In Berlin-Hellersdorf entsteht ein neues Wohnquartier mit insgesamt 272 Wohnungen. Erste Tiefbauarbeiten und Rohbaumaßnahmen haben begonnen, Kräne prägen das Bild der Baustelle. Bis 2028 sollen in zwei Bauabschnitten acht Häuser im „Cecilien-Carré“ errichtet werden.

Auf dem Baufeld des Cecilien-Carrés entstehen bis 2028 insgesamt acht Wohnhäuser. Einige Gebäude sind bereits im Rohbau sichtbar, an mehreren Stellen laufen die Hochbauarbeiten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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© Visualisierungen: Bonava / GESOBAU
An der Cecilienstraße in Marzahn-Hellersdorf nimmt das neue Wohnquartier „Cecilien-Carré“ zunehmend Gestalt an. Auf dem Gelände, das früher ein Ärztehaus beherbergte, prägen nun Kräne, Baumaschinen und aufgeschütteter Boden das Bild. Tiefbauarbeiten und Geländevorbereitungen laufen auf mehreren Baufeldern parallel. Teilweise haben bereits Rohbauarbeiten begonnen.
Das Projekt umfasst insgesamt acht Wohnhäuser, die in zwei Abschnitten bis 2028 errichtet werden sollen. Im ersten Bauabschnitt entstehen vier der insgesamt acht Gebäude mit 128 Mietwohnungen. Nach der Fertigstellung übernimmt die landeseigene GESOBAU die Wohnungen in ihren Bestand. Errichtet werden sie von der Projektentwicklerin Bonava.
Wohnraum zwischen 54 und 100 Quadratmetern: Kein Anteil an Sozialwohnungen geplant
Die Gebäude werden sechs bis acht Stockwerke hoch sein und mit Aufzügen ausgestattet. Geplant sind überwiegend Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen, ergänzt durch größere Einheiten für Familien. Rund die Hälfte der Wohnungen wird barrierefrei sein. Jede Einheit erhält einen Balkon oder eine Terrasse.
Zudem bewegen sich die geplanten Wohnflächen zwischen 54 und 100 Quadratmetern. GESOBAU und Bonava betonen, dass das Angebot auf breite Zielgruppen ausgerichtet sei. Geförderte Wohnungen sind allerdings nicht vorgesehen.
Grundsteinlegung als Startschuss für 128 neue Mietwohnungen im Hellersdorfer Cecilien-Carré
Am 15. Mai 2025 markierte die feierliche Grundsteinlegung den symbolischen Auftakt für das Wohnungsbauprojekt in Hellersdorf. Gemeinsam gaben die GESOBAU und Bonava den Startschuss für 128 neue Mietwohnungen im Cecilien-Carré.
Nach ihrer Fertigstellung werden die Wohnungen in den Bestand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU übergehen, die damit ihr Ziel verfolgt, das Angebot an bezahlbarem Wohnraum in Berlin weiter auszubauen.
Grüne Infrastruktur: Regenwassernutzung, Spielplätze und unterirdische Müllentsorgung in Hellersdorf
Ein zentraler Aspekt der Planung ist das Thema Nachhaltigkeit. So sollen die Dächer nicht nur begrünt, sondern zusätzlich mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden, um erneuerbare Energie zu gewinnen. Für die Wärmeversorgung ist der Anschluss an das bestehende Fernwärmenetz vorgesehen. Darüber hinaus ist die Installation einer Zisterne geplant, die überschüssiges Regenwasser auffängt und zur späteren Bewässerung der Grünflächen genutzt werden soll.
Auch bei der Gestaltung der Außenbereiche steht Umweltverträglichkeit im Fokus: Im Innenhof entstehen autofreie Aufenthaltszonen mit Spielplätzen, die Raum für Erholung und nachbarschaftliches Miteinander bieten. Die Abfallentsorgung erfolgt künftig über unterirdische Container. Erschlossen wird das Quartier über eine neu angelegte Zufahrt in der Ehm-Welk-Straße, an der rund 50 Stellplätze vorgesehen sind.
Wohnungsbau in Hellersdorf: Neues Quartier entsteht bis 2028 am Rand des Marzahner Grüngürtels
Das Cecilien-Carré entsteht eingebettet in eine gewachsene Großwohnsiedlung in Berlin-Hellersdorf. Besonders die Nähe zum Marzahner Grüngürtel mit dem Wuhlepark und den Gärten der Welt verleiht dem Standort eine hohe Aufenthaltsqualität. Für die Bonava ist das Projekt keineswegs Neuland, bereits an mehreren Standorten im Bezirk hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren hunderte Wohnungen errichtet.
Bis zum Jahr 2028 soll das gesamte Quartier fertiggestellt sein. Mit dem Neubauvorhaben verfolgen Bonava und GESOBAU nicht nur das Ziel, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, sondern auch einen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung und sozialen Stabilisierung des Stadtteils zu leisten.

Auf dem zweiten Bauabschnitt wird derzeit der Boden vorbereitet. Tiefe Baugruben und schwere Maschinen prägen das Bild der Baustelle. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: GESOBAU, Bonava, Architektur Urbanistik Berlin
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