Auf einem Grundstück an der Radenzer Straße sollten ab 2025 neue Wohnungen in Holzbauweise entstehen. Momentan zeigt sich auf dem Gelände noch kein sichtbarer Fortschritt. Stattdessen ist das Grundstück weiterhin von alten Garagen und dichtem Bewuchs geprägt.

Zu sehen ist ein von Pflanzen überwuchertes Garagengelände mit offenen Toren, im Hintergrund stehen hohe Bäume im Sonnenlicht.

Auf dem Grundstück an der Radenzer Straße in Baumschulenweg sollen ab 2025 die alten Garagen abgerissen werden. Geplant ist ein Neubau mit 99 Wohnungen in Holzbauweise, die durch Fördermittel zu vergleichsweise günstigen Mieten angeboten werden sollen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung: Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz” eG, Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten 

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Auf einem Grundstück in der Radenzer Straße, an der Grenze zwischen Neukölln und Treptow-Köpenick, soll eigentlich ein Neubauprojekt entstehen. Geplant sind insgesamt 99 Wohnungen, die in Holzbauweise umgesetzt werden sollen. Der Entwurf stammt vom Büro Sauerbruch Hutton, Bauherr ist die Wohnungsbaugenossenschaft Am Ostseeplatz eG. Bereits 2021 konnte die Genossenschaft mit diesem Konzept das von der Berliner Immobilien Management GmbH (BIM) ausgeschriebene Verfahren für sich entscheiden.

Das Projekt verfolgt das Ziel, nachhaltigen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Vorgesehen ist eine Mischung aus Familienwohnungen, kleineren Einheiten für Studierende oder Singles und barrierefreien Wohnungen. Ergänzt werden soll die Anlage durch eine Kindertagesstätte, eine Demenz-Wohngemeinschaft sowie kleinere Gewerbeflächen im Erdgeschoss.

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Der aktuelle Zustand auf dem Grundstück an der Radenzer Straße: Überwucherte Garagen statt Bauaktivität

Wer heute am Grundstück vorbei läuft, findet allerdings nur ein stark verwildertes Gelände vor. Alte Garagen prägen noch immer das Bild, viele sind mit Sträuchern überwuchert. Zwischen den Gebäuden wächst dichtes Unkraut, und der Eindruck einer verfallenen Brache überwiegt. Auch ein neuer Bauzaun ist vorhanden, er dient jedoch lediglich der Sicherung des Areals.

Baugeräte oder erste Abrissarbeiten sind bisher nicht zu erkennen. Damit bleibt der Zeitplan, wonach 2025 mit dem Bau begonnen werden sollte, in der Schwebe. Nach außen ist kein Fortschritt sichtbar, und weder die Genossenschaft noch die BIM konnten bislang nähere Auskünfte zum Stand der Vorbereitungen geben.

Ziele des Neubauprojekts in Treptow-Köpenick: Nachhaltige Bauweise und soziale Durchmischung

Ein zentrales Anliegen des Vorhabens ist es, Wohnungen mit moderaten Mieten anzubieten. Die Genossenschaft plant, ausschließlich geförderte Wohnungen nach den Berliner Wohnungsbauförderbestimmungen zu errichten. Die Mieten sollen sich in einer Spanne zwischen sieben und elf Euro pro Quadratmeter bewegen, was für Berlin vergleichsweise günstig ist.

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Darüber hinaus soll das Konzept eine soziale Mischung im Quartier fördern. Vier Wohncluster sind für die Nutzung durch soziale Träger vorgesehen. Die Bauweise mit Holz und einer hochwertigen Dämmung soll nicht nur ökologisch vorteilhaft sein, sondern auch langfristig niedrige Betriebskosten sichern.

Städtebauliches Konzept für den Neubau am Baumschulweg: Verbindung von Nachbarschaft und Naturraum

Das geplante Ensemble soll aus zwei Baukörpern bestehen, die einen offenen Hof umschließen. Dieser Hof ist als gemeinschaftlicher Raum gedacht, der nicht nur den Bewohnerinnen und Bewohnern zugutekommt, sondern auch eine Verbindung zur Nachbarschaft und zum angrenzenden Naturraum schafft. Ergänzt wird dies durch Grünflächen und Wege, die zum Wasser führen sollen.

So soll die Anlage nicht nur ein Wohnort, sondern auch ein Begegnungsraum werden. Durch das Zusammenspiel von privatem und öffentlichem Raum möchte das Projekt eine langfristig stabile Nachbarschaft entwickeln. Ob und wann diese Pläne umgesetzt werden können, ist jedoch gegenwärtig offen. Fest steht nur, dass der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum im Bezirk Baumschulenweg weiterhin groß bleibt.

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© Visualisierung: Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz” eG, Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten 

Auf dem Foto ist ein zugewachsenes Metalltor zu sehen, an dem mehrere gelbe und weiße Schilder hängen, die auf ein Betretungsverbot hinweisen

Das Gelände ist derzeit ungenutzt und abgesperrt. Bauherr ist die Wohnungsbaugenossenschaft Am Ostseeplatz eG, die hier ein nachhaltiges Wohnprojekt mit Kita, Demenz-Wohngemeinschaft und drei Gewerbeflächen realisieren will. / Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Wohnungsbaugenossenschaft „Am Ostseeplatz” eG, BIM Berliner Immobilienmanagement, sauerbruch hutton

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