und die Kirche an der Kirchstraße bei klarem Himmel.

Baustelle in der Altstadt Köpenick: Rund um die Kirchstraße laufen Arbeiten an Gleisen, Leitungen und Straßenraum. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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In der Altstadt Köpenick läuft eines der größten Infrastrukturprojekte im Bezirk Treptow-Köpenick. Die BVG erneuert Straßenbahngleise, Weichen und Haltestellen. Parallel sanieren die Berliner Wasserbetriebe Trinkwasserleitungen sowie Schmutz- und Regenwasserkanäle. Aktuell prägen Bauzäune, ausgehobene Gleisbereiche, Baumaschinen und vorbereitete Betonträger das Bild rund um Alt-Köpenick, Kirchstraße und Lindenstraße.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick 
  • Adresse: Alt-Köpenick, Lindenstraße, Kirchstraße, Kietzer Straße, Müggelheimer Straße
  • Fertigstellung: September 2027

Der Umbau betrifft nicht nur einzelne Gleise. Die BVG ersetzt auf rund zwei Kilometern Straßenbahninfrastruktur alte Gleise und Weichen. Dazu kommen neue, barrierefreie Haltestellen. Am Rathaus Köpenick und an der Bahnhofstraße/Lindenstraße sind diese bereits umgesetzt. 

Entlang der Straße in Richtung Altstadt Köpenick stehen Bauzäune an den Straßenbahngleisen, im Hintergrund ist die Kirche der Altstadt zu sehen.

Altstadt Köpenick: Die Baustelle bleibt bis 2027 sichtbar, bis Gleise, Haltestellen und Leitungen erneuert sind./ © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Dauerbaustelle in der Altstadt Köpenick wegen BVG und BWB

Eine sichtbare Veränderung wird es auch im Straßenbahnnetz geben. Die bisherige Haltestelle Freiheit soll im Zuge des Umbaus entfallen und durch die neue Haltestelle Schüßlerplatz ersetzt werden. Nach Angaben der BVG entsteht dort eine moderne, barrierefreie Haltestelle mit besserer Erreichbarkeit für Fahrgäste. 

Die Verlegung ist Teil der umfassenden Neuordnung der Straßenbahnstrecke in der Altstadt Köpenick. Mit dem neuen Standort sollen die Verkehrsabläufe verbessert und die Haltestelleninfrastruktur an aktuelle Anforderungen angepasst werden. Der Bau der neuen Haltestelle ist für die kommenden Bauabschnitte bis 2027 vorgesehen.

Parallel nutzen die  Berliner Wasserbetriebe die Bauzeit, um rund 1,2 Kilometer Trinkwasserleitungen sowie Schmutz- und Regenwasserkanäle in der Altstadt Köpenick zu erneuern oder zu sanieren. Dabei geht es nicht nur um den Austausch alter Leitungen. Ein Teil der Infrastruktur wird in neue Trassen neben den Straßenbahngleisen verlegt. Künftig sollen notwendige Reparaturen und Wartungsarbeiten dadurch einfacher möglich sein, ohne den Straßenbahnverkehr erneut großflächig einschränken zu müssen. 

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Die Lindenstraße in Köpenick ist mit Bauzäunen abgesperrt, darüber verlaufen Fahrleitungen der Straßenbahn.

Lindenstraße in Köpenick: Provisorien und Absperrungen sichern den Straßenbahnbetrieb während der Bauarbeiten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Marode Infrastrukturen in der Altstadt Köpenick werden ersetzt

Nach Angaben der Wasserbetriebe erfolgen etwa die Hälfte der Arbeiten in grabenlosen Verfahren. Dabei können bestehende Leitungen saniert werden, ohne die Straße auf voller Länge öffnen zu müssen. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise und eng abgestimmt mit dem Gleisbau der BVG.

Die umfangreichen Arbeiten sind notwendig, weil in der Altstadt Köpenick mehrere Infrastrukturen gleichzeitig das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreichen. Neben den teilweise Jahrzehnte alten Straßenbahngleisen müssen auch Trinkwasserleitungen sowie Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert oder saniert werden. Würden die Maßnahmen getrennt voneinander durchgeführt, müssten Straßen und Gleisanlagen in den kommenden Jahren mehrfach aufgebrochen werden. 

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Deshalb bündeln die BVG und die Berliner Wasserbetriebe ihre Arbeiten. Nach Angaben der Projektpartner sollen durch die gemeinsame Bauausführung sowohl die Belastungen für Anwohner und Gewerbetreibende als auch die Gesamtkosten reduziert werden.

Eine geöffnete Gleistrasse in der Altstadt Köpenick zeigt Betonträger, Bewehrung, Bagger und Baumaterial hinter Bauzäunen.

Aktueller Baufortschritt in Köpenick: In der Altstadt werden Gleise vorbereitet und Leitungsarbeiten koordiniert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Wie lange die Baustelle in der Altstadt Köpenick noch dauert

Der weitere Zeitplan reicht bis September 2027. Für 2026 sind unter anderem Arbeiten in der Lindenstraße, Kirchstraße und Kietzer Straße vorgesehen. In der Kirchstraße und am Schüßlerplatz sollen Leitungen erneuert und die neue barrierefreie Haltestelle gebaut werden. In der Kietzer Straße folgen Leitungs- und Gleisarbeiten. 

Für 2027 sieht der Plan weitere Arbeiten in der Kirchstraße sowie in der Müggelheimer Straße vor. Dort sollen Weichen erneuert und anschließend provisorische Gleise zurückgebaut werden. Danach sollen auch die Umleitungen über Freiheit, Lüderstraße und Landjägerstraße zurückgebaut und die verkehrsberuhigte Zone wiederhergestellt werden. Die Inbetriebnahme der Straßenbahn in der Altstadt ist im Projektplan für September 2027 vorgesehen. 

Das Bild zeigt den S-Bahnhof Köpenick von oben mit roter und grauer Schallschutzwand, neuer Gleistrasse und Baustelle für den Regionalbahnhof.

Der neue Bahndamm mit Schallschutzwand wächst entlang des S-Bahnhofs Köpenick. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Weitere Verkehrsprojekte in Köpenick

Die Baustelle in der Altstadt Köpenick ist zudem nur eines von mehreren großen Verkehrsprojekten im Berliner Südosten. Wenige hundert Meter entfernt entsteht derzeit der neue Regionalbahnhof Köpenick. Am bisherigen S-Bahnhof werden ein rund 220 Meter langer Regionalbahnsteig, neue Gleise, zusätzliche Zugänge und Aufzüge gebaut. Nach aktuellem Stand soll der Regionalverkehr dort ab Dezember 2027 halten.

Parallel dazu laufen Vorbereitungen für die sogenannte Westumfahrung der Bahnhofstraße. Die geplante neue Straßenverbindung soll die stark belastete Bahnhofstraße und Teile der Köpenicker Altstadt künftig entlasten. Erste Tunnelbauwerke im Bereich der Hämmerlingstraße wurden bereits im Zusammenhang mit den Bahnarbeiten errichtet, ein Baubeginn für die eigentliche Straße wird jedoch frühestens ab 2027 erwartet.

Hinzu kommt die geplante Erneuerung der Pyramidenbrücke, die als wichtige Verbindung zwischen der Köpenicker Altstadt, dem Schlossplatz und der Bahnhofstraße gilt. Damit wird deutlich, dass sich Köpenick in den kommenden Jahren an mehreren zentralen Verkehrsknoten gleichzeitig verändert.

Altstadt Köpenick

Quellen: BVG, Berliner Wasserbetriebe

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