An der Kurfürstenstraße 134 in Schöneberg wächst ein siebengeschossiges Gebäude mit Wohnungen, Boardinghouse und Gastronomie in die Höhe. Der Rohbau steht inzwischen vollständig, in den unteren Etagen sind bereits Fenster eingesetzt. Was auf dem ehemaligen Botschaftsgrundstück konkret entsteht und wie es um den Baufortschritt steht, zeigt ein aktueller Blick auf die Baustelle.

Die Visualisierung zeigt das geplante Boardinghouse an der Kurfürstenstraße 134 an der Grenze zu Mitte mit heller Fassade, großen Fenstern, Balkonen und Erdgeschossnutzung.

Die Visualisierung des Neubaus an der Kurfürstenstraße, der Wohneinheiten, ein Boardinghouse mit möblierten Apartments sowie Gastronomie- und Co-Working-Flächen im Erdgeschoss vereinen soll. / © Visualisierung: jim knoepfle architects

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auf dem Eckgrundstück Kurfürstenstraße 134, Ecke Kielganstraße, baut ein Investor derzeit ein Gebäude mit Wohnungen, Boardinghouse und Gewerbeflächen. Der Standort liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, grenzt aber unmittelbar an den Bezirk Mitte. Damit reiht sich das Vorhaben in einen Abschnitt der Kurfürstenstraße ein, in dem derzeit mehrere Neubauten das Stadtbild verändern.

Geplant sind laut Angaben des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg 102 Wohneinheiten, darunter 20 möblierte Apartments, die durch die Firma Clipper Boarding House angeboten werden sollen. Im Erdgeschoss sollen Gastronomieflächen sowie Co-Working-Bereiche entstehen. Der Bebauungsplan sieht für das rund 1.550 Quadratmeter große Grundstück eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe vor, die mit diesem Konzept umgesetzt wird.

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Baustelle an der Kurfürstenstraße: Rohbau steht, Fassade nimmt Form an

Nahaufnahme eines Rohbaus mit teils eingesetzten Fenstern und Baukran im Vordergrund.

In den unteren Geschossen sind bereits Fenster eingesetzt, die oberen Etagen warten noch auf ihre Fassadenelemente. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Der Blick auf die Baustelle zeigt aktuell einen weit fortgeschrittenen Rohbau. Das Gebäude hat seine geplante Höhe erreicht, in den unteren Geschossen sind bereits Fensterelemente eingesetzt. Damit nimmt der Neubau an der Kurfürstenstraße langsam, aber stetig Gestalt an.

Die Fassade wird überwiegend aus großflächigen Fensterelementen und hell verputzten Flächen bestehen. Ein solcher Aufbau lässt sich in der Regel vergleichsweise zügig montieren, sodass nach Abschluss der Fassadenarbeiten der Innenausbau folgen dürfte. Wann genau mit der Fertigstellung zu rechnen ist, teilte der Bauherr bislang nicht mit. Ursprünglich sollte der Bau bis Ende 2026 fertiggestellt werden.

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Boardinghouse-Nutzung: Möblierte Apartments für längere Aufenthalte

Ein Boardinghouse bietet komplett möblierte Apartments für einen längeren Zeitraum an, meist ab einer Woche bis zu mehreren Monaten. Diese Wohnform bewegt sich damit zwischen einem klassischen Hotel und einer regulären Mietwohnung und richtet sich vor allem an Geschäftsreisende sowie temporäre Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner.

Ein Beispiel für ein bereits etabliertes Angebot dieser Art findet sich am Gendarmenmarkt. Dort betreibt die Kette Clipper Boarding House ebenfalls ein Boardinghouse. Sie bieten sechs Apartment-Kategorien vom Studio bis zum Deluxe-Apartment an. Ein Studio der Kategorie Studio+ mit 41 Quadratmetern wird für Preise ab 3.712 Euro im Monat angeboten, wie aus Angaben auf der Anbieterwebsite hervorgeht.

Rohbau eines mehrgeschossigen Gebäudes hinter Bäumen.

Zwischen den Baumkronen der Kurfürstenstraße wird der Baukörper sichtbar, der künftig 102 Wohneinheiten, inklusive Boardinghouse beherbergen soll. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Berliner Wohnungsmarkt: Möblierte Vermietung wächst weiter

Das Boardinghouse-Konzept an der Kurfürstenstraße fügt sich in einen Berliner Markt ein. Nach Angaben der Investitionsbank Berlin entfielen 2022 rund 52 Prozent aller Vermietungsinserate in der Stadt auf möblierte Wohnungen. Diese kosteten im Schnitt fast doppelt so viel pro Quadratmeter wie reguläre Mietwohnungen.

Der Berliner Mieterverein fordert seit längerem eine stärkere Regulierung dieses Segments. Gerade bei innerstädtischen Neubauprojekten entstehen zunehmend möblierte Apartments, die befristet vermietet werden. Dieses Segment verschärft zunehmend die angespannte Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt.

Neubau mit Boardinghouse

Quellen: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Jim Knoepfle Architekten,Berliner Mieterverein e.V., Clipper Boarding House, mittendran, Deutsches Architekturforum, Berliner Architektur & Urbanistik

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One Comment

  1. DL 10. Juli 2026 at 08:52 - Reply

    Das ist die falsche Kurfüstenstraße in der Karte ;-)

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