Beim Projekt „Konnekt“ in Marzahn laufen die Rohbauarbeiten am ersten Hochhaus. Das neue Quartier soll rund 1.600 Wohnungen umfassen.

Ein Bauzaun am Projekt „Konnekt“ in Marzahn zeigt die Visualisierung des geplanten Hochhauses, während dahinter erste Betonwände des Neubaus stehen.

Hinter dem Informationsbanner zum Quartier „Konnekt“ sind in Marzahn bereits erste Betonbauteile des Hochhauses zu erkennen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auf dem Gelände des Georg-Knorr-Parks in Marzahn wird der Baufortschritt beim Quartier „Konnekt“ zunehmend sichtbar. Im ersten Bauabschnitt entstehen das Hochhaus Süd und weitere Wohngebäude. Kräne, Betonwände und großflächige Schalungen prägen inzwischen die Baustelle.

  • Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
  • Adresse: Wiesenburger Weg / Georg-Knorr-Straße, 12681 Berlin
  • Anzahl Wohnungen: rund 1.600, davon mindestens 50 Prozent gefördert
  • Fertigstellung: erster Bauabschnitt 2029, Gesamtprojekt bis 2033

Hinter den Bauzäunen reicht der Rohbau für das „Konnekt“ an mehreren Stellen bereits deutlich über das Geländeniveau hinaus. Arbeiter montieren Schalungen und bereiten weitere Betonwände vor. Aus den Bodenplatten ragen dichte Reihen von Bewehrungsstäben. An anderen Stellen liegen Baumaterialien bereit, während ein Bagger zwischen Baugruben und bereits fertigen Bauteilen arbeitet. Der erste Abschnitt umfasst nach den veröffentlichten Projektangaben rund 270 Wohnungen. 

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Die offizielle Grundsteinlegung fand am 20. Oktober 2025 statt. Der Senat erklärte im Februar 2026, das Gesamtvorhaben liege nach damaligem Kenntnisstand im Zeitplan. 

Ein Bauarbeiter und ein Baufahrzeug stehen zwischen hohen Schalungen und Betonwänden auf der Baustelle von „Konnekt“ in Marzahn.

Hohe Wandschalungen zeigen, dass die Rohbauarbeiten beim Projekt „Konnekt“ in Marzahn deutlich vorangekommen sind. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Hochhaus Süd bildet den Auftakt für „Konnekt“ in Marzahn

Zum ersten Bauabschnitt gehören das Hochhaus Süd und der als „Hof 6“ bezeichnete Gebäudekomplex. Das Hochhaus ist Teil eines Ensembles aus drei geplanten Türmen. Zwei davon sollen nach einer Überarbeitung der Planung jeweils rund 67 Meter hoch werden. Ursprünglich waren an diesen Stellen Hochhäuser mit 76 und 146 Metern vorgesehen. Die Projektbeteiligten reduzierten die Höhen wegen gestiegener Bau- und Finanzierungskosten. 

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Das gesamte Quartier entsteht auf dem östlichen Teil des früheren Industrieareals von Knorr-Bremse. Die Fläche liegt unmittelbar am S-Bahnhof Marzahn und umfasst rund elf Hektar. Neben Neubauten sollen historische Backsteingebäude und Teile des denkmalgeschützten Garagenbogens erhalten und neu genutzt werden. An der Planung sind unter anderem David Chipperfield Architects, Hilmer Sattler Architekten, die ioo Planungsgesellschaft und RudyZix Architekten beteiligt. 

Die Baugrube des Projekts „Konnekt“ in Marzahn zeigt eine große Bewehrungsfläche, einen Bauarbeiter und zwei orange Baustellencontainer.

