Mit dem Wohngebäude „Arthur“ beginnt die bauliche Umsetzung des Segelflieger Quartiers in Berlin-Johannisthal. Als erster Neubau im Segelflieger Quartier zeigt das Projekt, wie der geplante Wohnungsbau im Südosten Berlins konkret aussehen soll. Im Gebäude sollen insgesamt 146 Wohnungen entstehen.

Segelflieger Quartier

Große Pläne: Zwischen Schallschutz, Schwammstadt-Prinzip und sozialer Infrastruktur entsteht in Johannisthal ein neues Stadtquartier. Der Bauauftakt gibt einen ersten Einblick in Architektur und Nachhaltigkeitsanspruch. / © Visualisierung: BAUWERT AG

 © Visualisierung Titelbild: Stefan Forster GmbH, BAUWERT AG

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Mit einem symbolischen Spatenstich war in Johannisthal im September der offizielle Startschuss für das Segelflieger Quartier gefallen. Die BAUWERT AG begann damit den Bau der beiden ersten Wohngebäude „Arthur“ und „Thekla“.

Auf dem rund 21 Hektar großen Areal, das bis 2030 entwickelt werden soll, entstehen insgesamt rund 1.800 Wohnungen. Ein Viertel davon wird gefördert, hinzu kommen eine Kita, ein Stadtteilzentrum und rund 153.000 Quadratmeter Gewerbefläche.

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Segelflieger Quartier in Treptow-Köpenick: Raum für 1.800 neue Wohnungen

Das Quartier ist Teil einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, die in Kooperation zwischen Land Berlin, der WISTA.Plan GmbH, der degewo AG und der BAUWERT AG umgesetzt wird. Ziel ist es, Wohnen, Arbeiten und soziale Infrastruktur auf engem Raum miteinander zu verbinden und den südöstlichen Stadtraum nachhaltig zu stärken.

Die beiden ersten Gebäude, die auf dem Gelände entstehen werden, setzen unterschiedliche architektonische Konzepte um. „Arthur“, entworfen vom Büro Stefan Forster Architekten, umfasst 146 Wohnungen und zeichnet sich durch Photovoltaik, Dachbegrünung und barrierefreie Zugänge aus.

146 Wohnungen: Baugenehmigung für Wohngebäude „Arthur“ offiziell erteilt

Wie das Architekturbüro Stefan Forster in der vergangenen Woche mitteilte, ist die Baugenehmigung für das Wohngebäude „Arthur“ nun auch offiziell eingegangen, so dass der Bau, der zukünftig 146 neue Wohneinheiten beherbergen wird, den baulichen Auftakt für das neue Quartier bilden wird.

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Bis Ende 2027 soll das Gebäude fertiggestellt werden, wenn keine unvorhergesehenen Probleme auftreten. Die Grundrissgestaltung des geplanten Neubaus reagiert nach Auskunft der verantwortlichen Architekten auf die hohen Schallschutzanforderungen entlang des Segelfliegerdamms und berücksichtigt diese in der räumlichen Organisation des Gebäudes.

Erstes Wohnhaus im Segelflieger Quartier: Beigefarbener Klinkersockel, profilierte Putzfassade

Der Baukörper soll durch einen beigefarbenen Klinkersockel und eine helle, profilierte Putzfassade geprägt werden, die eine zurückhaltende, dauerhafte Materialität vermittelt. Eingeschnittene Eingänge mit Klinkerreliefs sollen die Fassade strukturieren und gestalterische Akzente setzen.

Fensterfaschen und massive Fensterbänke gliedern die Obergeschosse, während leicht aus der Gebäudeflucht hervortretende Loggien mit abgerundeten Ecken die Fassadengestaltung ergänzen. Das geplante Gebäude ist durchaus typisch für das Büro Stefan Forster Architekten, welches ähnliche Gebäude schon in Frankfurt, Mannheim oder Dresden realisiert hat.

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Versickerung von Regenwasser: Geplanter Innenhof wird nur teilweise unterbaut

Insgesamt soll eine Nutzfläche von knapp 14.000 Quadratmetern entstehen. Der Innenhof des Ensembles wird nur teilweise unterbaut, um die Versickerung von Regenwasser zu ermöglichen und damit den Prinzipien der Schwammstadt zu folgen.

Dieser Ansatz soll zur Entlastung der Abwassersysteme und zur Unterstützung der Grundwasserneubildung beitragen, wie es von Seiten der Bauherren heißt. Eine intensive Begrünung soll zusätzlich das Mikroklima verbessern; ein Ansatz, der im gesamten Quartier angewandt werden soll. Das Wohnhaus erfüllt den KfW-55-Standard und strebt eine DGNB-Zertifizierung in Gold sowie die QNG-Auszeichnung für nachhaltiges Bauen an.

Segelflieger Quartier Berlin: Fertigstellung bis 2030 geplant

Die ersten beiden Neubauten, „Arthur“ und „Thekla“ sollen wie oben erwähnt bis Ende 2027 fertiggestellt werden. Bis 2030 soll das gesamte Quartier mit seinen Wohnungen, Grünflächen und Gewerbeeinheiten realisiert sein und Raum für rund 3.500 Menschen bieten.

Das Projekt gilt als eines der größten Bauvorhaben Berlins und wird die Entwicklung im Südosten der Stadt nachhaltig prägen. Ob es gelingt, die ambitionierten Ziele für bezahlbaren Wohnraum, soziale Vielfalt und nachhaltige Stadtentwicklung zu erfüllen, wird sich jedoch erst in den kommenden Jahren zeigen.

Visualisierung vom Neubau THEKLA im Segelflieger Quartier.

Auch hier soll es bald losgehen: Der dreigeschossige Neubau „Thekla“ wurde von gmp Architekten entworfen. Er zeigt eine klar gegliederte Fassade mit vorgelagerten Loggien. Zusammen mit der denkmalgeschützten Fliegervilla soll so ein markantes Ensemble im Herzen des Segelflieger Quartiers entstehen. Große Fensterflächen lassen viel Licht hinein, während helle Materialien eine offene und einladende Wirkung erzeugen werden. / © Visualisierung: BAUWERT AG, gmp Architekten

Die Visualisierung zeigt den Quartiersplatz mit den Neubauten und begrünten Flächen.

So soll es im neuen Segelflieger Quartier ab 2030 aussehen, wenn bis dahin alle Bauarbeiten abgeschlossen wurden. / © Visualisierung: BAUWERT AG

Quellen: Stefan Forster GmbH, BAUWERT AG, WISTA Management GmbH, gmp Architekten

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