An der Roedernallee in Berlin-Reinickendorf entstehen zurzeit über 100 neue Wohnungen und rund 240 Wohnplätze für junge Menschen. Der Bau schreitet sichtbar voran und zeigt, wie sich das Umfeld rund um Alt-Wittenau städtebaulich verändert. Auch angrenzende Grundstücke werden derzeit neu genutzt.

Mehrere Rohbauten sind bereits im Hochbau deutlich sichtbar. Die Gerüste markieren den aktuellen Baufortschritt an der Roedernallee. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
In Berlin-Reinickendorf wird derzeit eines der größeren Wohnbauprojekte im Bezirk umgesetzt. Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU errichtet an der Roedernallee 118 ein neues Quartier mit insgesamt 105 Wohnungen. Zusätzlich entstehen 242 Wohnplätze für Studierende und Auszubildende. Das Bauvorhaben zielt auf eine junge Zielgruppe und will dafür auf kompakte, funktionale Wohnformen setzen.
Das Projekt wird gemeinsam mit der ImmProjekt Entwicklungs GmbH & Co. Roedernallee KG realisiert. Die Finanzierung erfolgt unter anderem durch Fördermittel der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung im Rahmen der Richtlinie „Junges Wohnen 2023“. Damit soll der zunehmende Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für junge Menschen adressiert werden.
Baustelle an der Roedernallee: Die ersten drei Etagen stehen bereits im Rohbau
Ein Blick auf die Baustelle zeigt, dass die Rohbauarbeiten weit vorangeschritten sind. Mehrere Gebäude sind bereits über drei Etagen hinausgewachsen. Gerüste umgeben die einzelnen Baukörper, und Baugeräte sind im Einsatz. Der Standort liegt verkehrsgünstig: Mehrere Buslinien sind in wenigen Minuten erreichbar, der S-Bahnhof Wittenau ist fußläufig angebunden.
Insgesamt umfasst das Baugelände rund 6.900 Quadratmeter, auf denen etwa 6.700 Quadratmeter Wohnfläche entstehen sollen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für den Sommer 2026 vorgesehen.
Unterschiedliche Wohnformen, ergänzt durch Gemeinschaftsbereiche und Nahversorgung
Das Wohnangebot im Quartier soll flexibel gestaltet sein. Geplant sind sowohl Einzelapartments für Studierende als auch Wohngemeinschaften für zwei bis vier Personen. Die Ausstattung umfasst Einbauküchen, Bäder sowie Hauswirtschaftsräume. Zusätzlich entstehen Gemeinschaftsräume für Freizeit, Lernen und Austausch. Diese sollen die soziale Struktur innerhalb des Quartiers stärken.
Im Erdgeschoss der Gebäude sind Gewerbeflächen vorgesehen, um zur Nahversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner beizutragen. Außerdem sind Flächen für Einzelhandelsnutzungen wie Lebensmittelmärkte oder Drogerien in Planung. Damit will das Konzept Wohnen und Alltagsinfrastruktur an einem Ort verbinden.
Kombination aus Altbestand und Neubau schafft städtebaulichen Kontrast in Reinickendorf
Auf dem Baugelände bleibt ein älteres Backsteinhaus erhalten, das nun zwischen temporären Baucontainern und modernen Rohbauten steht. Dieses Spannungsfeld zwischen historischer Substanz und neuer Architektur verleiht dem Projekt eine besondere Note. Die Integration bestehender Strukturen zeigt den Versuch, den Charakter des Ortes nicht vollständig zu überformen.
Die Bebauung ist blockartig, jedoch durch Innenhöfe und abgestufte Höhen aufgelockert. Im weiteren Bauverlauf dürften dann Fassadenarbeiten und Innenausbauten folgen. Der öffentliche Raum rund um das Gelände ist noch stark von Baustellenlogistik geprägt.
Auch benachbarte Grundstücke werden neu entwickelt und baulich verdichtet
Nicht nur das Quartier der GESOBAU verändert das Stadtbild in Alt-Wittenau. An der Ecke Roedernallee/Thyssenstraße wird seit Mai 2025 an einem neuen Gewerbekomplex gebaut. Dort entstehen rund 1.000 mietbare Lagerabteile sowie Verkaufsflächen für Einzelhandel. Der Anbieter MyPlace realisiert hier ein kombiniertes Lager- und Nahversorgungszentrum. Die Fertigstellung ist für Herbst 2026 geplant.

Der Kontrast zwischen historischer Bausubstanz und neu entstehenden Wohneinheiten prägt die aktuelle Bauphase des Projekts in Reinickendorf. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Hier entstehen im Auftrag der GESOBAU insgesamt 105 Wohnungen sowie 242 Wohnplätze für Studierende und Auszubildende. Die Fertigstellung ist für Sommer 2026 vorgesehen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: ImmProjekt Entwicklungs GmbH & Co. Roedernallee KG, Architektur Urbanistik Berlin, GESOBAU
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.



