Am S-Bahnhof Lichterfelde Süd entsteht ab sofort eine neue, gesicherte Fahrradabstellanlage. Ab Anfang 2026 können Radfahrende ihre Räder hier wettergeschützt und sicher abstellen. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Initiative, die den Rad- und Bahnverkehr in Berlin stärker miteinander verknüpfen soll.

An verschiedenen Standorten in Berlin befindet sich bereits ein gesicherter „ParkYourBike“-Fahrradstellplatz. Eine ähnliche Anlange entsteht nun am S-Bahnhof Lichterfelde Süd. / © Foto: infraVelo/Frank Sperling
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© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett (Peter Kuley), CC BY-SA 3.0
Am S-Bahnhof Lichterfelde Süd haben die Bauarbeiten für zwei neue Sammelschließanlagen am Zugang Westfalenring begonnen. Während der Bauzeit bleibt der Zugang am Westfalenring sowie die bestehende überdachte Radabstellanlage gesperrt. Ab Anfang 2026 sollen die Anlagen Radfahrenden die Möglichkeit bieten, ihre Fahrräder geschützt und wettergeschützt abzustellen.
Staatssekretär Arne Herz erklärte, dass die Erweiterung gesicherter Abstellanlagen an Berliner Bahnhöfen den Umweltverbund fördere und allen Verkehrsteilnehmenden zugutekomme. Bezirksstadtrat Urban Aykal bezeichnete die neuen Anlagen als „wichtigen Schritt für die Mobilitätswende in Steglitz-Zehlendorf“, von dem insbesondere Pendlerinnen und Pendler profitieren sollen.
Bundesweite „Bike+Ride-Offensive“: So funktioniert „ParkYourBike“
Der Bau wird von der Deutschen Bahn im Rahmen der bundesweiten „Bike+Ride-Offensive“ unterstützt und durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu 70 Prozent gefördert. Mit dem Bau der Anlagen in Lichterfelde Süd ist das erste Förderprojekt abgeschlossen, zu dem auch die Anlagen in Hermsdorf und Adlershof gehören.
Die gesicherten Stellplätze nutzen das digitale System „ParkYourBike“ der infraVelo GmbH. Über die App können Nutzerinnen und Nutzer ihre Fahrräder rund um die Uhr abstellen. Der Tarif ist einfach gestaltet: Bis zu 24 Stunden ist das Abstellen kostenfrei, danach fallen 0,70 Euro pro weiterer 24-Stunden-Periode an. Zeitkarten für Vielparkerinnen und Vielparker sind ebenfalls verfügbar.
In Berlin und Brandenburg: Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur schreitet voran
Die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Berlin schreitet auch in anderen Bezirken voran. In Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Neukölln sollen bis zu 2.000 neue Stellplätze an 34 Bahnhöfen entstehen, darunter sowohl gesicherte als auch frei zugängliche Anlagen. Die Planungen basieren auf Analysen des Bedarfs bis 2030 und berücksichtigen die Anforderungen von Polizei, Feuerwehr, BVG und S-Bahn sowie die Belange des Fuß- und ruhenden Verkehrs.
Darüber hinaus entstehen in Friedrichshain-Kreuzberg und Reinickendorf weitere Abstellanlagen. In Treptow-Köpenick beginnt noch in diesem Jahr der Bau von Berlins erstem öffentlichen Fahrradparkhaus am S- und Regionalbahnhof Schöneweide. Das zweigeschossige Gebäude wird rund 800 Stellplätze bieten, ergänzt durch eine überdachte Anlage am Ecksteinweg für 300 Fahrräder. Mit Gründächern, Photovoltaikanlagen und einem Holzbau setzt das Projekt auf nachhaltige Architektur und eine transparente Gestaltung.
Quellen: infraVelo GmbH, Bezirksamt Treptow Köpenick, Grün Berlin GmbH
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