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In Berlin-Tiergarten entsteht am Schöneberger Ufer das Bauprojekt „Am Karlsbad“. Das neue Ensemble soll den historischen Sitz der Feuersozietät Berlin Brandenburg aus den 1930er Jahren erweitern und dabei moderne Architektur mit denkmalgeschützter Substanz verbinden. Entstehen wird ein Campus mit rund 27.000 Quadratmetern Fläche und mehreren begrünten Innenhöfen.
Auf dem ersten Foto ist eine freie Baugrube zwischen zwei Brandwänden in Berlin-Tiergarten zu sehen, in der ein Bagger steht und die Fläche für das Neubauprojekt vorbereitet wird.Das zweite Foto zeigt eine Visualisierung der künftigen Fassade des Projekts „Am Karlsbad“ mit großen Fensterflächen und einem klar strukturierten Raster.

Auf dem Grundstück am Schöneberger Ufer haben die Arbeiten für das Projekt „Am Karlsbad“ begonnen. Hier entsteht die Erweiterung des Firmensitzes der Feuersozietät Berlin Brandenburg. / © Foto links: ENTWICKLUNGSSTADT / © Visualisierung rechts: bloomimages für GRAFT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am Schöneberger Ufer in Berlin-Tiergarten haben die Bauarbeiten für das Ensemble „Am Karlsbad“ begonnen. Die Feuersozietät Berlin Brandenburg, die seit fast 90 Jahren an diesem Standort ihren Hauptsitz hat, will damit auf den steigenden Bedarf an Büro- und Nutzflächen reagieren. Das Traditionsunternehmen bleibt damit an seinem historischen Standort und verbindet Bestand mit zeitgemäßer Architektur.

Den von der Feuersozietät ausgelobten Wettbewerb konnte das Berliner Büro Graft Architects für sich entscheiden. Nach den Entwürfen des Architekturbüros soll ein Neubau mit einer Bruttogeschossfläche von rund 27.000 Quadratmetern entstehen. Die Lage in unmittelbarer Nähe von Potsdamer Platz, Kulturforum und Park am Gleisdreieck gilt als besonders attraktiv.

Historische Baustrukturen prägen die Architektur: Moderne Gestaltung soll den Bestand ergänzen

Besonders an der Straße „Am Karlsbad“ nimmt die geplante Fassade Bezug auf die benachbarten Bauten. Sie wird an der Bauflucht ausgerichtet und vermittelt zugleich zwischen den geschlossenen Strukturen der Umgebung und stärker geöffneten Bereichen im Mittelteil. Auch an der Bissingzeile greifen die Planer historische Formen auf, indem Sie vorspringende und zurückgesetzte Baukörper in einer zeitgemäßen Form neu interpretieren. So will man eine harmonische Verbindung zur Wohnbebauung der Straße schaffen.

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Durch diese architektonische Herangehensweise soll ein Ensemble entstehen, das die Maßstäblichkeit der Umgebung respektiert und gleichzeitig zeitgemäße Nutzungsmöglichkeiten schafft. Neben Büroräumen sieht der Entwurf auch flexible Flächen vor, die für unterschiedliche Zwecke verwendet werden können. Damit stärkt das Projekt sowohl die städtebauliche Struktur als auch die Attraktivität des Unternehmensstandortes.

Architektur stärkt die Blockrandstruktur: Neubau ergänzt Bestand und weitere Projekte entstehen in der Nachbarschaft

Das Bauvorhaben mit dem Namen „Am Karlsbad“ leitet sich direkt aus der Adresse des Unternehmenssitzes ab. Ziel des Projekts ist es, die vorhandene Blockrandbebauung in diesem Teil von Tiergarten zu vervollständigen und zugleich ein Ensemble zu schaffen, das den denkmalgeschützten Altbau in ein stimmiges Gesamtbild integriert. Die Verantwortlichen betonten, dass die Architektur die Geschichte des Standorts fortschreiben soll. Der Neubau wird an das Gebäude aus dem Jahr 1936 anschließen und sich bis zur Bissingzeile erstrecken.

Auf ehemaligen Parkplatzflächen entsteht ein Campus mit mehreren Gebäudeflügeln und vier begrünten Innenhöfen, die jeweils eine eigene Gestaltung erhalten. Der große Bestandshof bleibt dabei das Herzstück des Geländes. Parallel dazu wird in unmittelbarer Nähe das Projekt „Karlsgärten“ der CA Immo umgesetzt. Dort entsteht bis 2027 ein siebengeschossiger Neubau mit Tiefgarage und rund 11.300 Quadratmetern Gesamtmietfläche, die flexibel für unterschiedliche Unternehmensgrößen genutzt werden kann.

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Model von Graft

Das Neubauprojekt umfasst rund 27.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und vier begrünte Innenhöfe. Aus der Verbindung von Alt- und Neubau entsteht ein Campus mit vielfältigen Nutzungen. / © GRAFT Architects

Quellen: GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH, Architektur Urbanistik Berlin, Karlsgaerten.de

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