Am RAW-Gelände in Friedrichshain laufen Bauarbeiten für eine neue Zufahrt an der Revaler Straße. ENTWICKLUNGSSTADT erklärt den Zweck, den Zeitplan und den Zusammenhang mit „RAW Ost“.
RAW-Gelände
© Titelbild: Wikimedia Commons, Lear 21, CC BY-SA 4.0
Am östlichen Rand des RAW-Geländes in Friedrichshain laufen die Bauarbeiten. Talgo bestätigt auf Anfrage von ENTWICKLUNGSSTADT, dass dort eine bestehende Zufahrt verlegt wird. Die neue Erschließung soll künftig sowohl das Talgo-Werk als auch die von „RAW Ost“ entwickelte Fläche anbinden.
- Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
- Ort: RAW-Gelände
- Adresse/Lage: Revaler Straße, nahe Modersohnbrücke
- Maßnahme: Verlegung einer bestehenden Zufahrt
- Geplante Fertigstellung: Ende Oktober 2026
Betroffen ist der östliche Rand des Areals, in der Nähe der Modersohnbrücke. Nach Angaben von Talgo handelt es sich um die Verlegung einer bestehenden Zufahrt. Die Maßnahme führt nicht Talgo selbst aus, sondern die „RAW Ost Projektgesellschaft“, die den östlichen Teil des früheren Reichsbahnausbesserungswerks entwickelt.

Der Eingangsbereich an der Revaler Straße verbindet das RAW-Gelände in Friedrichshain mit den östlichen Arealteilen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neue Zufahrt zum RAW-Gelände und zum Talgo-Werk
Die neue Zufahrt soll künftig zwei Bereiche erschließen: das Talgo-Werk und die Fläche, die „RAW Ost“ entwickeln will. Talgo erklärt, dass zwischen der von „RAW Ost“ verantworteten Fläche und der von Talgo genutzten Fläche Anpassungen vorgenommen wurden. Ziel sei eine bessere Erschließung für beide Seiten. Damit handelt es sich nicht um eine ausschließlich von Talgo genutzte Zufahrt.
Nach Angaben des Unternehmens steht die Maßnahme nicht im Zusammenhang mit einer Erweiterung des Talgo-Standorts. Sie diene ausschließlich dazu, die bisherige Zufahrt zu verlegen. Betroffen sei vor allem der Bereich, der aktuell mit einem Bauzaun eingefasst ist.
Bestehende Wege, Nutzungen oder Aufenthaltsorte auf dem Gelände sollen laut Talgo durch die Arbeiten nicht verändert werden. Die ausführende Firma plant nach aktuellem Stand, die Bauarbeiten bis Ende Oktober 2026 abzuschließen.

Das RAW-Gelände zwischen Revaler Straße und Warschauer Brücke soll sich von einem subkulturellen Hotspot zu einem gemischt genutzten Stadtviertel wandeln. / © Visualisierung: Kurth Immobilien
Bauarbeiten am RAW-Gelände sollen bis Oktober 2026 dauern
Damit betrifft der aktuelle Baustart nicht die größeren, seit Jahren diskutierten Entwicklungspläne für den westlichen Teil des RAW-Geländes. Dort laufen weiterhin Verfahren und Abstimmungen zu möglichen Neubauten, Kulturflächen, Gewerbe, Freiräumen und weiteren Nutzungen.
Einen Zusammenhang mit den langfristigen Entwicklungen auf dem RAW-Gelände gibt es dennoch. Talgo verweist darauf, dass „RAW Ost“ den östlichen Geländebereich entwickeln und bebauen will. Diese Planungen machen die Verlegung der Zufahrt erforderlich. Die Arbeiten an der Revaler Straße sind damit Teil der Neuordnung am östlichen Rand des Areals.
Talgo plant Ergänzungen auf dem Werksgelände
Unabhängig von der Zufahrt plant Talgo nach eigenen Angaben Ergänzungen auf dem genutzten Werksgelände. Dazu zählen Lagerflächen, Sozialräume und technisches Equipment. Konkrete neue Büro- oder Werkstattflächen nennt das Unternehmen in diesem Zusammenhang nicht. Die laufende Zufahrtsmaßnahme bleibt davon getrennt.