In einer der Baugruben von „Konnekt“ bereiten Arbeiter die bewehrte Bodenplatte für weitere Rohbauarbeiten vor. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

„Konnekt“ in Marzahn: 1.600 Wohnungen, Gewerbe, soziale Einrichtungen

Das „Konnekt“ soll insgesamt rund 1.600 Wohnungen mit etwa 107.000 Quadratmetern Wohnfläche erhalten. Mindestens die Hälfte der Wohnungen ist für mietpreis- und belegungsgebundene oder andere gemeinwohlorientierte Angebote vorgesehen. Geplant sind Wohnungen mit einem bis fünf Zimmern sowie größere Clusterwohnungen. Ein Teil richtet sich gezielt an Studierende und ältere Menschen. 

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Hinzu kommen rund 22.000 Quadratmeter Gewerbefläche, eine Kindertagesstätte sowie Jugend- und Nachbarschaftseinrichtungen. Das Wohngebiet soll weitgehend autofrei bleiben. Stellplätze sind vor allem in einer Quartiersgarage vorgesehen. Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, begrünte Freiflächen und Anlagen zur Regenwasserversickerung gehören ebenfalls zum Konzept. 

Für den zweiten Bauabschnitt liegt seit März 2026 eine Genehmigung vor. Bis 2033 soll das gesamte Quartier mit allen sechs Bauabschnitten fertig gestellt werden. 

So soll das „Konnekt“ in Marzahn aus der Luft einmal aussehen.

So soll das „Konnekt“ im Georg-Knorr-Park in Marzahn einmal aussehen: Geplant ist ein gemischt genutztes Quartier mit rund 1.600 Wohnungen, Gewerbeflächen, einer Kita sowie weiteren sozialen und nachbarschaftlichen Einrichtungen. / © Visualisierung: ioo Planungsgesellschaft

„Konnekt“

 

Quellen: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Senatskanzlei Berlin, HOWOGE, Kondor Wessels

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2 Kommentare

  1. Jörg Bahmann 15. Juli 2026 at 21:01 - Reply

    Es ist nicht glaubhaft, dass mind. 3200 Einwohner, an diesem Ort, ohne Auto und Parkplatz, einziehen werden. Marzahn ist nicht Mitte. Hier sind die Entfernungen weit und vor Ort, abgeschnitten, durch Bahn und Industriegebiet, werden wohl die vielen Anwohner nicht überwigend mit dem Lastenrad oder Fahrrad mobil sein wollen. D.h. auch, dass die angrenzenden Parkplätze am S Bahnhof, Le Prom und Umgebung doch irgendwann, überlastet sein werden. Schon bei zu erwartenden hohen Mieten wird der Parkplatz in einer/der Quartiergarage zu einer Frage des Monatsbudgetts der Familie werden. Ungeachtet dessen ist keine Schule geplant. Wer hat sich ausgedacht, dass Grundschulkinder über die Bahn, über die Märkische Allee, über die Landberger Allee bis zur neuen Grundschule am Ende der Bruno BaumStr. gehen (vielleicht auch fahren) müssen? Das ist einfach unmöglich und gefährdet Kinder im hohem Maße.
    Zu hoffen bleibt, dass der soziale Frieden, bei vielen, unterschiedlichen Bewohnern, mit vielen, unterschiedlichen Ethnien, Sitten und Gebräuchen, überhaupt erst einmal eine Chance hat. Bei der sich immer weiter verschlechternden Infrastruktur in Marzahn Hellersdorf ist dieser Vorzeigebau wieder einmal ein Aushängeschild von rücksichtsloser Bauwut, denn I frastruktur mit ausreichen Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten, Nahverkehr etc. ist auch Voraussetzung für sozialen Frieden. Es ist nicht ersichtlich, dass der Senat aus der Vergangenheit, mit der Errichtung von Großsiedlungen, wie: Gropiusstadt, Reinickendorf, aber auch Marzahn, diesbezüglich überhaupt etwas gelernt hat. Viel Glück

  2. Fritze 18. Juli 2026 at 21:44 - Reply

    Ein Wohnquartier zwischen Güterbahnhof, stinkenden Produktionshallen, 2x 6-spurigen Magistralen (Landsberger+Märkische)?
    Da gibt´s in Berlin aber bessere Orte!
    Ich seh schon Knorr-Bremse mit Klagen von Zuzüglern konfrontiert.

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