Die Berliner infraVelo hat das Vergabeverfahren für die Planung des zweiten öffentlichen Fahrradparkhauses in der Stadt eingeläutet. Am S‑Bahnhof Mahlsdorf soll ein Gebäude entstehen, das den Bedarf an sicheren Stellplätzen für Radfahrende stufenweise decken kann. Der Bau soll Anfang 2028 beginnen und Ende 2028 in Betrieb gehen.

© Titelbild: Wikimedia Commons, Jivee Blau, CC BY-SA 3.0

 

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Im Berliner Osten nimmt ein weiteres Fahrradparkhaus‑Projekt Konturen an. Die landeseigene infraVelo hat das Vergabeverfahren für die Planung des neuen Fahrradparkhauses am S‑Bahnhof Mahlsdorf ausgeschrieben, das zwischen Florastraße und Hönower Straße entstehen soll. Damit ist ein wichtiger Schritt in der Planungsphase erreicht, die sich nach mehreren Jahren der Vorbereitung jetzt in eine konkrete Zeitschiene übersetzt.

Die Entwürfe sehen ein eingeschossiges Gebäude in modularer Bauweise vor. In der ersten Stufe sollen rund 400 Stellplätze entstehen, darunter gesicherte Plätze und spezielle Flächen für Lastenräder oder Kinderanhänger. Später könnten bis zu 700 Stellplätze realisiert werden, wenn der Bedarf dies verlangt.

Infrastruktur im Knotenpunkt Mahlsdorf: Neues Parkhaus für Radfahrende

Mit der S‑Bahnlinie S5, Regionalbahn RB 26, Straßenbahn 62 und mehreren Buslinien gilt der Bahnhof als zentraler Verkehrsknoten im Bezirk Marzahn‑Hellersdorf. Der geplante Ausbau der Straßenbahn im Rahmen der „Verkehrslösung Mahlsdorf“ wird diesen Status weiter stärken, was den Bedarf an Fahrradabstellplätzen erhöht.

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Das neue Parkhaus soll Radfahrenden aus Berlin und Brandenburg ermöglichen, ihr Fahrrad sicher abzustellen und mit dem ÖPNV weiterzufahren. Die Entscheidung der Bezirksverordnetenversammlung über den Standortbeschluss wird noch Ende März erwartet.

3,4 Millionen Euro für erste Ausbaustufe in Mahlsdorf – Berlin setzt auf modulare Fahrradparkhäuser

Die Kosten für die erste Ausbaustufe werden derzeit auf etwa 3,4 Millionen Euro geschätzt. Finanziert wird das Vorhaben aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA). Das Konzept baut auf einem modularen Standard auf, der bereits im Rahmen des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken im Land Brandenburg“ entwickelt wurde und nun in Berlin Anwendung findet.

Ein verwandtes Projekt ist das erste öffentliche Fahrradparkhaus am Bahnhof Schöneweide im Bezirk Treptow‑Köpenick, das derzeit gebaut wird und rund 1.100 Stellplätze bieten soll. Dort laufen die Erdarbeiten für das zweigeschossige Holzgebäude, das bis zur Fahrradsaison 2027 fertiggestellt werden soll.

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Das Bild zeigt den Vorplatz des Bahnhofs Schöneweide, wo zahlreiche Menschen mit Fahrrädern unterwegs sind und die Architektur mit weit auskragendem Dach und schräggestellten Holzstützen ins Blickfeld rückt.

Am Bahnhof Schöneweide haben die Erdarbeiten für Berlins erstes öffentliches Fahrradparkhaus begonnen. So soll es künftig aussehen. / © Visualisierung: xoio und Leitplan im Auftrag von infraVelo

Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, GB infraVelo GmbH

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