Das Talgo-Werk ist somit weiter ein aktiver Bahnstandort auf dem RAW-Gelände. Dort hält das Unternehmen Züge instand. Der Standort umfasst unter anderem Hallengleise, Werkstattbereiche und technische Anlagen. Die neue Zufahrt soll die Erreichbarkeit dieses Betriebsbereichs sowie der „RAW Ost“-Fläche künftig neu ordnen.
Quelle: Talgo
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7 Kommentare
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Berlin wird immer mehr wie Bielefeld
Das ist eine Schweinerei! Niemand will diese Art Bebauung (seit Jahren, Hochhäuser+ schicke Büroräume+ Eigentumswohnungen!) Alles, damit die wohlhabenden, zugezogenen sich wohl fühlen. BERLIN Ist VERLOREN!!!!!!!!!
Ich könnte kotzen, nur damit die Reichen zentralen Wohnraum bekommen. Das RAW Gelände mit seiner vielfalt an legendären Clubs, Streetfood Markt Künstler, Wochenmarkt, Flohmarkt,. Dies Gelände zieht jedes Jahr Millionen Touristen an die genau deshalb dort hin kommen und dem Senat damit Millionen Euro in die Staatskaste spülen. Es kommen Menschen aus der ganzen Welt nur deswegen dort hin die uns dafür beneiden . Vorschlag :Unter Denkmalschutz stellen. Dann is die Bebauung hin fällig. Finger weg vom RAW Gelände!!!!!! . Das wird für die Verantwortlichen gewaltig nach hinten losgehen!!!!!!! Könnte kotzen!!!!!!!!!
Berlin alternative Freiräume weiter zubauen mit Büros und langweiligen Gewärbeflächen die an Ketten vermietet werden weil kleine Läden sich das nicht leisten können. Was Berlin so toll macht und Touristen anlockt zerstört man. Alles seelenlos wie am Mercedes Benz Platz.
Ich bin gestern mal wieder über das Gelände gelaufen. Ich finde es super, dass das Gelände langfristig entwickelt wird. Diese ewige linke Geisteshaltung; die Armen gegen die Reichen, die da Oben nehmen uns alles und das Liebigsnarrativ „wir brauchen bezahlbaren Wohnraum“ ist besonders in Berlin ein Zustand den Berlin lähmt. Die Stadt ist versifft, verdrogt, verdreckt, verwahrlost, linke Sprüche und Zerstörung findet man tastbar jeder Hausfassade. Wer will hier noch Kibder großziehen?! Die Stadt braucht Ordnung und klare Strukturen und Regeln. In keiner deutschen Stadt gibt es so viel Sub- und Kultureinrichtungen wie in Berlin und dennoch wird nur gejammert. Die Stadt braucht Arbeitsplätze, denn auch das gehört auch zur Wahrheit, fast 11 Prozent Arbeitslosigkeit kostet den arbeitenden Steuerzahler Millionen. Die Stadt muss sich weiterentwickeln. Das RAW Gelände war von Anfang an nur eine Lösung auf Zeit. Man hatte lange genug Zeit sich nach Alternativen umzuschauen. Berlin ist riesig und die Betreiber verdienen viel Geld mit ihren Locations, da kann man erwarten, dass sie andere Flächen sich außerhalb suchen. Dieser absolut falsche Gedanke, „Die Reichen nehmen uns“ alles ist absolut falsch und ist unsachlich. Wir leben nicht mehr in den 90s und Berlin macht lediglich eins, sich wie andere Großtädte sich anpassen. Billiger wird es nicht mehr. Die Zeiten sind endgültig vorbei.
Top! Krasser Kommentar.
Ich denke in allen statements steckt Wahrheit – aber das letzte ist tatsächlich „realistischer“ und irgendwie objektiver.
Das ist schon eine verrückte bubble in der wir hier leben und ich liebe diese Stadt in allen Facetten, seit über 25 Jahren, mig allem drum und dran.
Aber sie ist auch ein bisschen wie ein Haufen Kinder, die nicht erwachsen werden wollen :-)
Was vielleicht auch okay ist…
LG aus Friedrichshain
Das RAW Gelände ist immer ein kulturelles Gelände wenn es das nicht mehr gibt wo sollen denn die Clubs hin da es ja in Berlin keine Möglichkeiten gibt seine Location wo anders hin zu verlegen da es keine freie Räume gibt für neue Location so werden viele Clubs kaputt gemacht und die Existenz von vielen Clubs zerstört und das soll gut sein denn schließlich hängen da auch Arbeitsplätze dran mfg Sven