Der Barbarossaplatz in Schöneberg bleibt eine Baustelle. Eine aktuelle Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Katharina Senge (CDU) gibt nun Aufschluss darüber, welche Bauabschnitte geplant sind, wie die Infrastruktur modernisiert wird und wann Grünflächen und Aufenthaltsbereiche entstehen sollen.

Barbarossaplatz, Visualisierung

So soll der neu gestaltete Barbarossaplatz in Berlin-Schöneberg einmal aussehen. Derzeit bestimmen jedoch Bauzäune, offene Gräben und schwere Maschinen das Bild. / © Visualisierung: r+b landschaft s architektur, RenderAtelier

© Foto Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Barbarossaplatz in Schöneberg: Zwischen Eis und Schnee prägen derzeit Bauzäune, offene Gräben und schwere Maschinen das Bild der Umgebung. Die Stadtverwaltung plant, den stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt langfristig in einen grüneren und besser nutzbaren Platz zu verwandeln; aktuell werden im Zuge der Wärmewende rund um den Platz Fernwärmeleitungen verlegt.

Während bei Anwohnenden teilweise noch Unklarheit darüber herrschte, wie lange die Einschränkungen auf dem Barbarossaplatz noch andauern, bringt eine neue Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Katharina Senge (CDU) nun etwas mehr Klarheit über die anstehenden Bauphasen, den Zeitplan und die Reihenfolge der Arbeiten.

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Nach Fernwärmearbeiten: Umbau am Barbarossaplatz startet im Sommer 2027

Neue Sitzgelegenheiten, Radstellplätze, Bäume und Pflanzflächen sollen den Platz künftig nachhaltiger, klimafreundlicher und lebenswerter machen. Für diesen Umbau hat das Bezirksamt nun einen konkreten Beginn im Sommer 2027 angekündigt. Damit steht ein Starttermin rund eineinhalb Jahre in der Zukunft – ein Zeitraum, in dem noch Vorplanungen und Abstimmungen laufen müssen.

Gleichzeitig geht aus der Senatsantwort hervor, dass dieser Zeitplan nicht an andere derzeit laufende Arbeiten, wie etwa die Belegung des Platzes mit Fernwärmeleitungen, anschließt. Es wird keinen durchgehenden Übergang zwischen den einzelnen Bauphasen geben, bestätigt die Verwaltung. Die Fernwärmearbeiten werden stattdessen zunächst abgeschlossen, bevor der Umbau beginnt.

Fernwärmearbeiten und Platzumgestaltung erfolgen in separaten Phasen

Weil die Umgestaltung des Platzes und die Fernwärmearbeiten zeitlich getrennt sind, entsteht eine Zwischenphase. In dieser Zeit wird die Oberfläche des Barbarossaplatzes provisorisch mit einer Bitumenschicht verschlossen, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Kosten dafür trägt dabei nicht der Bezirk, sondern der Versorger. Eine exakte Bezifferung der Aufwendungen sei derzeit aber nicht möglich.

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Für Anwohnende bedeutet dies, dass der Platz vor dem eigentlichen Umbau mehrere Monate wie eine Baustelle wirken und nur eingeschränkt nutzbar sein dürfte. Konkrete Einschränkungen und Verkehrsführungen sind noch nicht im Detail benannt.

Beteiligung der Anwohnenden: Termine im Frühjahr 2026

Ein wichtiges Element des Prozesses sei die Beteiligung der Menschen vor Ort, heißt es in der Senatsantwort. Bereits im März 2024 hatte es eine umfangreiche Beteiligung zur Vorstellung einer Machbarkeitsstudie gegeben; die Ergebnisse flossen in die weitere Planung ein. Für Frühjahr 2026 ist laut Verwaltung eine erneute Bürgerveranstaltung geplant, bei der die Vorplanung präsentiert und Fragen beantwortet werden sollen.

Das Bezirksamt betont, dass grundsätzlich alle Interessierten eingeladen sind, an der Informationsveranstaltung teilzunehmen. Schon geäußerte Interessen und Hinweise aus der ersten Beteiligungsrunde sind nach Angaben der Verwaltung in die Vorplanung eingeflossen. Grundsatzentscheidungen seien jedoch bereits durch die Bezirksverordnetenversammlung getroffen worden. Die nächste Runde soll kleinere Gestaltungselemente fokussieren.

Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 24 867, BEW Berliner Energie und Wärme GmbH , Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, r+b landschaft s architektur, RenderAtelier

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One Comment

  1. Böhme 11. Februar 2026 at 22:24 - Reply

    Sieht auf dem Bildchen hüsch aus – und wird in der Realität verunkrautet und vermüllt sein! Ist Geld für die Pflege der Grünanlagen da? Auf keinen Fall!

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